Das Kind der GesellschaftS


Heart - Black

Ein Beispiel für psychopathisches Verhalten: Viele Autofahrer überfahren Kleintiere absichtlich

Was tun Autofahrer, wenn sich ein kleines Tier auf der Straße befindet und genug Zeit zum Ausweichen ist? Die Antwort ist klar - könnte man meinen. Doch eine Untersuchung in den USA zeigt: weit gefehlt!
Schildkröte, Straße, Florida
© AFPEine Dosenschildkröte überquert eine Straße in Florida. Die Tiere werden immer wieder versehentlich überfahren - aber manche Menschen töten sie auch vorsätzlich.
Hassen Autofahrer Schildkröten? Zu diesem Ergebnis könnte zumindest kommen, wer sich mit einer Untersuchung von Nathan Weaver befasst. Eigentlich hatte der amerikanische Student nur herausfinden wollen, wie man Schildkröten sicherer über die Straße bringen kann. Stattdessen musste er feststellen, dass viele Autofahrer Schildkröten sogar absichtlich überfuhren. Aber warum?

Kommentar: Zwar handelt es sich im Video nur um ein einzelnes Experiment (welches zusätzlich dem typischen, oberflächlichen Fernseh-Entertainment entspricht und die Thematik verharmlost), dennoch ist es interessant, dass 6% der Autofahrer die Tiere absichtlich überfuhren. 6% wird als Anteil an Psychopathen in der Gesamtbevölkerung angegeben. Höchstwahrscheinlich ist es nur eine Zahlenspielerei unsererseits, dennoch nicht verachtenswert.


Pistol

Schießerei in der Schweiz: Drei Tote

Bei einer Schießerei in einem Schweizer Dorf hat ein Mann drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Erst hieß es, der Mann sei betrunken gewesen. Jetzt kam heraus: Er hatte Drogenprobleme.
Bild
© Reuters
Ein möglicherweise psychisch kranker Mann hat am Mittwochabend in einem Schweizer Bergdorf drei Frauen erschossen. Zwei Männer wurden verletzt. Auch der etwa 30-jährige Schütze - ein Einwohner des Dorfes Daillon im Alpenkanton Wallis - erlitt Verletzungen, als er von Polizisten überwältigt wurde.

Die Frauen - alle drei starben noch am Tatort - waren laut Behördenangaben vom Donnerstag 32, 54 und 79 Jahre alt. Die Ermittler schlossen ein Beziehungsdrama nicht aus.

Wolf

Baby totgeschlagen: Gegen Vater ist Haftbefehl erlassen worden

Gegen einen 30 Jahre alten Mann aus Gotha ist Haftbefehl erlassen worden, weil er seinen fünf Monate alten Sohn in der Silvesternacht umgebracht haben soll. Wie die Staatsanwaltschaft Erfurt am Donnerstag mitteilte, war der Mann wahrscheinlich alkoholisiert. Er soll dem Kind mehrere wuchtige Schläge gegen den Kopf versetzt haben, damit es aufhört zu schreien. Der Säugling starb wenig später an seinen massiven Verletzungen.

Die 29-jährige Mutter fand das Kind laut Staatsanwaltschaft am Neujahrsmorgen tot in seinem Bett. Die Frau hat vier weitere Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren. Der getötete Säugling war das einzige gemeinsame Kind des Tatverdächtigen und der Mutter. Der tödliche Übergriff soll sich am Rande einer Silvesterfeier zugetragen haben, bei der mehrere Bekannte zu Gast waren. Sie haben nach Erkenntnissen der Ermittler jedoch nichts von den Schlägen mitbekommen.

Bomb

Granatenexplosion in einem Einfamilienhaus - "Besitzer" schwer verletzt

Die Explosion in einem Einfamilienhaus in Uhlstädt-Kirchhasel am Silvesterabend könnte durch eine Granate ausgelöst worden sein. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Bei einer Durchsuchung des Grundstückes hätten Ermittler mehr als 60 Granaten vermutlich russischer Herkunft entdeckt, sagte ein Polizeisprecher. Diese sollen nun von Spezialisten unschädlich gemacht werden.

Bei der Explosion war ein 46 Jahre alter Bewohner des Hauses schwer verletzt worden. Ihm wurde eine Hand abgerissen. Außerdem erlitt er mehrere Knochenbrüche. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden im Hausflur, wo sich die Explosion ereignete, Teile von Granaten gefunden. Die Spurensicherung dauere noch an. Die anderen Sprengkörper waren den Angaben zufolge hinter Kisten zwischen anderem Unrat gelagert worden.

Windsock

Ausländerfeindlichkeit: In Dresden wurde ein Inder verletzt

Dresden - In der Silvesternacht haben Unbekannte einen in Dresden lebenden Inder angegriffen und mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft. Der 33-Jährige wurde bei dem Vorfall in der Altstadt leicht verletzt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Inder sei von drei oder vier jungen Männern zunächst beleidigt und dann attackiert worden. Sie hätten auf ihn noch eingetreten, als er bereits am Boden lag. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung mit ausländerfeindlichem Hintergrund. Die Beamten suchen Zeugen der Tat, die sich kurz nach Mitternacht in der Münzgasse ereignet hatte.

X

"Charlie Hebdo" Schmierblatt veröffentlicht neue Mohammed Karikatur

Der Prophet als nacktes Kind, Mohammed mit gelber Haut und Haartolle - das französische Satireblatt "Charlie Hebdo" hat gestern einen Comic über den islamischen Propheten Mohammed veröffentlicht. Damit provoziert das Sonderheft unter dem Titel "Das Leben Mohammeds" möglicherweise neuen Ärger mit radikalen Islamisten

Paris. Bereits im September hatte eine "Charlie-Hebdo"-Ausgabe mit derben Mohammed-Karikaturen zu weltweiten Protesten geführt. Strenggläubige Muslime empfinden es als anstößig, Mohammed überhaupt als Person darzustellen.

Der Herausgeber und Zeichner von Charlie Hebdo, Stéphane Charbonnier, bezeichnete die Veröffentlichung als "völlig halal" und damit auch für Muslime zulässig. Gleichzeitig räumte der unter dem Namen Charb arbeitende Satiriker ein: "Wenn die Leute schockiert sein wollen, werden sie schockiert sein." Es sei aber nichts Schockierendes dabei.

Whistle

LKW-Geisterfahrer auf A1 tötet zwei Menschen - Versuchte Fahrerflucht und Trunkenheit

Ein Lkw-Geisterfahrer hat auf der A 1 nahe Bremen zwei junge Menschen im Suff totgefahren. Damit steigt die Anzahl der Todesfälle, die durch Geisterfahrer verursacht wurden, auf 24 in drei Monaten - eine fürchterliche Bilanz.

Die Geisterfahrt eines Lastwagenfahrers hat am Neujahrstag einen 26 Jahre alten Mann und seine 20-jährige Beifahrerin das Leben gekostet. Der Fahrer des Sattelzuges war in falscher Richtung auf die Autobahn 1 gefahren, hatte seinen Fehler bemerkt - und mit dem Wendemanöver zwei junge Menschen in den Tod gerissen. Er flüchtete, sitzt inzwischen aber in Untersuchungshaft.

Der Unfall ist nur der letzte Eintrag in einer traurigen Liste. In den vergangenen drei Monaten starben 24 Menschen durch die Unachtsamkeit von Geisterfahrern. Eine Horror-Bilanz:

Compass

Übergriffe im Westjordanland: Zusammenstöße zwischen Soldaten und Jugendlichen

Im Norden des Westjordanlands ist es zu Zusammenstößen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Jugendlichen gekommen. Den Bewohnern des Dorfes Tamoun zufolge kamen die Soldaten, um Mitglieder einer radikalen islamistischen Gruppierung zu verhaften.

In der Nähe der Stadt Nablus bewarfen sich israelische Siedler und Palästinenser mit Steinen. Olivenbäume kamen zu Schaden und die israelische Armee musste eingreifen.

Im Süden des Westjordanlands, unweit von Hebron, wurde der Wagen eines Palästinensers angezündet und auf einer Mauer konnte man lesen: “Nur ein toter Araber ist ein guter Araber.” Israelische Siedler werden hinter der Tat vermutet.

TV

Der Konsum-Sklave: Zahl der Kaufsüchtigen hat sich in Deutschland fast verdoppelt

Viele packt er nicht nur zur Weihnachtszeit: der Kaufrausch. Für die Betroffenen ist Kaufen ein Zwang, keine Notwendigkeit. Nach einer Studie ist die Zahl der Konsumsüchtigen in Deutschland gestiegen. Frauen seien davon stärker betroffen als Männer, sagen Experten.
Kaufrausch, Konsum, Weihnachten
© dpaAuch in Berlin erledigten die Menschen letzte Weihnachtseinkäufe.
Weihnachtszeit ist Einkaufszeit. Vielen Menschen macht es Spaß, für ihre Liebsten schöne Geschenke auszusuchen. Doch für manche Menschen ist jede Shopping-Tour gefährlich. Sie sind kaufsüchtig.

Die Zahl der Konsumsüchtigen hat bundesweit deutlich zugenommen. Das ergibt eine Studie von Konsumforschern um Lucia Reisch, Professorin für Konsumverhalten und Verbraucherpolitik an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen am Bodensee. Im Vergleich zu 2010 sei der Anteil Kaufsüchtiger von sieben auf fast zwölf Prozent gestiegen, sagte Reisch der Nachrichtenagentur dpa. Die Zahl derer, die durch Konsum negative Gefühle kompensierten, sei von zehn Prozent im Jahr 2011 auf vierzehn Prozent gewachsen. Damit kauft insgesamt fast ein Viertel der Deutschen nicht nur zur Bedarfsdeckung ein, sondern auch als Ausgleich für emotionale Probleme - bis hin zum pathologischen Kaufzwang.

Phoenix

Rund 1200 Fahrzeuge während Neujahrsfest in Frankreich niedergebrannt

Moskau/Paris.Rowdys in Frankreich haben zum Jahreswechsel 2012/2013 rund 1200 Fahrzeuge niedergebrannt.
Ausgebrannte Autos
© Reuters/Jean-Marc LoosNeujahrsfeuerwerk in Frankreich - Rowdies brennen 1200 Autos nieder
Das teilte Frankreichs Innenminister Manuel Valls am Mittwoch in Paris mit. "Autobrandstiftungen wurden an Nationalfeiertagen zu einer Art Tradition unter Einwohnern von Vororten großer Städte", wurde der Minister von der Nachrichtenagentur AFP zitiert. Das gelte insbesondere für das Neujahrsfest und den Nationalfeiertag zum Andenken an die Erstürmung der Bastille (14. Juli 1789).