
Rekordteilnahme an Protesten und erstmals Rufe nach einem Machtwechsel in Russland: Bei der größten Anti-Regierungskundgebung in Russland seit dem Machtantritt von Wladimir Putin vor mehr als zehn Jahren haben Zehntausende Menschen trotz Eiseskälte und Schnee landesweit faire Neuwahlen gefordert. In Moskau sprachen die Veranstalter von mehr als 120.000 Demonstranten, die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer mit 29.000 Menschen an. Überraschend forderte erstmals auch der prominente Ex-Finanzminister Alexej Kudrin von der Bühne aus Neuwahlen.
Auftritt Kudrins gilt als Sensation
Wegen Vertrauensverlusts müsse zudem der umstrittenen Wahlleiter Wladimir Tschurow zurücktreten, sagte Kudrin. Kommentatoren werteten seinen Auftritt als Sensation. Auch der von Präsidenten Dmitri Medwedew eingesetzte Menschenrechtsrat legte Tschurow drei Wochen nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Dumawahl den Rücktritt nahe.





