
Die Idee ist simpel: An Drohnen, die mehr als dreimal so groß sind wie Honigbienen, wird ein klebendes Gel angebracht. Damit fliegen sie gegen die Blüten von Pflanzen, nehmen Pollen auf und geben sie an andere wieder ab.
Bienen, Schmetterlinge und Co. könnten in der Tat Hilfe gebrauchen: In weiten Teilen der Welt sind Pflanzen bestäubende Insekten bedroht; in einigen Ländern bis zu 50 Prozent der Bienenarten.
Wissenschaftler der britischen Universität Reading nannten vor einigen Monaten fünf Hauptgründe, warum die Zahl der Bestäuber insgesamt zurückgeht: die immer intensivere Landwirtschaft, durch die den Tieren weniger echte Natur zur Verfügung steht, giftige Pestizide, der Klimawandel, Krankheitserreger wie die Varroa-Milbe sowie in Ökosysteme einwandernde Fressfeinde. Dabei leisten die Bestäuber einen kaum vorstellbaren Beitrag in der Landwirtschaft - auch finanziell gesehen. Schätzungen zufolge sorgen sie dafür, dass Feldfrüchte im Wert von bis zu 577 Milliarden US-Dollar im Jahr zusätzlich geerntet werden können.
Miyakos Team steht mit seiner Entwicklung noch am Anfang, für einen Einsatz im Freien sind die Drohnen noch nicht bereit. Auf Videos ist zu sehen, dass sie noch recht unbeholfen fliegen. Bislang gelang es, die Blüten von Japanischen Lilien zu bestäuben.
dpa



Kommentar: Ob Bienen von diesen Drohnen tatsächlich Hilfe erhalten können oder gar ersetzbar werden, ist stark in Frage zu stellen. Bienen haben sich seit Jahrmillionen in diese Welt hineinevolutioniert und sind komplexe Verbindungen mit Ökosystemen eingegangen. Diese Technik wird erst seit Kurzem entwickelt und kann letzten Endes auch zu noch nicht vorhersehbaren Unwägbarkeiten führen:
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