Mit dem Rücktritt des Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk ist ein neues Kapitel der politischen Ungewissheit in der Ukraine aufgeschlagen worden, wie die „New York Times“ (NYT) schreibt.
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© REUTERS/ Konstantin Grishin
Jazenjuk habe neben Präsident Pjotr Poroschenko die meiste Unterstützung des Westens genossen, welcher diesen zwei Politikern zugetraut hatte, die Machtverhältnisse in der Ukraine sichern zu können. Als aber offensichtlich wurde, dass diese beiden nicht miteinander arbeiten können, haben sich die westlichen Verbündeten für Poroschenko entschieden und Jazenjuk zum Rücktritt gedrängt, so die US-Zeitung.

Der Westen habe das Vertrauen in Jazenjuk wegen dessen zahlreicher Misserfolge und Skandale verloren, schreibt die NYT weiter. Der Premier habe nicht nur finanzielle und politische Probleme nicht in den Griff bekommen, sondern diese gar noch verstärkt, indem er Korruption förderte und die Macht der Oligarchen stärkte. Selbstständig, ohne die Reichen des Landes, habe Jazenjuk nicht eine einzige Frage gelöst, betont der Artikelautor.

Wie der Vorsitzende der Fraktion des Blocks Petro Poroschenkos in der Obersten Rada (ukrainisches Parlament), Juri Luzenko, in einem Telefoninterview gegenüber der NYT sagte, „konnte er (Jazenjuk - Anm. d. Red.) sich einfach nicht abgewöhnen, sich vor jeder wichtigen Entscheidung mit Oligarchen zu beraten.“

Am Ende sei Jazenjuk zum Symbol der Aussichtslosigkeit geworden, in die die Ukraine nach Ende des rücksichtslosen, proeuropäischen Aufschwungs geraten sei, schließt dir NYT.