Gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) werden in Schottland nicht erlaubt werden, das hat der Minister für Umwelt und ländliche Angelegenheiten Richard Lochhead angekündigt. Schottland soll weiterhin den Status sauberes und grünes Schottland halten und dieses gilt es auch in Zukunft zu schützen.
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Das hätte sich sicher der Präsident und CEO von Monsanto, Hugh Grant, nicht träumen lassen, denn er ist Schotte und begann seine Kariere 1981 in Schottland bei Monsanto. 10 Jahre dauerte es, bis er der globale Strategiedirektor bei Monsanto wurde. Nun hat sich sein Mutterland gegen ihn verschworen und das ist gut so.

„Schottland ist weltweit bekannt für unsere wunderschöne natürliche Umgebung - und das Verbot des Anbaus von gentechnisch veränderten Kulturen müssen wir schützen und den sauberen, grünen Status noch verbessern“, sagte Richard Lochhead.

Die Entscheidung wurde erwartungsgemäß von den grünen Gruppen willkommen geheißen und von Wissenschaftlern und Landwirtschaftsorganisationen beklagt.

Diese Entscheidung ist auch im Widerspruch zur Ansicht der britischen Regierung, die die Forschung von gemanipulierten Pflanzen fördern und später auch bereitstellen wollen. Dazu muss man wissen, dass Monsanto eine eigene Universität in UK hat. Pflanzenzüchtung Internationale Cambridge Limited - Plant Breeding International Cambridge Limited A UK, ursprünglich in öffentlichem Eigentum, dann im Besitz von Unilever und seit 1998 im Besitz von Monsanto. Diese sind im Besitz einer großen Sammlung von Gras-und Baumarten, mit zahlreichen Zuchtprogrammen einschließlich Kartoffeln, Gerste, Winterweizen und Raps. 525 Millionen US $ bezahlte Monsanto an Unilever.

Durch eine neue Regelung, die am 13. Januar 2015 vom EU-Parlament verabschiedet wurde, wird es EU-Mitgliedstaaten erleichtert, den Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) zu verbieten. In der Vergangenheit waren die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, für ein Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorzulegen. Wurde eine so genannte Schutzklausel ausgesprochen und nicht mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen belegt, konnten Anbieter genmodifizierter Organismen wie Monsanto den Mitgliedstaat verklagen. In Zukunft dürfen die Mitgliedstaaten auch auf politische Gründe verweisen, wie etwa Landnutzung oder sozioökonomische Auswirkungen eines Anbaus. Zudem kündigte die Kommission an, einen neuen Rechtsrahmen zu erarbeiten, der die Verfahren um die GVO demokratischer gestalten soll.

Richard Lochhead begründete seine Entscheidung, dass Schottland nicht bereit sei „Glücksspiel“ mit der Zukunft der schottischen beliebten Speisen und Getränke zu betreiben. Es gibt keine Hinweise auf eine signifikante Nachfrage nach GVO-Produkten von schottischen Verbrauchern.

Die schottische Regierung wird seine Forderung, in der Europäischen Kommission in Kürze einreichen. Schottland soll von allen europäischen Genehmigungen für den Anbau von gv-Pflanzen, einschließlich der Auswahl von bereits genehmigten genetisch verändertem Mais und sechs weitere gentechnisch veränderte Pflanzen, die sich im Zulassungsverfahren befinden, ausgeschlossen werden. Siehe auch EU-Kommission - Zulassungen für 19 Gentechnik-Pflanzen - EU Commisison authorises new GMOs for food/feed uses

Lochhead erklärte auch, dass mehr unabhängige Forschungen notwendig sei und das Vorsorgeprinzip zur Vermeidung, dass GVO-Kulturen nicht unkontrolliert in freier Wildbahn sich verbreiten.

In den Vereinigten Staaten werden die Bio-Bauern gezwungen, auf andere Kulturen umzusteigen oder Tausende Strafgelder zu zahlen, wenn die Ernte mit GVO verunreinigt wurde. In Europa wird die saubere, natürliche und nicht-GVO-Lebensmittel bevorzugt und laut unseren amerikanischen Aktivisten wird die europäische Protestbewegung gegen GVO oft auch als überwältigend bezeichnet. Nur die Frage stellt sich uns, wie lange können wir uns noch erfolgreich wehren? Bedenken wir, dass das Freihandelsabkommen mit den USA vor der Tür steht.

Siehe Freihandelsabkommen und der Filz.