
Hierzu verwendeten die Forscher elektrische Aufzeichnungen von implantierten Hirnelektroden, um die Aktivität des zentralen Thalamus darzustellen, während die Patientin entweder die Stimmen ihrer Kinder oder fremde Stimmen präsentiert bekam.
Die Region in der Tiefe des Gehirns namens Thalamus gilt nicht nur als "sensorisches Tor zum Bewusstsein" sondern ist ferner für Regulation von Erregung sowie für den elektrischen Rhythmus der Hirnrinde eine wichtige Struktur, erläutert die Pressemitteilung der Universität.
Diese Region wurde bereits in der Vergangenheit als Struktur zur Behandlung von Bewusstseinsstörungen adressiert, indem eine elektrische Stimulation dieses Gebiets mit der sogenannten "Tiefen Hirnstimulation" durchgeführt wurde. Arbeitsgruppen aus den USA und Japan hatten dazu Studien veröffentlicht. Eine direkte elektrophysiologische Aktivität aus dem Thalamus bei bewusstseinsgestörten Patienten als Antwort auf emotionale Reize war bisher jedoch noch nicht aufgezeichnet worden.
Die Düsseldorfer Neurologen schlussfolgern, dass die gefundene intakte Funktion innerhalb eines schwer geschädigten neuronalen Systems als klinischer Marker und therapeutisches Ziel bei chronisch bewusstseinsgestörten Patienten dienen könnte. "Die Methode der Tiefen Hirnstimulation könnte somit zu einer differenzierteren Einschätzung des individuellen Zustands von Patienten beitragen während sie ferner einen therapeutischen Ansatz liefert."



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