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Di, 22 Jun 2021
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Umweltinstitut München kritisiert: Lobbyinteressen wichtiger als Verbraucherschutz - Unnötige Genrüben-Freisetzung genehmigt

München, 21. April - Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat entgegen aller Proteste ein Freilandexperiment mit genmanipulierten Zuckerrüben in Ostdeutschland genehmigt. Monsanto darf die transgenen Pflanzen nun in Nienburg/Saale (Sachsen-Anhalt) und weiteren Standorten anbauen. Kritiker stufen den Anbau genmanipulierter Zuckerrüben als besonders gefährlich ein.

Gegen den Versuch hatten das Umweltinstitut München und etwa 20.000 Verbraucher bei Landwirtschaftsministerin Aigner protestiert. Für besonders fragwürdig hält das Umweltinstitut München, dass der Versuch offensichtlich nicht der Wissenschaft, sondern der Durchsetzung einer kommerziellen Anwendung dienen soll. Ein entsprechender Antrag wurde von der KWS und Monsanto schon vor mehreren Jahren eingereicht. Bereits seit 1999 werden Freisetzungsversuche mit dieser Zuckerrübe durchgeführt.

Eye 1

Google-Suche in Deutschland wird häufig zensiert

Von Google zensiert
© JF
Von Google zensiert
WASHINGTON. Deutschland zensiert die Suchergebnisse der Internetseite Google besonders stark. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der amerikanischen Organisation „Freedom House“. Sie stellt in ihrem Bericht über die Freiheit im Internet fest: „Deutsche Behörden machen intensiv von der Möglichkeit Gebrauch, Inhalte nachträglich durch Google entfernen zu lassen.“ Dabei beruft sich „Freedom House“ auf von Google selbst im Jahr 2010 veröffentlichte Daten.

Weltweit rangiere Deutschland nach Brasilien auf dem zweiten Platz (von insgesamt 37 untersuchten Staaten). 188 Mal hätten deutsche Behörden um nachträgliche Zensur gebeten. Andere europäische Staaten seien weit weniger zensurfreudig. Nach Deutschland seien die meisten Anfragen aus England (59), Italien (57) und Spanien (32) gekommen. Nicht enthalten in diesen Zahlen seien die aufgrund von „Haßpropaganda“ (hate speech), Kinderpornographie oder aus anderen Gründen von Google bereits selbständig entfernten Seiten.

Radar

Big Brother: iPhone und iPad speichern Bewegungsprofile

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© Alasdair Allan/Screenshot ZEIT ONLINE
Bewegungsprofil eines iPhones im Raum London

Applegeräte merken sich, wann ein Nutzer wo war. Zwei Programmierer haben die Datei entdeckt und eine Anwendung gebaut, mit der jeder seine Vorratsdaten ansehen kann.

Dass Smartphones Ortungswanzen sind, wie der Chaos Computer Club sie nennt, dürfte vielen Nutzern längst klar sein. Immerhin ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein Gerät, das ständig seinen Aufenthaltsort kennt, sich diesen auch merkt. Trotzdem erzeugt es ein ungutes Gefühl, wenn Entdeckungen wie die folgenden bekannt werden: iPhone und iPad speichern sämtliche aufgezeichneten Ortungsdaten und übertragen sie an den Rechner des Nutzers, sobald der sein Smartphone oder seinen Tabletcomputer mithilfe der Software iTunes aktualisiert und abgleicht. Das berichteten die beiden Programmierer Alasdair Allan und Pete Warden gerade auf der Konferenz Where 2.0 im kalifornischen Santa Clara.

Nuke

BP-Ölkatastrophe: Das Gift ist nicht verschwunden

BP versucht sich mit Entschädigungen gegen Klageverzicht aus der Verantwortung zu stehlen

Als vor einem Jahr vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana die Bohrinsel »Deepwater Horizon« des britischen Ölkonzerns BP explodierte, ahnten wohl nur Pessimisten, wieviel Öl auslaufen und wie lange es dauern würde, bis das Bohrloch wieder verschlossen ist. Nach über drei Monaten war das Loch gestopft. Ein Jahr später sieht es vor Ort oberflächlich heil aus und die angekündigten Konsequenzen für besseren Umweltschutz sind offenbar vergessen. Dem Anschein zum Trotz sind die Folgen der Ölpest noch längst nicht bewältigt.

Vordergründig ist die Idylle an der USA-Südküste wieder hergestellt. Die Touristen kommen wieder und bestaunen die Tierwelt, vor der Küste tuckern Fischkutter. Von der Umweltkatastrophe ist direkt nichts mehr zu sehen. Der schmierige schwarze Ölfilm, nach Schätzungen fast 900 Millionen Liter, war im Spätsommer mithilfe sogenannter Dispergatoren in winzige Einzelteilchen zersetzt worden. Darüber machten sich der offiziellen Version zufolge Bakterien her. Doch verschwunden ist das Öl nicht, das Forschungsberichten zufolge äußerst gefährliche Toxizitätswerte aufweist. Einige Forscherteams entdeckten bereits riesige zentimeterdicke Ölschichten am Meeresgrund. Fischer berichten über merkwürdige Ansammlungen von Meeresbewohnern, die vor der Katastrophe anderswo anzutreffen waren, sowie von Missbildungen und ungewöhnlichen Reaktionen, etwa von Krabben und Krebsen.

Bad Guys

Aufruhr in Syrien: USA finanzierten offenbar Assad-Opposition

Der syrische Präsident bekommt den Aufstand trotz Repressionen nicht mehr in den Griff. Hinter den Kulissen sollen die USA die Regimegegner massiv unterstützt haben - schreibt eine US-Zeitung, die sich auf Wikileaks bezieht.

Demonstranten in Syrien
© AFP
In der Syrischen Stadt Daraa protestieren Demonstranten.
Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge seit Jahren heimlich die Opposition in Syrien finanziert. Seit 2006 habe das US-Außenministerium auf versteckten Kanälen rund sechs Mio. Dollar (gut 4,1 Mio. Euro) an die Gegner des Präsidenten Baschar al-Assad transferiert. Das schreibt die "Washington Post" am Montag unter Berufung auf vertrauliche Diplomatendepeschen. Sie waren von der Enthüllungswebsite Wikileaks publiziert worden.

Bomb

Streubomben: Heimtückische Waffen gegen die Rebellen in Libyen

Im Kampf gegen die Aufständischen in Libyen setzen die Soldaten von Machthaber Muammar al-Gaddafi in der Stadt Misrata auch international geächtete Streubomben ein.

Das berichten Aufständische und die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch übereinstimmend. Streumunition gilt als besonders heimtückisch: Eines dieser Geschosse setzt hunderte kleinerer Bomben frei. Die Opfer sind zu 98 Prozent Zivilisten, gut ein Viertel von ihnen Kinder.

Streubomben können aus Flugzeugen abgeworfen oder vom Boden aus mit Raketenwerfern abgefeuert werden. Ihre Behälter öffnen sich in der Luft und setzen viele kleine Bomben, sogenannte Bomblets, über große Flächen frei. Diese Flächen bleiben wegen der großen Zahl von Blindgängern auch nach dem Ende eines Konflikts verseucht.

Pistol

Jemen: Soldaten schießen erneut auf Demonstranten


Bei der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten im Jemen sind am Sonntag mindestens 22 Menschen verletzt worden. Das berichteten Augenzeugen aus der Hauptstadt Sanaa. Soldaten hätten das Feuer auf eine Kundgebung gegen Präsident Ali Abdullah Saleh eröffnet, als Demonstranten den üblichen Weg der Protestzüge verlassen wollten. mehr Informationen anzeigen

Skript zum Video: Erneute Verschärfung der Auseinandersetzungen auf der arabischen Halbinsel: Bei der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten im Jemen sind am Wochenende mindestens 22 Menschen verletzt worden. Das berichteten Augenzeugen aus der Hauptstadt Sanaa. Soldaten hätten das Feuer auf eine Kundgebung gegen Präsident Ali Abdullah Saleh eröffnet, als Demonstranten den üblichen Weg der Protestzüge verlassen wollten. Die Sicherheitskräfte setzten zudem Wasserwerfer und Tränengas ein. Im Jemen begehren die Menschen seit drei Monaten gegen Saleh auf. Bisher soll es dabei deutlich mehr als 100 Tote gegeben haben. Am Sonntag reisten Vertreter der jemenitischen Opposition nach Saudi-Arabien, wo Außenminister der Golfstaaten einen Machtwechsel vermitteln wollten. Die Opposition fordert einen Rücktritt des seit 32 Jahren herrschenden Salehs. Außerdem wollen die Demonstranten erreichen, Saleh strafrechtlich zu verfolgen.

Bomb

Regierung von Burkina Faso verhängt Ausgangssperre

Ouagadougou - Angesichts fortgesetzter Meutereien von Militärangehörigen in Burkina Faso hat die Regierung des westafrikanischen Landes über die Hauptstadt Ouagadougou eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Diese gelte von 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr Ortszeit, teilte das Sicherheitsministerium mit. Das Ausgangsverbot trat demnach mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Am Samstag demonstrierten in Ouagadougou tausende aufgebrachte Händler gegen Plünderungen durch die seit Donnerstag meuternden Soldaten. Dabei stürmten sie auch mehrere öffentliche Gebäude, unter anderem den Hauptsitz der Regierungspartei. An mehreren Orten in der Stadt zündeten sie Autoreifen an. In der Nähe des Handelsministeriums und der Nationalversammlung setzten sie zudem geparkte Fahrzeuge in Brand. Sicherheitskräfte gaben Schüsse in die Luft ab.

Stormtrooper

Syrien: Mit Tränengas und Schlagstock gegen Demonstranten

15.04.2011 - In Syrien ist Augenzeugenberichten zufolge die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Demonstranten vorgegangen. Bis zu 100.000 Demonstranten gingen in der Hauptstadt Damaskus auf die Straße um mehr Demokratie zu fordern.

Die Polizei in Syrien ist Augenzeugen zufolge am Freitag mit Tränengas und Schlagstöcken gegen bis zu 100.000 Demonstranten vorgegangen, die auf die Hauptstadt Damaskus zu marschierten und mehr Demokratie forderten. Andere Demonstrationen in mehreren syrischen Städten verliefen hingegen friedlich. Erstmals zeigte auch das syrische Staatsfernsehen Bilder von Protesten in mehreren Städten und berichtete von 300 Demonstranten in Duma, einem Vorort von Damaskus. Die Angaben konnten nicht von unabhängigen Stellen bestätigt werden.

Die Demonstranten in Duma hielten gelbe Karten als Warnungen an das Regime in die Höhe. „Nächstes Mal werden wir mit roten Karten kommen“, sagte einer von ihnen der Nachrichtenagentur AP in einem Telefonat.

Auch in der südlichen Stadt Daraa, der Hochburg der Protestbewegung, demonstrierten nach Angaben von Aktivisten und Augenzeugen wieder etwa 20.000 Menschen. In Sprechchören skandierten sie: „Freiheit, Freiheit“. Dort gab es im Gegensatz zu den Protesten der vergangenen Wochen keine Anzeichen von Gewalt durch die Polizei.

Handcuffs

Ein gutes Urteil: Die Verurteilung Ante Gotovinas

Die Verurteilung von Ante Gotovina ist eine Reifeprüfung für Kroatien

Der gestrige Freitag war ein guter und wichtiger Tag für die internationale Gerichtsbarkeit. Kroatiens Ex-General Ante Gotovina muss für seine Verbrechen an den Krajina-Serben 24 Jahre hinter Gitter. Die Beweislage war erdrückend, der Vorsitzende Richter hätte stundenlang die nachgewiesenen Untaten verlesen können, die kroatische Soldaten und Polizisten auf Befehl ihrer Kommandeure ausführten. Jahrelang wurden dafür Tausende Dokumente studiert, fast 200 Zeugen angehört. In Serbien wird dem UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien von jeher vorgeworfen, parteiisch nur gegen Belgrad zu urteilen. Mit den drastischen Haftstrafen gehört diese giftige Legende der Vergangenheit an. Ob dieser Tag für Kroatien ein guter war, muss sich erst noch zeigen. Regierung und viele Bürger in Gotovinas Heimat traf das Urteil wie ein Schlag, Zagreb bezeichnet es als nicht hinnehmbar. 15 Jahre nach den Verbrechen übt sich der EU-Kandidat in einer schockierenden Realitätsverweigerung. Die katholische Kirche rief zu Gebeten für einen Freispruch auf, Veteranen demonstrierten für ihre Kriegshelden.