
Spahn war in die Kritik geraten, nachdem in der Öffentlichkeit bekannt geworden war, dass er und sein Ehemann durch Leihmutterschaft in den USA zu einem Baby gekommen waren. Nicht nur Vertreter der Kirchen, sondern auch Parteikollegen kritisierten Spahn daraufhin scharf.
In einem Brief an die Unionsfraktion erklärte Spahn nun seinen Rücktritt. Zuvor hatten er die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, über seinen geplanten Rücktritt informiert.
Als Grund für seinen Entschluss, sich von der Fraktionsspitze zurückzuziehen, nannte Jens Spahn die anhaltende Kritik an dem Weg, wie Spahn und sein Ehepartner zu ihrem Sohn gekommen waren. Es sei ihm bewusst geworden, dass sein Familienglück nicht mit seinem politischen Amt vereinbar sei, so Spahn. Der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung für eine Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartungshaltung an ihn als Politiker sei größer ausgefallen, als er gedacht habe.
Spahn bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen und für die gute Zusammenarbeit mit dem Fraktionsvorstand sowie dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Miersch.
Vor einigen Tagen hatte Spahns Ehemann der Presse bekannt gegeben, dass das Paar in den USA eine Leihmutter dazu beauftragt hatte, den beiden ein Kind zu gebären. In den USA ist es rechtlich möglich, eine Frau dazu zu beauftragen; In Deutschland ist das Sterben verboten. In den vergangenen Jahren war Spahn als Kritiker käuflicher Leihmutterschaft aufgetreten, was ihm nun zum Vorwurf gemacht wurde.



Kommentar: Jens Spahn verbleibt dennoch im Bundestag.