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Die Amerikaner sind besorgt über die unlängst von der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichten Bespitzelungsmethoden des US-Geheimdienstes CIA. Das hat eine aktuelle Studie des TV-Senders Fox News ergeben.

Demnach äußerten 74 Prozent der befragten Amerikaner ihre Besorgnis über solche potentiellen Datenlecks bei der CIA, 70 Prozent machten sich Sorgen über die Bespitzelungstechnologien der US-Geheimdienste insgesamt.

Weitere 31 Prozent bewerten die WikiLeaks-Aktivitäten selbst positiv, aber mit 46 Prozent fast die Hälfte negativ. Elf Prozent der Befragten hätten diese Frage nicht beantworten wollen. Zwölf Prozent wollten nie von der Enthüllungsplattform gehört haben.

Befragt wurden für die Studie über 1.000 Amerikaner. Der statistische Fehler lag bei unter drei Prozent.

Zuvor hatte WikiLeaks die bislang größte Enthüllung von CIA-Geheimdaten mit dem Codenamen „Vault-7“ gestartet. Schon allein der erste Teil der Daten unter dem Namen „Year Zero“ enthält 8761 Dokumente aus einem isolierten Hochsicherheits-Netzwerk des Geheimdienstes.

Die neue Veröffentlichung soll einen Überblick über das geheime Hacking-Arsenal der CIA - Schadsoftware, Viren, Trojaner - und das gezielte Ausnutzen von Schwachstellen in Systemen (sogenannte Zero-Day-Exploits) geben. Mit diesen Mitteln könnten WikiLeaks zufolge iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Windows-Rechner und sogar Fernseher angegriffen werden.

Die CIA hat laut Reuters die Echtheit der von WikiLeaks publizierten Dokumente noch nicht bestätigt und lediglich darauf verwiesen, dass die Agentur im Ausland Informationen sammle, um „Amerika vor Terroristen, feindlich gesinnten Ländern und anderen Gegnern zu schützen“. Die Vorwürfe, Staatsbürger der USA auszuspionieren, habe die Behörde dabei entschieden zurückgewiesen. Das Weiße Haus äußerte dazu seine ernsthafte Besorgnis.