ErdveränderungenS


Bizarro Earth

Millionen wegen "Irene" noch ohne Strom

Nach dem Abziehen des Tropensturms „Irene“ könnte es noch Tage dauern, bis Millionen Menschen wieder an das Stromnetz angeschlossen sind. Besonders kritisch könnte die schlechte Stromversorgung für Ältere, Behinderte und andere Menschen sein, die auf Hilfe angewiesen sind.

Nach dem Durchzug des Tropensturms „Irene“ wird es möglicherweise Tage dauern, bis Millionen Menschen wieder an die Stromversorgung angeschlossen sind. Für mehr als sieben Millionen Menschen sowie Geschäfte zwischen den US-Staaten South Carolina und Maine gingen am Wochenende die Lichter aus. Mit Nachdruck arbeiten Tausende Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen nun daran, die Energieversorgung wieder herzustellen. Doch das ist alles andere als ein leichtes Unterfangen, immerhin hat „Irene“ an großen Teilen der US-Ostküste Spuren der Zerstörung hinterlassen.

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Unwetter vernichtet große Teile der Weinernte

Das Hagelunwetter am Freitagmittag hat große Rebflächen an der Mittelmosel teilweise schwer geschädigt. Allein in Kröv und Kinheim sind mehr als 200 Hektar betroffen. Auch in Mülheim, Veldenz und Kesten drohen große Ernteausfälle.
Zerstörte Weinernte
© Winfried SimonKrövs Ortsbürgermeister Günter Müllers, er ist selbst Winzer, zeigt eine schwer beschädigte Traube

Kröv. Krövs Ortsbürgermeister Günter Müllers, selbst Winzer, schätzt die Schäden auf 30 bis 100 Prozent, je nach Lage. In einigen Weinbergen haben die Hagelkörner jede Traube getroffen. Die Beeren sind aufgeplatzt und haben sich braun gefärbt. Sie können nicht mehr verwertet werden. Verletzte Beeren können schnell faulen und andere Beeren anstecken. Der Hagelsturm hat in einigen Weinbergen sogar ganze Rebzeilen umgeworfen. Das gesamte Ausmaß der Schäden ist erst in einigen Tagen zu sehen. Allein in Kröv und Kinheim dürfte der wirtschaftliche Schaden über eine Million Euro betragen.

Eagle

Zugvögel machen sich teilweise eher auf

Hameln-Pyrmont. In diesem Jahr machen sich die Zugvögel teilweise eher auf den Weg in wärmere Gefilde: Die Mauersegler sind bereits weg, Schwalben werden folgen, zunächst die Rauchschwalben, danach die Mehlschwalben. „Wann die Zugvögel starten, ist wetterabhängig“, sagt Hans Arend von der Nabu-Ortsgruppe Hessisch Oldendorf-Hameln.
zugvögel
© unbekannt

Und noch etwas spiele eine große Rolle, das Nahrungsangebot. Ist es gut, dann zieht es die Vögel nicht so schnell weg. „Der Mauersegler gehört zu den Zugvögeln, die am wenigsten lang in unseren Breiten verbleiben. In wenigen Tagen wird auch der Kuckuck weggezogen sein“, sagen die Vogelkundler der Umweltstiftung Nature-Life-International. Der spätsommerliche Vogelzug ist nach Angaben der Nachhaltigkeitsstiftung Nature-Life ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Natur langsam auf den Herbst und den Winter einstellt. Imposant sind in diesen Tagen die großen Schwärme von Staren anzusehen.

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Schwere Unwetter im Westen und Norden Deutschlands

Blitze
© dpaBlitze am Himmel über Wackenheim.
Schwere Unwetter sind bis in die Nacht hinein über weite Teile Deutschlands hinweggezogen. Vielerorts mussten die Feuerwehren wegen umgestürzter Bäume, blockierter Straßen und Bahnstrecken sowie vollgelaufener Keller ausrücken. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe.

Ein besonders heftiges Gewitter tobte über Rheinland-Pfalz. In den Rheinanlagen von Koblenz wurde eine 36-jährige Frau von einem herabstürzenden Ast einer Kastanie erschlagen, wie die Polizei mitteilte. Die Bundesgartenschau musste wegen des heftigen Sturms vorzeitig schließen. Drei Besucher wurden durch umherfliegende Äste oder Sonnenschirme verletzt. Im Stadtgebiet wehten Teile von Dächern umher, zahlreiche Bäume knickten um, große Hagelkörner zerschlugen Fensterscheiben. Mehr dazu beim SWR.

Cloud Lightning

Unwettereinbruch: Zehn Bergsteiger mussten gerettet werden

Das Unwetter am Samstag überraschte gleich mehrere Kletterer in Österreichs Bergen. Unterkühlungen, Herzrhythmusstörungen und schwere Erfrierungen waren die Folge.

Graz, Salzburg, Linz - Gleich sieben Bergsteiger, alle aus Ungarn oder Tschechien, sind am Samstag in der Obersteiermark wegen der hereinbrechenden Unwetterfront in alpine Notlage geraten und mussten von Rettungskräften ins Tal geholt werden. Drei der Kletterer waren dabei noch glimpflich davongekommen, als sie wegen eines nahe einschlagenden Blitzes ins Seil geworfen wurden, hieß es am Sonntag seitens der Sicherheitsdirektion Steiermark.

Die Männer im Alter von 29 bis 44 Jahren waren in Zweier- bzw. einer Dreiergruppe im Raum Schladming und Ramsau unterwegs und wurden offenbar alle gegen 17.00 Uhr vom Unwetter überrascht. Schnee und Eis legten sich teilweise über die Kletterrouten in 2600 Seehöhe. Vier der in Notlage geratenen Kletterer wurden per Seilbergung und Hubschrauber gerettet.

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Hindukusch von Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert

New York - Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat in der Nacht zum Samstag den afghanischen Hindukusch erschüttert. Wie US Geological Survey mitteilte, eine wissenschaftliche Behörde im US-Innenministerium, lag das Epizentrum in 199 Kilometer Tiefe 74 Kilometer südöstlich von Faisabad. Bei dem Beben um ein Uhr nachts gab es nach ersten Angaben keine Verletzte oder Schäden.

dapd

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Unwetter im Westen: Tornado in Xanten reißt Bäume und Lkw um

Umgeworfener Lkw
© Armin Fischer, RP

(RP) Windhosen und orkanartige Sturmböen haben am Freitag an mehreren Orten am Niederrhein eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Besonders schwer betroffen waren Wegberg, Geldern, Hamminkeln und Xanten. Autobahnen wurden gesperrt. Der Bahnverkehr kam zum Erliegen.

Das Unheil kam aus dem Süden. Schon am Vormittag zeigte das Regenradar eine Reihe von Gewitterzellen von Frankreich heraufziehen. Meteomedia gab Unwetterwarnung der höchsten Stufe. Kurz nach zwölf Uhr brachen die ersten Gewitter los. An mehreren Orten kam es zu Windhosen und schweren Sturmböen. In Koblenz erschlug ein herabstürzender Ast eine Spaziergängerin auf der Rheinpromenade.

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"Irene" tobt - Hunderttausende ohne Strom

Mit heftigen Sturmböen und massiven Regengüssen hat der gewaltige Hurrikan «Irene» im US-Bundesstaat North Carolina die amerikanische Ostküste erreicht. In zahlreichen Küstenstädten standen ganze Straßenzüge unter Wasser.
Aufgepeitschtes Meer
© dpaDurch die Scheiben eines Strandhauses ist das von "Irene" gepeitschte Meer zu sehen.

Wegen «schlimmer Schäden» an Leitungen falle für hunderttausende Menschen der Strom aus, sagte Gouverneurin Beverly Perdue dem Sender CNN. In New York, wo der Sturm am Sonntag erwartet wird, herrschte derweil gespannte Ruhe. Bürgermeister Michael Bloomberg sprach mit Blick auf den Hurrikan von einem «lebensbedrohlichen Sturm».

Das Hurrikanzentrum in Miami hatte «Irene» in der Nacht zum Samstag zwar von Kategorie 2 auf 1 heruntergestuft, Entwarnung gab es aber nicht. Das gesamte Sturmgebiet, das nach Angaben des US-Senders CNN etwa so groß ist wie Europa, bleibe extrem gefährlich, warnten die Experten. Am Samstagmorgen maßen Meteorologen Windgeschwindigkeiten im Hurrikan von um die 140 Stundenkilometer, während sich das Hurrikansystem selbst mit etwas mehr als 20 Stundenkilometern nordwärts bewegte. Dem Sender zufolge sind US-weit rund 65 Millionen Menschen von «Irene» betroffen.

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Wetterumschwung: Deutschland droht das Unwetter des Jahres

Unwetter München
© ddp images/dapd/Joerg KochUnwetter über München: So wie in der bayrischen Metropole könnte es am Abend in ganz Deutschland aussehen

Die Ostküste der USA bereitet sich auf die Ankunft von Hurrikan „Irene“ vor. Doch auch Deutschland droht ein stürmischer Abend: Meteorologen befürchten einen extrem heftigen Wetterumschwung.

„Die Unwetterfront am Freitagabend kommt aus Frankreich und wird sich von der Nordseeküste bis an den Alpenrand erstrecken“, sagte der Diplom-Meteorologe Bernd Madlener von Wetter.com am Freitag FOCUS Online und fügte hinzu: „In manche Regionen ist dabei mit Windböen bis Stärke 12 zu rechnen. Das entspricht Geschwindigkeiten ab 118 Stundenkilometern.“ Dazu seien sintflutartige Regenfälle, Hagelkörner in Golfball- oder Tennisballgroße und ein Temperaturgefälle von bis zu 20 Grad in Teilen der Bundesrepublik zu erwarten.

„Welche Regionen am stärksten von den Unwettern betroffen sein werden, ist im Moment noch nicht zu sagen“, räumte Madlener ein. Dazu sei die Unwetterfront zu groß und die verschiedenen Gewitterzellen zu unregelmäßig verteilt. „Es ist wahrscheinlich, dass der Alpenrand wegen des Einflusses starker Föhnwinde die Gewitter nur in abgeschwächter Form erlebt, jedoch könnten diese Winde die Gewitterfront auch noch verstärken. Auch das ist schon vorgekommen“, erklärte der 37-jährige Wetterexperte.

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Unwetter und Windhose im Kyffhäuserkreis

Unwetterartige Gewitter tobten Mittwochabend über dem östlichen Kyffhäuserkreis und hielten Feuerwehren in Atem. Eine Windhose fegte durch Udersleben. Der Zirkus in Roßleben verlor sein Tierzelt und Straßen in Artern waren überschwemmt.

Kyffhäuserkreis. Es fing an wie ein ganz normales Gewitter. Dunkle Wolken zogen heran, der Wind frischte auf, dicke Tropfen fielen. Dann ließ der Regen wieder nach.

Doch das war am Mittwochabend gegen 20 Uhr im Kyffhäuserkreis nur die Ouvertüre für ein weitaus heftigeres Unwetter, das im Ostkreis vor allem in Udersleben, Artern und Roßleben wütete. Durch Udersleben muss sogar eine Windhose gezogen sein. Vom Ortseingang am Bürgerhaus aus wühlte sie sich durch Wipfel und Dächer, deckte am Haus von Günther Schacke etliche Ziegel ab, warf bei Hans-Jörg Müller eine große, alte Linde um, entwurzelte auf dem Friedhof eine riesige Tanne und übersäte den Sportplatz mit abgerissenen Ästen und Zweigen.

"Ich hab vorm Haus gestanden und ein Bier getrunken und auf einmal sehe ich, wie die Linde um 90 Grad umgebogen wird, bis die Wurzeln aus dem Boden schießen und der Baum umfällt", erzählt Müller im TA-Gespräch. Nach seinem Gefühl hat das Ganze höchstens eine halbe Minute gedauert.