Nachdem am letzten Mittwoch die Türkei ihre Militäroffensive im Norden Syriens begonnen hat und dabei anscheinend auch US-Truppen ins Visier nahm, hat die EU jetzt die Aktion der Türken einstimmig verurteilt (und die Mitglieder aufgerufen, keine Waffen mehr an die Türkei zu exportieren). Währenddessen rückt die syrische Armee zur Nordgrenze vor, um die Kurden zu unterstützen und den Einmarsch in ihr Land zu verhindern sowie dass Erdogan die NATO vor ein Ultimatum stellt.
Turkey
Die syrische Armee rückt weiter nach Norden und übernimmt die bisher von den kurdisch dominierten SDF kontrollierten Gebiete. Dies ist die Folge einer Verständigung der SDF mit der syrischen Regierung, die unter dem Druck der türkischen Invasion zustandekam.

Die syrische Armee setzt (SAA) ihren Vormarsch in Nordsyrien fort. Wie der libanesische Sender Al Mayadeen berichtet, betrat die Armee am Montag Taqba. Die Stadt liegt in der Provinz Rakka und wurde bisher von kurdischen Milizen kontrolliert. Auch in Ain Issa ist die Armee mittlerweile eingerückt. Von dort soll sich die Armee weiter in Richtung Norden bewegen.

~ RT Deutsch
Die Türkei zeigt sich nicht erfreut über das Vorrücken der syrischen Armee innerhalb ihres eigenen Landes:
Yasin Aktay, ein Berater des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, erklärte gegenüber Sputnik Arabic:
Wenn die syrische Armee versucht, in den Nordosten von Syrien einzudringen, wird die Türkei Widerstand leisten. Es könnte zu einem Konflikt zwischen den beiden Armeen kommen.
~ RT Deutsch
Indes versucht Russland eine bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen beiden Streitkräften zu verhindern:
Erst vor wenigen Tagen hatte Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview erklärt, dass die territoriale Integrität Syriens vollständig wiederhergestellt werden müsse.

~ RT Deutsch
Und mittlerweile zieht Amerika 1000 Soldaten aus Syrien ab. Indes stellt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die NATO vor ein Ultimatum:
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat der Nato vorgeworfen, beim Kampf gegen kurdische Milizen keine Unterstützung geleistet zu haben und rief in diesem Zusammenhang die Allianz zu einer Wahl auf.

Die Türkei sei ein Mitglied der Nato, dessen Vertrag den Artikel 5 habe (dieser sieht die Antwort von allen Allianzteilnehmern im Fall eines Angriffs auf ein Mitglied vor). Er betonte ferner laut der Agentur Anadolu, dass sich die Türkei derzeit unter "Druck einer Terrororganisation" befinde.
Die Nato solle "gemäß dem Artikel 5 mit uns sein":
"Sind Sie mit uns oder mit Terroristen?"
Von der Allianz gebe es keine klare Antwort. Er bezeichnete den Nato-Artikel 5 als "passiv".

~ Sputnik