Zwei Jahre danach haben sie auf dem Kiewer Maidan Schautafeln aufgestellt; Farbfotocollagen aus den Leben jener, die bei den Schusswechseln starben, Schnappschüsse, Familiensituationen, Hobbies. Es ist wie Blättern in Fotoalben. Dutzende starben hier beidseits der Barrikaden. Und die Korruption ist längst nicht besiegt: War es das wirklich wert?
"Ich wünschte, all das wäre nicht passiert. Wir hatten ja schon 2004 einen Maidan, damals ohne Blutvergießen. Für mich ist es wie ein Albtraum. Es belastet, und die Ereignisse mit Russland beunruhigen mich."
Kommentar: Der Coup wurde in der Ukraine bewusst von westlichen Kräften inszeniert, um Russland zu bedrohen.
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- Überraschung: Journalismus im WDR! Wer waren die Todesschützen auf dem Maidan in Kiew?
"Ich denke, die Jungs sind nicht umsonst gestorben. Lange Zeit wollte die Ukraine wirklich unabhängig werden, nun ist es geglückt, es war mein lebenslanger Traum: unabhängig von der Kreml-Führung, die uns regierte."
Kommentar: Und jetzt werden sie von einer Terror- und illegitimen Regierung beherrscht.
- Dokumentation zeigt die wahren und hässlichen Masken der Revolution von Kiew
"Revolution der Würde" haben sie den Aufstand rückblickend getauft. In Abgrenzung zur Orangenen Revolution zehn Jahre vorher, als es "nur" gegen Wahlfälschungen ging. Diesmal seien die Leute für ein generell besseres, würdigeres Leben auf die Straße gegangen, ohne Korruption, für einen Systemwechsel. Der allerdings lässt auf sich warten; auch die neue Führung umwehen Korruptionsvorwürfe, weiter halten Oligarchen viele Fäden in der Hand.
Kommentar: Ganz einfach, weil die Revolution von Außen initiiert wurde.
"Die Situation mit der Korruption ist nicht so dramatisch, wie gesagt wird"
"Die Korruption ist nicht verschwunden. Aber in ein oder zwei Jahren kann man nicht viel ändern. Wie lange hat Europa für die Demokratie gebraucht? Und Amerika? Nicht nur ein, zwei Jahre."
Kommentar: Viele Menschen leben scheinbar einen unwirklichen Traum.
"Ich denke, wir haben einen guten Präsidenten und die Situation mit der Korruption ist nicht so dramatisch, wie gesagt wird."
Kommentar: Poroschenko ist ein "guter" Präsident, der tausende auf dem Gewissen hat:
- Kiews Junta tötet mindestens 12 Zivilisten während "Friedensverhandlungen"
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- Nazigarde in der Ukraine jagt und erschießt Zivilisten: Aussagen von Augenzeugen
- Kiewer Nazigarde erschoss verwundete Patienten in einem Krankenhaus
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- Das Odessa-Massaker des Prawyj Sektor
- Ukrainische Armee tötet eigene Bürger
- Bürgerkrieg wird Normalzustand: Waisenhaus gerät wiederholt bei Granatfeuern ukrainischer Soldaten unter Beschuss
- NATO-Staaten unterstützen Mord-Operation an Zivilisten in der Ukraine
- Der Mainstream schweigt wieder: Raketenwerfer gegen ukrainische Kinder
- Ukrainische Regierung schließt Zivilisten ein: Flucht unmöglich aus Krisengebieten
"Ich vertraue diesen Betrügern nicht. Sie berauben das Volk und lassen sich durchfüttern. Regierung und Parlament sind zu nichts nutze: Korrupte Hundesöhne, weit weg vom Volk."
Kommentar: Zum Glück realisieren einige Bürger den wahren Zustand der Ukraine.
Tatsächlich erlebt die Führung des Landes - jedenfalls in Umfragen - einen schwindelerregenden Verlust an Vertrauen mit Messwerten teilweise noch unter jenen des früheren Regimes. So bekennen die Befragten mehrheitlich, sie vertrauten der Kirche, auch den Freiwilligenbataillonen im Osten. Der regulären Armee dann schon weniger, dem Präsidenten aber trauen inzwischen nur noch 17, der Regierung neun Prozent der Befragten, und dem eigenen Parlament klägliche sechs Prozent. Damit rangiert das hohe Haus etwa auf dem Niveau russischer Staatsmedien, denen in der Ukraine auch kaum noch jemand traut.
Doch all das mündet nicht in neue Revolutionsstimmung. Die Leute schimpfen zu Hause. Und draußen, auf dem Maidan in Kiew, spürt man trotz schwerer Probleme im Land dann doch so etwas wie grundsätzlichen Optimismus.
Kommentar: Weil keine westlichen Mächte das Feuer entfachen werden und sie ihr Ziel erreichten: Die Ukraine zu zerstören.
"Wir hoffen auf bessere Zeiten. Es gibt Veränderungen, man spürt sie, und das ist schon ein gutes Zeichen. Und wenn es sich erst bessert, dann wollen die Menschen auch mehr. Wir wollen mehr! Aber wie und wann wirklich bessere Zeiten kommen, weiß niemand."
Kommentar: Und das ist leider das Problem, für normale Bürger wird sich nichts bessern, sondern nur für die Mächtigen und Korrupten.
"Wirtschaftlich hat sich nichts verändert. Aber in den Köpfen schon. Und man muss auch opfern können. Für die Unabhängigkeit."
Kommentar: Für die Unabhängigkeit von russischem Gas, damit Menschen frieren?
"Das Atmen ist leichter geworden. Sich bewegen und leben geht besser jetzt. Finanziell ist es schwieriger, aber moralisch leichter."




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