Alkohol ist an jeder Ecke zu haben - und gehört nicht zuletzt genau aus diesem Grunde zu den gefährlichsten Drogen unserer Zeit.
biergarten,alkohol,gesellschaftsdroge
Alkohol ist gleichzeitig Nervengift und Droge, aber dennoch überall problemlos erhältlich. Alkohol ist zudem absolut gesellschaftsfähig. Ja, nicht selten wird derjenige schräg angesehen, der keinen Alkohol trinken möchte. Das Suchtpotential von Alkohol aber ist derart stark, dass er viele Millionen Menschen fest im Griff hat. Alkohol geht überdies mit zahlreichen Gesundheitsrisiken einher. Aggressivität, Gewalt und die Zerstörung des Familien- und Berufslebens sind weitere alkoholbedingte Folgen. Kaum eine Entscheidung ist daher so weise wie diejenige, ab sofort keinen Alkohol mehr zu trinken.

Alkohol - Die schädliche Wirkung des Nervengifts

Alkohol ist jenes Suchtmittel, das wohl die meisten Menschen schon probiert haben. Während man für den Kauf anderer Drogen gewisse Umwege und Unkosten in Kauf nehmen muss, wird einem der Alkohol spottbillig vor die Füsse gelegt. Also weiss fast jeder, wie herrlich stressmindernd und beruhigend, aber gleichzeitig auch euphorisierend und enthemmend das Nervengift Alkohol wirken kann. Logisch, dass man sich diese "Erholung" immer wieder gönnt. Und logisch, dass Leute, die Alkohol nicht mögen, als die reinsten Langweiler und Spiesser gelten.


Kommentar: Hier sieht man bereits, wie sehr sich der Konsum einer Droge in der Gesellschaft so verselbstständigt hat, dass er zu einer Norm geworden ist; wobei jedem, dem die vielen Schädigungen bewusst sind und Alkohol deshalb meidet, automatisch in eine Schublade, und möglicherweise in die des "Außenseiters" gesteckt wird...

Alkohol ist viel schädlicher als Heroin oder Kokain - und trotzdem gesellschaftlich akzeptiert. Woher kommt dieser Widerspruch?


Wer jedoch regelmässig Alkohol trinkt, riskiert viel - nicht nur die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit, sondern auch sein Familien- und Berufsleben. Denn schnell werden aus dem abendlichen Gläschen Wein oder Fläschchen Bier zwei oder drei - und das hat äusserst schädliche Folgen.

Alkohol schädigt alle Organ- und Körperfunktionen

Ob und wie stark die eigene Gesundheit durch Alkohol Schaden nimmt, hängt von vielen Faktoren ab: Von der konsumierten Alkoholmenge, von der Häufigkeit, mit der Alkohol getrunken wird, von den Erbanlagen, dem Geschlecht, dem Körpergewicht und dem allgemeinen Gesundheitszustand.

Doch sobald mehr Alkohol getrunken wird, als der Organismus im Augenblick verstoffwechseln kann, bleibt der Überschuss vorerst im Blut, zirkuliert durch den gesamten Körper und gelangt in jeden Winkel. Dort führt der Alkohol zu massiven Änderungen in der Biochemie des Organismus, schädigt die empfindlichen Nervenzellen und beeinträchtigt sämtliche Organ- und Körperfunktionen.

Selbst ein einmaliges Binge-Drinking (Rauschtrinken, "Komasaufen") kann dem Körper signifikante Schäden zufügen. Und wer gar längerfristig zu viel Alkohol trinkt, handelt sich gleich eine ganze Reihe chronischer Krankheiten oder auch akute gesundheitliche Beschwerden ein. Zu den bekanntesten alkoholbedingten Krankheiten gehören Leberkrankheiten, Bauchspeicheldrüsenschäden, Herz-Kreislauf-Probleme, Krebs und langfristig auch psychische Störungen.

Was ist übermässiger Alkoholgenuss?

Alkohol ist natürlich besonders bei übermässigem Alkoholgenuss schädlich. Da übermässiger Alkoholgenuss sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten bereits die dritthäufigste vermeidbare Todesursache darstellt (nach Rauchen und Bluthochdruck bzw. Übergewicht),


ist klar, dass übermässiger Alkoholgenuss schon lange keine Seltenheit mehr ist. Bei jungen Männern ist Alkohol gar der häufigste Grund für vorzeitigen Tod.

Doch was ist "übermässiger Alkoholgenuss"?

Übermässiger Alkoholgenuss besteht dann, wenn man als Frau 8 und als Mann 15 alkoholische Drinks pro Woche zu sich nimmt. Wer 4 bis 5 oder mehr Drinks innerhalb von zwei Stunden trinkt, gehört bereits zu den Binge-Trinkern, auch dann, wenn dies nur ein Mal im Monat oder im Quartal passiert. (Bei Schwangeren hingegen zählt jeglicher Alkoholkonsum zum übermässigen Alkoholgenuss.)

In den USA ist es bereits jeder Sechste, der sich vier Mal pro Monat dem Binge-Drinking hingibt und nicht nur 4 bis 5, sondern sogar 8 alkoholische Drinks innerhalb von zwei Stunden trinkt. In Deutschland gibt die Hälfte der 18- bis 25jährigen an, sich im vergangenen Monat dem Komasaufen gewidmet zu haben. Bei den unter 18jährigen sind es knapp 20 Prozent.

Sind Sie ein Binge-Trinker?

Unter alkoholischen Drinks werden auch nicht etwa nur starke Longdrinks oder Hochprozentiges verstanden, wie man vielleicht vermuten könnte. Ein alkoholischer Drink ist bereits ein kleines Glas Wein (0,15 Liter), ein Glas Bier (0,3 Liter) oder 40 ml einer Spirituose. Wenn Sie also an einem einzigen Abend 0,6 Liter Wein, 1,8 Liter Bier oder 0,2 Liter Spirituosen trinken, sind Sie ein Binge-Trinker.

Die meisten Binge-Trinker sind zwischen 18 und 34 Jahre alt. Und 90 Prozent des Alkohols, der von Menschen unter 21 konsumiert wird, geht beim Komasaufen über den Tresen. Wer jedoch schon mit unter 21 Jahren den Alkohol für sich entdeckt hat, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Alkoholiker als Menschen, die erst später zum alkoholischen Drink greifen.

Endstation Alkoholismus

Der Weg zum Alkoholismus ist aufgrund der leichten Verfügbarkeit des Alkohols und seiner mehrschichtigen Wirkungen auf die Psyche ein sehr kurzer Weg. Einmal süchtig, wird es jedoch sehr schwer, wieder aus der Abhängigkeit heraus zu finden. Und selbst wenn man die Anstrengung einer Entziehung auf sich nimmt, so besteht nur eine kleine Chance, dass man dauerhaft trocken bleibt. Nur einem von sieben Alkoholikern soll dies gelingen. Alle anderen werden binnen eines Jahres wieder rückfällig.

Klar ist, dass ein Alkoholiker (wenn er den Entzug nicht schafft) keine Zukunft mehr hat - weder beruflich noch privat. Der Alkohol zerstört alle Bereiche seines Lebens. Dem Alkoholiker wird dies jedoch vielleicht gar nicht mehr bewusst, denn das Nervengift vergiftet das Gehirn dermassen, dass sich langfristig die Persönlichkeit verändert (was beim Tabak übrigens nicht der Fall ist). Und einer Person, deren Lebensinhalt die Beschaffung einer Droge ist, ist es letztendlich recht einerlei, ob sie Familie, ein Zuhause oder einen Beruf hat.

Um in den Genuss der schädlichen Auswirkungen des Alkohols zu gelangen, muss man kein Binge-Trinker sein, und Alkoholiker muss man auch nicht sein. Je nach Konstitution schaden bereits beträchtlich kleinere Mengen, worauf wir schon hier hingewiesen hatten: Schon ein Drink täglich führt zur Leberzirrhose

Denn beim Abbau des Alkohols im Körper entsteht Acetaldehyd, eine hochgradig schädliche und krebserregende Substanz, die nicht nur Krebs auslösen, sondern noch viele andere Schäden mehr anrichten kann.

Die Top 10 der alkoholbedingten Krankheiten

Die Top 10 der häufigsten Gesundheitsprobleme, die mit dem Alkoholkonsum einhergehen, sind die folgenden:

1. Leberkrankheiten

Der grösste Teil des konsumierten Alkohols muss von der Leber entsorgt werden. Aus diesem Grund ist die Leber auch besonders stark gefährdet, wenn ein Glas nach dem anderen geleert wird.

Ob sich Leberkrankheiten zeigen, hängt vom Zustand und den Entgiftungskapazitäten der Leber ab, von der Alkoholmenge und dem Zeitraum, in dem der Alkoholmissbrauch stattfindet. Je mehr und je öfter Alkohol getrunken wird, umso höher natürlich auch das Risiko, dass die Leber eines Tages aufgibt.

Bei 90 Prozent aller Menschen, die übermässig Alkohol trinken, entwickelt sich zunächst eine Fettleber. Dies deshalb, weil Alkohol die Leber dazu anspornt, mehr Fett an Ort und Stelle einzulagern. Aus einer Fettleber kann sich dann sehr leicht eine Leberentzündung (Hepatitis) entwickeln - und aus dieser wiederum eine Leberzirrhose (in 40 Prozent aller alkoholbedingten Hepatitiserkrankungen).

Wenn die Leber jedoch nicht mehr in der Lage ist, ihre Funktionen und Aufgaben zu erfüllen, dann kommt es zum Tod durch multiples Organversagen - und zwar oftmals schneller als man glaubt, da sich eine kranke Leber meist erst dann mit Symptomen meldet, wenn sie schon schwer geschädigt ist.

Besteht vorerst nur eine Fettleber und würde der Betroffene den Alkohol noch rechtzeitig aufgeben, bildet sich die Fettleber binnen weniger Wochen zurück (natürlich auch abhängig von der Ernährung). Das vernarbte Gewebe einer Leberzirrhose lässt sich hingegen kaum mehr rückgängig machen.

2. Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Übermässiger Alkoholkonsum bzw. das enstehende Acetaldehyd schadet auch der Bauchspeicheldrüse. Es kommt zur äusserst schmerzhaften Entzündung - meist schon nach 5 bis 10 Jahren regelmässigen Alkoholgenusses. Die Bauchspeicheldrüsenentzündung führt in den meisten Fällen auf direktem Wege ins Krankenhaus. Auch hier ist sofortige Abstinenz erforderlich und kann massgeblich zur Ausheilung beitragen.

Kann man nicht vom Alkohohl lassen, gehen grosse Teile des Bauchspeicheldrüsengewebes zugrunde und die akute Todesgefahr wächst. Es überleben nur 20 bis 60 Prozent der Patienten.

Gibt man das Trinken vorübergehend auf, greift dann aber nach Heilung der Bauchspeicheldrüsenentzündung gelegentlich wieder zur Flasche, kann es zu erneuten akuten Entzündungsschüben, zu einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung und auch zu Bauchspeicheldrüsenkrebs kommen. Die Überlebenschancen bei letzterem sind kaum der Rede wert.

3. Krebs

Wer regelmässig Alkohol trinkt, kann neben Bauchspeicheldrüsenkrebs noch viele weitere Krebsformen entwickeln, für die beim Nichttrinker ein deutlich geringeres Risiko besteht. An erster Stelle stehen hier der Leber- und der Darmkrebs. Aber auch Mund-, Zungen- und Kehlkopfkrebs stehen zur Auswahl. Bei Frauen überdies der Brustkrebs.

Hier ist es das Acetaldehyd und der Alkohol selbst, die gemeinschaftlich zu krebsartigen Zellschäden führen. Wer zeitgleich noch raucht, was bei Alkoholkonsumenten nicht allzu selten der Fall ist, kann mit einem noch höheren Krebsrisiko rechnen, da Tabak den krebserregenden Effekt von Alkohol verstärkt - besonders was Krebsarten des oberen Verdauungstraktes und der Atemwege betrifft.

4. Magengeschwüre und Magen-Darm-Beschwerden

Da der Alkohol zu allererst im Magen landet und dort die Magenschleimhautzellen reizt und schädigt, sind bei Alkoholkonsumenten Magenbeschwerden weit verbreitet - angefangen bei Sodbrennen bis hin zu Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren.

Alkohol regt überdies die Säureausschüttung im Magen an, verzögert die Magenentleerung und beeinträchtigt die Peristaltik (Darmbewegungen, die zu einer reibungslosen Verdauung führen) im gesamten Verdauungssystem. Alkohol verlangsamt, erschwert und verschlechtert somit die Verdauung. Ein Verdauungsschnaps ist daher eine denkbar ungünstige und auch unwirksame Angelegenheit - es sei denn, er enthält verdauungsfördernde Bitterkräuter, doch diese würden ohne Alkohol deutlich besser wirken.

5. Störungen des Immunsystems

Übermässiger Alkoholkonsum schwächt das Immunsystem und macht den Körper anfällig für Infektionen aller Art. Durch den Alkohol fällt die Zahl der weissen Blutkörperchen, und damit schwindet die Kraft der Körperpolizei.

Nach einem netten Abend mit etlichen Drinks ist das Immunsystem für mindestens 24 Stunden deutlich in Mitleidenschaft gezogen und der Organismus in dieser Zeit besonders empfänglich für Krankheitserreger - und zwar nicht nur bei älteren Alkoholkonsumenten.

Junge Leute leiden zwar nachweislich unter einem schwächeren Kater als ältere Leute. Das aber sollte nicht zum Trugschluss führen, man sei in jungen Jahren immun gegen die schädlichen Auswirkungen des Alkohols. In einer Studie stellte man fest, dass selbst bei jungen und gesunden Erwachsenen das Immunsystem durch übermässigen Alkoholgenuss massiv beeinträchtigt wird.

6. Hirnschäden & Suchtgefahr

Bekannt ist längst, dass Alkohol das Gehirn schädigt, dessen Kapazitäten herabsetzt und im Oberstübchen alle Fäden zieht, damit der Alkoholkonsument immer öfter ins Glas schaut.

Letzteres geschieht über die Veränderung der Neurotransmitterspiegel im Gehirn. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die den Nervenzellen Botschaften übermitteln. Auf diese Weise entsteht u. a. unsere aktuelle Stimmungslage. Neurotransmitter entscheiden, ob wir gut gelaunt, vielleicht sogar euphorisch, aber auch niedergeschlagen oder depressiv sind.

Alkohol erhöht beispielsweise die Dopaminkonzentration. Bei hohem Dopaminspiegel fühlt man sich sehr gut. Dopamin wird auch als Neurotransmitter des sog. Belohnungssystems bezeichnet. Es wird immer dann ausgeschüttet, wenn wir Erfolg hatten, z. B. wenn wir einen Wettkampf gewonnen, eine Prüfung bestanden oder unseren Wunschpartner an Land gezogen haben.

Nun ist Alkoholtrinken jedoch nicht gerade etwas sehr Erfolgversprechendes. Der Alkohol tut aber so, als sei er es - und jedes Mal, wenn getrunken wird, fühlt sich der Alkoholkonsument belohnt, als habe er etwas ganz Aussergewöhnliches geleistet. Dieses Gefühl ist so gut, dass man es immer wieder spüren will. Also wird immer wieder getrunken.

Alkohol fördert auch die Ausschüttung von Endorphinen. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, die glückselig und regelrecht euphorisch werden lassen.

Andere Botenstoffe beruhigen und machen unter Alkoholeinwirkung stressresistenter. Der Alkohol hat also eine Menge Tricks auf Lager, um Menschen in die Suchtfalle zu locken.

Und wenn Sie bisher dachten, dass Alkohol ja nur zwei bis drei Stündchen im Blut ist und daher schon nicht so schädlich sein kann, haben Sie sich getäuscht.

Wer beispielsweise bis 23 Uhr 4 Halbe und 4 Schnäpse (2 cl) trinkt, kommt als relativ trinkfester Mann (mit 80 Kilogramm Körpergewicht) auf 1,4 Promille und ist erst wieder um 9 Uhr am nächsten Morgen wirklich nüchtern. Vor 7 Uhr sollte man sich hier auf keinen Fall ans Steuer sitzen, da zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 0,3 Promille im Blut sind.

Bei einer Frau sähe die Sache jedoch ganz anders aus. Wiegt Sie beispielsweise 65 Kilogramm, dann wäre sie um 7 Uhr wieder nüchtern, aber nur wenn sie sich mit der Hälfte der oben genannten Alkoholmenge zufrieden gibt. Trinkt sie dieselbe Menge Alkohol wie der 80-Kilo-Mann, dann wäre sie erst am nächsten Tag um 17.30 Uhr wieder nüchtern. Ans Steuer setzen könnte sie sich frühestens (mit 0,29 Promille) um 15 Uhr.

In all diesen Stunden zirkuliert das Nervengift Alkohol im Körper, vergiftet ihn und führt zu teilweise unwiderruflichen Veränderungen im Gehirn - besonders leicht bei Menschen, die jünger als 25 Jahre alt sind. Bei ihnen befindet sich das Gehirn noch immer in der Entwicklung. Es ist in diesem Zustand noch viel empfänglicher für die schädliche Alkoholwirkung.

7. Mangelernährung und Vitalstoffmängel

Wer übermässig Alkohohl trinkt, läuft ausserdem Gefahr, Vitalstoff- und Nährstoffmängel zu erleiden. Abgesehen davon, dass sich viele Alkoholkonsumenten nicht gerade überschwänglich für eine gesunde Ernährung interessieren und schon aus diesem Grunde nicht optimal mit Nähr- und Vitalstoffen versorgt sind, verstärkt der schädliche Alkohol diese Situation noch.

Wie unter 4. erklärt, verschlechtert Alkohol den Zustand des Verdauungssystems, hemmt die Verdauung und somit die Verwertung der Nahrung. Immer weniger Nähr- und Vitalstoffe können resorbiert werden und immer gravierender werden die Mängel.

Häufig kommt es zur Blutarmut, da Alkohol die Bildung der roten Blutzellen beeinträchtigt und im Extremfall auch noch zu Blutverlust infolge innerer Blutungen des Verdauungssystems führt.

Die schlechte Nährstoffversorgung bei übermässigem Alkoholkonsum betrifft natürlich auch die Nährstoffe, die zur Knochengesundheit beitragen. Daher kommt bei Alkoholkonsumenten auch überdurchschnittlich häufig eine Osteoporose vor.

8. Osteoporose

Besonders wenn bereits in jungen Jahren mit dem Alkoholgenuss begonnen wird, erhöht dies ganz massiv das Risiko in späteren Jahren an Osteoporose zu erkranken. Alkohol ist hier so schädlich, dass er u. a. das Gleichgewicht zwischen Calcium, der Vitamin-D-Produktion und dem Cortisonspiegel stört. Dies schwächt die Knochenstruktur und führt zu einer Abnahme der Knochendichte.

9. Herz-Kreislauf-Krankheiten

Wer an Bluthochdruck leidet, bekommt vom Arzt häufig gesagt: Kein Alkohol! Denn Alkohol erhöht den Blutdruck. Er regt die Ausschüttung eines Hormons an, das wiederum zu einer Verengung der Blutgefässe führt. Alkohol kann ausserdem direkt den Herzmuskel schwächen und überstrapazieren. Man spricht dann von Kardiomyopathie. Auch Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte und der plötzliche Herztod können sich aus der schädlichen Alkoholwirkung ergeben.

Schlaganfälle sind immer wieder die plötzlichen Folgen von Binge-Drinking, da es während der Erholungsphase des Körpers zu starken Blutdruckschwankungen und einer verstärkten Blutgerinnung kommt. Diese tödliche Kombination erhöht ganz extrem das Schlaganfallrisiko.

10. Alkohol verändert die Persönlichkeit

Alkohol ist also - wie jede Droge - äusserst zerstörerisch. Doch schadet der Alkoholtrinker im Allgemeinen nicht nur sich selbst, sondern fügt auch anderen Menschen grosse Schäden zu (Ehepartnern, Kindern). Dabei muss es sich nicht unbedingt um Schläge oder andere körperliche Gewalttätigkeiten handeln - wodurch die Qual umso subtiler und von Aussenstehenden kaum erkennbar wird.

Das Nervengift Alkohol verändert die Wahrnehmung, die Persönlichkeit und das Verhalten des Alkoholkonsumenten derart - und zwar auch dann, wenn das Trinken z. B. "nur" ein Mal pro Woche oder pro Monat stattfindet. Der Alkoholkonsument ist in der Zeit des Trinkens (und in den Stunden danach) nicht mehr zurechnungsfähig, er ist seiner Familie keine Hilfe, verliert seine Zuverlässigkeit und quält seine Angehörigen nicht selten mit psychoterrorähnlichem Gebaren.

Er sagt beispielsweise Dinge, die ihm später leid tun oder die er selbst als gar nicht so gravierend empfindet, die den anderen aber demütigen oder schwer verletzen. Auch seine Blicke verändern sich und können fremd, bedrohlich oder entrückt wirken. All das verunsichert und verängstigt Angehörige und besonders Kinder und kann bei ihnen zu massiven psychischen Störungen beitragen.

Man geht übrigens von jedem siebten Kind aus, das mit übermässigem Alkoholkonsum in der Familie konfrontiert ist. Und bei jedem dieser Kinder steigt das Risiko, einmal selbst zum Alkoholiker zu werden um das Sechsfache.

Kinder: Die Opfer, wenn Eltern trinken

Trinkt ein Elternteil immer wieder und verändert sich in den wenigen Stunden des Trinkens (wird still, wird gereizt, wird übermässig fröhlich, wird laut, wird gemein oder ungerecht, wird streitlustig, zerstört Dinge etc.), verliert die Person das Vertrauen ihrer Kinder - und die Kinder verlieren das dringend erforderliche Gefühl von Sicherheit und Liebe im eigenen Heim.

Ein solcher Zustand kann beim Kind oder Teenager - je nach Persönlichkeit und Alter - zu unterschiedlichen Entwicklungen führen. Beim einen entstehen Aggressionen oder Hyperaktivität, der andere zieht sich in sein Schneckenhaus zurück. Der nächste sucht sein Heil ebenfalls im Alkohol oder anderen Drogen und der übernächste will das Problem kompensieren, indem er sich - oft im Alter von unter 10 Jahren - aufopfernd um die kleineren Geschwister kümmert, den Haushalt schmeisst und kocht.

Bei allen aber kann sich ein chronischer Stresszustand entwickeln, eine permanente innere Alarmbereitschaft aufgrund der jetzt fehlenden Rückzugsmöglichkeiten im eigenen Zuhause und der fehlenden Verlässlichkeit derjenigen Menschen, auf die man als Kind angewiesen ist.

Das Kind lauscht auf jedes Geräusch, hat Angst, dass es wieder beginnt. Es fürchtet, in jedem Augenblick die lauten Stimmen zu hören oder die bedrückende Stille zu spüren. Es fürchtet das Ploppen des Korkens und den Geruch des Alkohols. Es erstarrt, wenn der Wind eine Tür zuschlägt, weil es so ähnlich klingt, wenn der Trinkende den Stuhl auf den Boden wirft. Es erträgt die ängstlichen Augen der Mutter nicht, die gleichzeitig den Trinker in Schutz nimmt. Das Kind fühlt sich so hilflos, so verloren, so einsam... auch dann, wenn die gefürchteten Abende, an denen getrunken wird, nur wenige Male im Monat stattfinden. Niemand weiss, wann das nächste Mal sein wird.

Und gerade weil es nicht alltäglich ist, weil alles am nächsten Tag wieder so normal zu sein scheint, versucht das Kind zu vergessen und zu hoffen, dass es das letzte Mal war. Doch es war nicht das letzte Mal.

Schädliche Alkohol-Folgen, an die niemand denkt

Die ständige Alarmbereitschaft, in die Kinder und Jugendliche versetzt werden, wenn zu Hause die Stimmung immer wieder infolge von Alkohol kippt, kann mit dem Erwachsenwerden nicht einfach abgeschüttelt werden. Oft wird sie ins weitere Leben mitgenommen.

Es entwickeln sich nicht selten hochsensible Menschen mit der Neigung zu Depressionen und/oder Angststörungen. Menschen, die - wie einst in der Kindheit - auf jedes Geräusch und jeden Geruch achten, als hinge ihr Leben davon ab. Sie werden lärm- und geruchsempfindlich, erschrecken bei lauten Stimmen und nehmen intensive Gerüche als unerträglich wahr.

Alltägliche Dinge, die andere Menschen überhaupt nicht bemerken, werden als Bedrohung empfunden, führen zu Dauerstress und Rückzug. Vertrauen in andere Menschen oder in das Leben an sich, ist kaum vorhanden. Natürlich spricht keiner der Betroffenen darüber, man spürt ja selbst, dass "das" nicht normal ist. Aussenstehende erleben daher einen solchen Menschen als allerhöchstens etwas schüchtern oder zurückgezogen. Im Grunde aber scheint er ganz normal zu sein.

Die bittere Qual im Innern dieses Menschen sieht niemand. Und so weiss auch kaum jemand, auf welche Weise der - von den Eltern "nur" ab und zu genossene - Alkohol Menschen zerstören kann und wie er ihr Leben noch viele Jahrzehnte später extrem belasten kann.

Langsam aber sicher dringt es auch an die Öffentlichkeit, wie viele solcher hochsensibler Menschen es in Wirklichkeit gibt. Viele unter ihnen entwickeln chronische Krankheiten wie z. B. die Fibromyalgie oder die Chronische Chemikaliensensitivität. Sie sind anfällig für das Burnout-Syndrom und kämpfen gegen Panik- und Angststörungen. Sicher war nicht bei jedem ein Alkoholproblem der Eltern der Auslöser, doch ist dies in jedem Fall eine der möglichen Ursachen.

Alkohol in der Schwangerschaft

Alkohol schädigt Kinder jedoch schon viel früher, nämlich dann, wenn während der Schwangerschaft getrunken wird. Und so werden alljährlich 60.000 Babys aufgrund des Alkoholkonsums ihrer Mütter untergewichtig geboren. Allein in Deutschland kommen zusätzlich pro Jahr weit über 5.000 Babys mit geistig-intellektuellen Defiziten und psychischen Auffälligkeiten zur Welt - weil ihre Mütter während der Schwangerschaft nicht auf Alkohol verzichten wollten.

In der Schwangerschaft ist überdies jedes einzelne Glas Wein zu viel. Denn der Alkohol gelangt ohne Umwege zum ungeschützten Embryo, der in Nullkommanichts denselben Promillegehalt wie die Mutter aufweist. Schon Alkohol-Spuren setzen den Baby-Körper einem vermeidbaren Risiko aus! Verschonen Sie also Ihren Frauenarzt, die Hebamme oder Baby-Internetforen mit Fragen wie: Kann ich denn nicht mal wenigstens ein Glas Rotwein trinken? Darf ich wirklich keinen einzigen Schluck trinken?

Entscheiden Sie sich einfach zwischen dem Wohlergehen Ihres Kindes und Ihrem gelegentlichen Alkoholgenuss. Sobald Sie sich für letzteres entschieden haben, dürfen Sie trinken, so viel Sie möchten.

In diesem Zusammenhang wäre es fast schon ein Segen, wenn Alkoholkonsum die Fruchtbarkeit reduzieren würde. Bei Männern ist dies bereits der Fall, denn Studien zeigten, dass bereits fünf Bier pro Woche die Spermiengesundheit reduzieren können.

Alkoholbedingte Verkehrsunfälle

Nicht ausser Acht lassen sollte man ausserdem die jährlich etwa 10.000 Menschen, die allein in den USA bei alkoholbedingten Verkehrsunfällen ums Leben kommen (in Deutschland sind es über 300). Die alkoholisierten Verursacher, falls sie beim Unfall ebenfalls umkamen, sind bei der amerikanischen Zahl NICHT mitgerechnet! Zusätzlich werden in Deutschland pro Jahr fast 5.000 Menschen bei alkoholbedingten Verkehrsunfällen schwer und mehr als 12.000 Menschen leicht verletzt.

Wie mag sich jemand fühlen, der seinen liebsten Menschen nur deshalb verliert, weil sich irgendjemand in massloser Selbstüberschätzung oder Gedankenlosigkeit nach Alkoholkonsum hinters Steuer setzte?

Keine Party ohne Alkohol?

Wir sind daher der Meinung, dass alkoholische Getränke nicht zur Standardausstattung des Kellers oder Kühlschranks gehören sollten, sondern - wenn überhaupt - besser nur für besondere Anlässe in überschaubaren Mengen gekauft werden sollten. Auf diese Weise lernen auch Kinder automatisch, dass Alkohol kein Getränk für jeden Tag ist und dass Binge-Drinking wirklich völlig uncool ist.

Denn wer zum Chillen oder Feiern erst den Vollrausch benötigt, ist weder Partylöwe noch Stimmungskanone, sondern ein dringender Fall für die Psychotherapie. Denn es ist ihm/ihr offenbar nicht möglich, auch ohne Alkohol Spass zu haben, geschweige denn ein wenig weiter als bis zur nächsten Party zu denken.

Und selbst zum blossen Anstossen gibt es statt Alkohol deutlich hochwertigere Getränke, die dem Anlass auch wirklich gerecht werden. So schenkt beispielsweise ein frisch gepresster Rote-Bete-Ananas-Mix mit einem Schuss prickelndem Mineralwasser dem besonderen Anlass viel mehr Wertschätzung als eine schnell gekaufte Flasche Sekt.

Falls es Ihnen schwer fallen sollte, auf den schädlichen Alkohol zu verzichten, könnten Sie in Wirklichkeit ein Darmproblem haben. Man weiss nämlich, dass das sog. Leaky-Gut-Syndrom die Lust auf Alkohol anheizen kann. Wird das LGS ausgeheilt, schwindet auch die Gier nach alkoholischen Getränken und der Absprung vom Alkohol gelingt leichter. Weitere Infos dazu finden Sie hier: Gesunder Darm schützt vor Alkoholismus


Alkoholfreie Getränke - Getränke ohne schädliches Nervengift

Im Grunde verhält es sich mit alkoholischen Getränken wie mit Zigaretten. Denn wem schmeckt schon die erste, zweite oder dritte Zigarette? Genauso sind für unbeeinflusste und unbeschädigte Geschmacksknospen weder Wein, Bier noch Spirituosen geschmackliche Erlebnisse. Im Gegenteil, der Organismus reagiert zunächst mit Ablehnung und signalisiert, dass es sich bei alkoholischen Getränken um nichts Trinkbares handelt. Erst nach einer gewissen Gewöhnungszeit glaubt man, es handle sich beim schädlichen Nervengift um einen Genuss.


Kommentar: Hier also wieder die übliche Anti-Raucher-Propaganda. Es gibt viel unabhängige Forschung zum Thema, die zeigt, dass Nikotin sehr nützlich sein kann:

Warum daher nicht gleich von Vornherein auf alkoholfreie Getränke setzen? Cocktails, Longdrinks, Bowlen etc. schmecken ohne Alkohol äusserst lecker, sorgen für klaren Kopf, eine unfallfreie Heimfahrt, ein katerfreies Erwachen am nächsten Tag und liefern zusätzlich gesunde Vitalstoffe - wie z. B. der Maracuja frizzante. Dazu mischt man für zwei Gläser 150 ml Maracuja-Saft mit 1 EL Zitronensaft und jeweils 100 ml Ananas-Saft und Orangen-Saft. Das Ergebnis giesst man in zwei Gläser mit Eiswürfeln und füllt mit Mineralwasser auf.

Auch der Granatapfel-Dattel-Shake ist herrlich köstlich - und während Alkohol für das Herz äusserst schädlich ist, heilt das wertvolle Organ beim regelmässigen Genuss dieses Shakes: Der Shake für Ihr Herz

Weitere leckere Rezepte für erfrischende Getränke finden Sie hier: Erfrischende Sommergetränke und hier: Frucht-Cocktails


Quellen: