Die Film- und Serienwelt bietet Psychopathen eine große Bühne. Tatsächlich gibt es mehr von ihnen, als die meisten glauben. Die gute Nachricht: nicht alle gehen über Leichen.
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„Einer von fünf CEOs ist ein Psychopath“, titelte der Telegraph kürzlich und berief sich auf eine Studie des Australiers Nathan Brooks. In der Gesamtbevölkerung sieht es anders aus: hier gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl bei etwa einem Prozent liegt.


Kommentar: Lobaczewski geht insgesamt von 6% aus, Martha Stout, dass eine Person von 30 ein Psychopath ist.

Politische Ponerologie
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Wesentlich höher dürfte aber die Anzahl der so genannten „subklinischen Psychopathen“ sein. Gemeint sind Menschen mit sehr eingeschränktem Einfühlungsvermögen und Gewissen, die besonders egoistisch vorgehen, wenn es um das Erreichen ihrer Ziele geht. (Der Psychiater Ronald Schouten spricht in seinem Buch Almost a Psychopath von fünf bis fünfzehn Prozent.)

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass wir im Laufe unseres Lebens auf Menschen treffen, die psychopathische Merkmale aufweisen. Meist bleiben diese Begegnungen flüchtig. Unangenehm wird es, wenn wir solchen Menschen nicht ausweichen können. Das gilt besonders am Arbeitsplatz. Experten raten im Umgang mit verhaltensauffälligen Personen Folgendes:

  1. Meiden Sie die Person wenn möglich! HR-Chefs können durch mehrstufige Interviews und die Überprüfung von Referenzen (Psychopathen sind oft notorische Lügner) vorbeugen. Wenn Sie den Umgang wirklich nicht meiden können, gilt:
  2. Akzeptieren Sie, dass Sie die Person nicht ändern können. Seien Sie sich Ihrer eigenen Schwächen bewusst und lassen Sie sich nicht ausnutzen.
  3. Eine einzelne Lüge kann ein Missverständnis sein. Drei Lügen oder gebrochene Versprechen sind es nicht. Achten Sie darauf, was die Person tut, nicht darauf, was sie sagt.
  4. Pflegen Sie die ehrlichen Beziehungen und Freundschaften mit Ihren Kollegen. So verhindern Sie, dass die Person Ihr Umfeld missbraucht und gegen Sie wendet.
  5. Machen Sie es der Person einfacher, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, als sich gegen Sie zu wenden.
Grundsätzlich gilt: verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl. Und falls Sie besorgt sind, selbst ein Psychopath zu sein: keine Sorge, Psychopathen sorgen sich nicht um solche Dinge!

Zum Original-Artikel von Time-Magazine-Autor Eric Barker geht es hier.