Das Kind der GesellschaftS


No Entry

Medienmanipulation bei UEFA-Spielen

Wieder hat die Uefa, bei der Übertragung eines EM-Spiel gefälschte TV-Bilder gezeigt. Die Tränen einer deutschen Anhängerin während des Halbfinales gegen Italien flossen bereits vor dem Anpfiff. Es war nicht die erste, massive Fälschung.
uefa, fußball
© unbekanntDeutschland-Fan beim Halbfinale: Die Aufnahme entstand schon vor der Partie.
Die Tore gegen die deutsche Nationalmannschaft durch Italiens Stürmer Mario Balotelli im EM-Halbfinale haben die Fans in Deutschland tief getroffen. Man ahnte schon nach 20 Minuten, als der erste Treffer fiel: Die deutsche Elf, der doch alle den Titel zugetraut haben, fliegt aus dem Turnier. Passend dazu zeigte die ARD in ihrer Liveübertragung eine deutsche Anhängerin auf der Tribüne des Warschauer Nationalstadions, der ein paar Tränen über die schwarzrotgoldenen Wangen kullerten.

Bad Guys

Griechenlands Suizid-Fälle häufen sich: Banker stürzt sich von Akropolis

Athen - In Griechenland äußert sich die steigende Selbstmordrate immer dramatischer: Am Donnerstag stürzte sich ein Banker vor den Augen von Touristen von der Akropolis, der bekanntesten Attraktion des taumelnden Euro-Landes.

Der Mann in den 40ern arbeitete beim angeschlagenen staatlichen Agrar-Institut ATEbank. Der Banker sei noch am Morgen zu Arbeit erschienen, habe dann aber eine Pause genommen und sei nicht mehr zurückkehrt, erklärte die Polizei. Ein Abschiedsbrief sei nicht gefunden worden.

Yoda

12.000 Klagen in Karlsruhe gegen ESM und Fiskalpaket

Euromünzen
© dts Nachrichtenagentur
Sofort nach der Abstimmung über ESM und Fiskalpakt in Bundestag und Bundesrat an diesem Freitag werden beim Bundesverfassungsgericht mehr als 12.000 Verfassungsbeschwerden, zwei Organklagen und eine Reihe von Anträgen auf Erlass einer einstweiligen Anordnung eingereicht. Mit letzteren soll dem Bundespräsidenten untersagt werden, vor einer endgültigen Entscheidung des Verfassungsgerichts die Vertragswerke zu unterzeichnen, berichtet die “Süddeutsche Zeitung”, der sämtliche Klagen vorliegen. Die Kläger, unter ihnen der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler, die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) und alle Bundestagsabgeordneten der Linken, kritisieren eine Aufgabe deutscher Souveränität, die vom Grundgesetz nicht gedeckt sei.

Light Sabers

Leiche aus der Elbe geangelt

Einen Sack mit einer Leiche darin hat ein Angler in Hamburg an Land gezogen. Vermutlich handele es sich bei dem Toten um einen Mann, teilte die Polizei mit. Da die Ermittler ein Gewaltverbrechen vermuten, ermittelt die Mordkommission. Der 32-jährige Angler hatte den Sack am Donnerstagmorgen in Hamburg-Moorfleet aus der Dove-Elbe, einem Seitenarm der Elbe, gefischt. Ein Kriseninterventionsteam betreute den Mann nach dem schrecklichen Fund. Der Sack mit der Leiche wurde zur Untersuchung in das Rechtsmedizinische Institut gebracht.

Laut Informationen des Hamburger Abendblatts soll der Leichnam schon länger im Wasser gelegen haben. Die Zeitung spricht bei der Leiche von einem jüngeren Mann in Arbeitskleidung.

Heart - Black

Psychopath am Werk: Dritter Fall von grausamer Tierquälerei

Tierquäler unterwegs: In Passau hat ein Unbekannter einem Kater den Schwanz ausgerissen. Zuvor waren bereits zwei Kater in Vilshofen Opfer derselben Gewaltattacke. Einer musste eingeschläfert werden.
Tierquälerei - Verstümmelter Kater
© PrivatSo verletzt ist Kater Angelo aus Vilshofen: Ein Tierquäler attackierte schon drei Kater und riss den Tieren ihre Schwänze aus,
Im Raum Passau treibt ein Tierquäler sein Unwesen. Die Lokalredaktion der „Passauer Neuen Presse“ berichtete über zwei Kater, denen vor wenigen Wochen in Vilshofen die Schwänze abgerissen wurden. Daraufhin meldete sich ein Leser aus dem Ortsteil Hals, dass sein Kater genau die gleichen Verletzungen erlitten habe. Alle drei Tiere hatten sich nach dem Angriff schwer verwundet nach Hause geschleppt.

Blackbox

Passagierin nach "Bombenbehauptung" von Flug ausgeschlossen

Berlin - Weil sie bei der Sicherheitskontrolle von einer Bombe in ihrer Tasche gesprochen hatte, ist eine 19-Jährige von einem Flug von Berlin-Schönefeld nach Bulgarien ausgeschlossen worden. Die junge Frau habe gegenüber dem Sicherheitspersonal wiederholt behauptet, dass in ihrer Tasche eine Bombe sei, teilte die Bundespolizei am Mittwoch in Berlin mit. Die Beamten leiteten ein Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat sowie der Störung des öffentlichen Friedens ein. Außerdem könnten auf sie Forderungen der Fluggesellschaft Bulgarian Air Charter zukommen. Die Frau wollte in der Nacht zum Mittwoch nach Burgas fliegen.

dpa

Heart

Religiöse Beschneidung ist strafbar

Landgericht sieht religiöse Beschneidung als rechtswidrig an. Zentralrat der Juden sieht Eingriff in Selbstbestimmungsrecht der Religionen.
operation
© dpa/DPADas Symbolbild zeigt eine Krankenschwester, die im Operationssaal einer Klinik nach OP-Besteck greift
Köln. Das Landgericht Köln hat ein Urteil gefällt, das für Muslime und Juden weitreichende Folgen haben könnte: Die religiöse Beschneidung von Jungen ist demnach rechtswidrig und strafbar. Sie verletzt das Selbstbestimmungsrecht der Kinder.

Die Beschneidung von Jungen im Islam oder im Judentum stellt nach einem Urteil des Kölner Landgerichts eine strafbare Körperverletzung dar. Schwerer als die Religionsfreiheit wiegt demnach das Selbstbestimmungsrecht des Kindes.

Das am Dienstag veröffentlichte Urteil könnte weitreichende Folgen haben. Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisierte es als einen „beispiellosen und dramatischen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“.

Magic Wand

Ägypter feiern Mursi als neuen Präsidenten

Ägyptens neuer Präsident heißt Mohammed Mursi. Der Machtkampf zwischen Kräften des alten Regimes und Muslimbrüdern wird sich weiter zuspitzen.
Ägypten
© Daniel Berehulak/Getty ImagesAnhänger feiern die Wahl Mursis auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Knapp eine Stunde lang herrschte atemlose Stille, dann verwandelte sich der Tahrir-Platz mit einem Schlag in ein brodelndes Menschenmeer. Feuerwerksraketen jagten in den Himmel. "Mursi! Mursi! Allah ist groß!", skandierte die jubelnde Menge und "Nieder mit der Militärherrschaft". Sekunden zuvor hatte der umstrittene Chef der Obersten Wahlkommission, Farouk Sultan, endlich nach einer langen, gewundenen Rede den Namen über seine Lippen gebracht, auf den Ägypten seit Tagen wartete. "Der Gewinner der Wahl zum Präsident Ägyptens am 16. und 17. Juni ist Mohammed Mursi Eissa al-Ayat", sagte er.

Mit dem 61-jährigen promovierten Ingenieur rückt zum ersten Mal in der Geschichte Ägyptens ein Mann an die Spitze des Staates, der der Muslimbruderschaft angehört. Nach dem offiziellen Endergebnis entfielen auf Mursi 13.230.131 Stimmen, rund 880.000 mehr als auf seinen Konkurrenten, den ehemaligen General und Premierminister Ahmed Schafik. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,8 Prozent. Rund 400 Einwände und Anzeigen von Unregelmäßigkeiten habe die Hohe Kommission in den vergangenen sieben Tagen geprüft, deren wichtigste Details Farouk Sultan in seiner rund einstündigen Rede noch einmal Wahlkreis für Wahlkreis durchging.

V

Demonstration gegen Verschärfung des Asylgesetzes in der Schweiz

Am Samstagnachmittag haben mehrere Tausend Personen in Bern friedlich gegen die Verschärfung des Asylgesetzes demonstriert, die der Nationalrat kürzlich verabschiedet hat.
demonstration bern
© NZZ / Adrian Krebs
Bern - Trotz bestem Badewetter versammelten sich am frühen Samstagnachmittag laut Schätzungen der Organisatoren rund 5000 Menschen vor der Reithalle auf der Berner Schützenmatte, um anschliessend gemeinsam in einem bunten Demonstrationszug auf Umwegen vor das Bundeshaus zu ziehen.

Heart - Black

Schüler in Frankreich auf Pausenhof totgeprügelt - Französische Regierung leistet sich groben Fehltritt

Ganz Frankreich ist geschockt: Ein 13-Jähriger wurde von einem drei Jahre älteren Schüler in Rennes zu Tode geprügelt. Die französische Regierung leistete sich dabei einen groben Fehltritt.
franz. Bildungsminister Vincent Peillon
© AFPDer französische Bildungsministers Vincent Peillon entschuldigte sich dafür, dass der Tod des Jungen vermeldet wurde.
Bei einer brutalen Schulhof-Prügelei in Rennes ist ein 13-Jähriger tödlich verletzt worden. Der Schüler starb nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Samstagmorgen. Zuvor hatte sich die Regierung in Paris entschuldigen müssen, weil sie den Tod des Knaben zu früh vermeldet hatte.

Der Schüler hatte sich am Freitagmorgen auf dem Pausenplatz in der nordwestfranzösischen Stadt Rennes mit einem 16-jährigen Mitschüler geprügelt. Der Anlass für den Streit war zunächst unklar. Zwei Lehrer schritten ein und konnten den 13-Jährigen durch eine Herzdruckmassage zunächst wiederbeleben. Der 16-Jährige wurde festgenommen.