In Bautzen hat die Polizei in der Nacht zum Freitag neue Krawalle verhindert. Während für die jugendlichen Asylbewerber eine Ausgangssperre galt, standen sich linke und rechte Demonstranten gegenüber. Integrationsministerin Petra Köpping spricht von einer beängstigenden Stimmung in der Stadt. Am Mittwochabend waren Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und jungen Flüchtlingen eskaliert.

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In Bautzen hat die Polizei weitere Krawalle verhindert. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, haben sich am Donnerstagabend rund 350 Deutsche versammelt, unter ihnen auch viele Rechtsextremisten. Ihnen standen etwa 25 linke Demonstranten gegenüber. Die Polizei hat die beiden Lager getrennt, so dass es weitgehend bei verbalen Auseinandersetzungen geblieben ist. Auch in den kommenden Tagen will die Polizei mit zusätzlichen Kräften vor Ort sein. Am Donnerstag waren 90 Beamte im Einsatz.
Aggressive StimmungAugenzeugen beschrieben die Stimmung am Donnerstagabend weiter als aggressiv. Ein Journalist wurde laut Polizei aus dem rechten Lager heraus attackiert, als er aus den Reihen heraus filmte. Daneben seien weitere sieben Straftaten aufgenommen worden, unter anderem wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole und einer volksverhetzenden Parole.
Die Gegendemonstration mit rund 25 Linken wurde vom sächsischen Grünenchef Jürgen Kasek angeführt. Er sprach von einer beklemmenden und aufgeheizten Stimmung. Demnach habe er beobachtet, wie sich gewaltbereite Rechte nach einem Missverständnis gegenseitig mit Flaschen und Steinen beworfen haben. Ein Teil der Gruppierung hatte offenbar eine Drohung gegenüber der Linken ausgesprochen, die von einem anderen Teil als "Antifacista"-Rufe verstanden wurden.
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