
„Die Marsoberfläche ist bedeckt mit einer dünnen Schicht radioaktiver Substanzen, darunter Uran, Thorium (s. f. Abb.) und radioaktivem Kalium“, erläuterte Brandenburg 2011 gegenüber dem (heute nicht mehr aktiven) „BBCNewsBlog.com“. „Das Verteilungsmuster dieser Schicht führt strahlenförmig von einem Punkt auf der Oberfläche aus. (...) Eine nukleare Explosion könnte die radioaktiven Partikel über den ganzen Planeten verteilt haben. (...) Karten der Gammastrahlenmesswerte auf dem Mars zeigen einen großen roten Fleck, der wie ein strahlenförmiges Verteilungsmuster der Trümmer aussieht. (...) Auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten gibt es hinzu mit der Cydonia Mensae einen weiteren, anderen ‚roten‘ Ort (auf den Karten).“

Kommentar: Vielleicht gibt es ja immer noch intelligentes Leben auf dem Mars?
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Laut Brandenburgs Theorie ereignete sich die Explosion mit der Kraft von einer Millionen Megatonnen Wasserstoffbomben in der nördlichen Marsregion „Mare Acidalium“ (s. Abb.), genau dort also, wo sich tatsächlich eine signifikante Konzentration von Radioaktivität finden lässt.
Kritiker verweisen hingegen auf Untersuchungen zahlreicher Meteoriten vom Mars, aus denen bislang keine Anhaltspunkte auf eine einstige nukleare Explosion auf dem Roten Planeten abgelesen wurden. Zudem halten sie die von Brandenburg ebenfalls als Beweise für seine Theorie vorgelegten Nachweise von Trinitit-artigen (als Folge der Nuklearexplosionen in der frühen Marsatmosphäre) Mineralien für vulkanisches Glas.
„Diese (in der Atmosphäre des Mars und nicht direkt auf dessen Oberfläche gezündeten) Bomben haben keine Krater hinterlassen“, erläutert Brandenburg in einem Interview mit der US-Journalistin Linda Moulton Howe und führt weiter aus: „Wir haben es also mit einer hochentwickelten, Raumfahrt betreibenden Rasse zu tun, die gewaltige nukleare Waffen in einer rücksichtslosen Art und Weise einsetzt. Die Wirkung dieser Waffen war so groß, dass die Absicht nicht nur darin lag, jeden in den Zielregionen Cydonia Mensae und Galaxias Chaos zu töten - es ging grundsätzlich darum, den (gesamten) Planeten zu sterilisieren. Das war deutlich mehr als ein Übermaß an Zerstörung. Wer auch immer dies getan hat, das Ziel war ein vollständiger Genozid des Mars. Man wollte die Marszivilisation zerstören, so dass sie niemals mehr auferstehen konnte. Das würde auch die fehlende Atmosphäre (und das fehlende Wasser) des heutigen Mars erklären.“
- Das vollständige Interview mit Brandenburgs mit Moulton-Howe finden Sie HIER
Derweil ist eine wissentliche Beteiligung des US-Verteidigungsministeriums an Brandenburgs bevorstehender Präsentation unklar: Während eine Pressemitteilung erklärte, Brandenburg habe seine neuesten Entdeckungen und Beweise für seine Theorie dem US-Verteidigungsministerium vorgelegt und vom Pentagon, nach einer „sechsmonatigen Analyse der Daten nicht nur eine Druckbewilligung sondern auch die Erlaubnis erhalten, diese auf der bevorstehenden ‚Space-Konferenz‚ (vom 13.-16. September 2016) vorzustellen“, erklärt der Physiker gegenüber Moulton-Howe lediglich, er und seine Kollegen hätten (da sie u.a. für das US-Verteidigungsministerium arbeiten) ihre Ergebnisse dem Pentagon vorgelegt und „nach sechs Monaten (Anm. GreWi: in denen es offenbar zu keiner Rückmeldung des Pentagons kam?), dann entschieden, diese zu veröffentlichen.“ Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung lag GreWi noch keine Klärung dieser Frage vor.
So kontrovers die Reaktionen auf Brandenburgs bisherige Ausführungen und sicherlich exotische Interpretationen der NASA-Daten diskutiert und von Skeptikern und Kritikern abgelehnt werden, so heftig dürften auch die Reaktionen des Fachpublikums der Space-Konferenz ausfallen. Man darf also gespannt sein.
Ganz so abwegig, wie die grundsätzliche Theorie zunächst klingt, scheint aber zumindest die Vorstellung natürlicher Nuklearexplosionen auf dem Mars nicht zu sein. Schon 2011 bezeichnete Dr. David Beaty vom „Jet Propulsion Laboratory“ (JPL) gegenüber der BBC Brandenburgs Theorie als „faszinierende Idee“. Um diese jedoch wissenschaftlich zu überprüfen, müssten gänzlich neuen Missionen zu Roten Planeten geplant werden. Im Wettstreit mit anderen, möglicherweise dringlicheren Fragestellungen, etwa über einstiges oder sogar noch vorhandenes Leben auf dem Mars, müsste man die Bedeutung dieser Theorie zunächst sorgfältig abwägen.“




Kommentar: Kometen können ähnliche und oftmals viel stärkere Effekte hervorrufen als Kernwaffen. Warum Herr diese Möglichkeit nicht in Betracht zu ziehen scheint und stattdessen auf der Kerwaffentheorie beharrt, entzieht sich bisher unserem Verständnis. Oder vereinfacht scheint er nicht Ockhams Rasiermesser nicht anzuwenden: Mehr über Kometen und ihren Einfluss auf unser Sonnensystem finden Sie hier: