
Russische Medien berichteten unter Verweis auf Rechtsexperten, dass Chodorkowski wegen seiner Gefängnisstrafe in den nächsten zehn Jahren nicht zum Präsidenten kandidieren dürfe.
Michail Chodorkowski, einst Chef des Ölkonzerns Yukos und reichster Mann Russlands, hat wegen Diebstahl und Steuerhinterziehung zehn Jahre und zehn Monate im Gefängnis verbracht und wurde am 20. Dezember - rund acht Monate vor dem regulären Ablauf seiner Haftstrafe - von dem russischen Präsidenten Wladimir Putin begnadigt. Noch am selben Tag wurde Chodorkowski aus seinem Straflager entlassen und flog mit einem vom deutschen Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscherorganisierten Privatjet nach Berlin. Deutschland stellte dem Ex-Öl-Milliardär ein Jahresvisum aus. Ende März erhielt er zudem eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz.
Im Yukos-Verfahren verurteilte das Gericht Chodorkowski zudem zur Nahzahlung von 17 Milliarden Rubel (aktuell ca. 355 Millionen Euro) Steuern. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg bewertete den Yukos-Prozess zwar als nicht politisch motiviert, bezeichnete jedoch die Steuernachforderungen gegen Chodorkowksi und dessen Geschäftspartner Platon Lebedew als unbegründet.



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