Die Ermittlungen zum Ausspähen des Mobiltelefons von Angela Merkel sind mittlerweile eingestellt worden. Die Behörde von Generalbundesanwalt Harald Range hat es nicht geschafft, die Hintergründe um die Spähaktion auf das Handy der Kanzlerin aufzudecken. Die Ermittlungen würden eingestellt, weil sich "der Vorwurf mit den Mitteln des Strafprozessrechts nicht gerichtsfest beweisen lässt", so der Generalbundesanwalt.
Putin and Merkel
"Ich hatte Sie gewarnt... Jetzt haben Sie den Salat!"
Gut, man könnte auch meinen, ein Sack Reis in China ist umgefallen, von der Brisanz der Meldung her wäre es sicher interessanter. Wer damals wie auch heute blauäugig annimmt, die USA wie auch andere Staaten bzw. deren Geheimdienste würden davor zurückschrecken, selbst Bündnispartner oder sogenannte "Freunde" auszuspionieren, dem ist nicht mehr zu helfen.

Aber wie schon der ehemalige NSA-Chef Michael Hayden einräumte, ist es keine Sache für eine offizielle Entschuldigung, dass das Handy der Kanzlerin ausspioniert würde. Wohl aber dafür, dass es publik geworden ist. Dass nun die Hintergründe nicht aufzudecken sind seitens der deutschen Behörden, dürfte wohl angesichts des kleinen Skandals um die Trojaner auf den Rechnern des Bundestags und dessen Abgeordneten nicht verwunderlich sein. Wie selbst schon Frau Merkel erklärte vor einiger Zeit, ist es für die Bundesregierung und deren Behörden ja "Neuland".

Dass Amerika technisch und organisatorisch bei der Spionage auf hohem Niveau agiert, sollte wohl bekannt sein. Dass die Mühlen der deutschen Behörden ebenso langsam mahlen und dabei nicht gerade gründlich sind - abgesehen von den Finanzämtern - ist eine ebensolche Tatsache. Also ist es auch nicht verwunderlich, wenn der Generalbundesanwalt es trotz immenser Möglichkeiten nicht schafft. Oder war hier wieder die diplomatische und politische Bremse im Spiel?