ErdveränderungenS


Cloud Lightning

Unwetter im Harz: Starkregen und Hagel sorgen für Ausnahmezustand

Hühnereigroße Hagelkörner fielen in Quedlinburg in der Nacht zu Donnerstag vom Himmel. Nicht nur in Sachsen-Anhalt hatte die Feuerwehr gut zu tun. Und für den Abend gibt es neue Unwetterwarnungen.

Das Video im O-Ton: "In der Harz-Stadt Quedlinburg herrscht in der Nacht zu Donnerstag der Ausnahmezustand. Rund 30 Notrufe erreichen die Feuerwehr in der Zeit bis ein Uhr morgens. Laut Angaben der Stadtverwaltung richtete das Unwetter mit Starkregen und Hagel erhebliche Schäden an, einige Personen erlitten leichte Verletzungen. Und auch zahlreiche Keller liefen voll, so wie der von Nicole Helbig. O-TON HELBIG: "Die Straße ist übergelaufen und dann ist das alles in den Keller rein. Die Gullys waren dicht. Dann ist das hier immer höher gestiegen und irgendwann übers Grundstück und über die Kellerfenster rein, das Wasser." Die hühnereigroßen Hagelkörner richteten sichtbare Schäden auf Autokarosserien an. Ein Besitzer zeigt die Dellen an seinem Fahrzeug. Einen anderen hat es offenbar noch schlimmer getroffen, wie der Mann erzählt. O-TON MANN: "Das fing an zu hageln. Dann sind die Glasscheiben im Auto gebrochen und dann war Ende im Gelände." Und auch im Verkaufsraum dieser Tankstelle war unfreiwilliges Schrubben angesagt. Für den Donnerstagnachmittag und den Abend warnt der Deutsche Wetterdienst erneut vor teils starken Gewittern. Die sollen zunächst auf den Westen des Landes übergreifen und sich dann über Nacht in den Nordosten ausbreiten. Örtlich seien erneut Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen möglich. Während in Quedlinburg noch saubergemacht wird, könnte es also mancherorts heißen: nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter."

Frog

Washingtoner Zoo veröffentlicht Bericht über das Verhalten der Zootiere vor dem Erdbeben

Washington/ USA - Dass Tiere Erdbeben im Voraus wahrnehmen können und entsprechend ungewöhnlich reagieren, ist mittlerweile nicht nur Inhalt zahlreicher anekdotenhafter Beobachtungen von betroffenen Anwohnern sondern auch wissenschaftlich belegt (...wir berichteten, s. Links). Nach dem ungewöhnlichen Erdbeben, das am 23. August 2011 mit einer Stärke von 5.8 die Ostküste der USA erschütterte, hat der "Smithsonian National Zoological Park" in Washington einen Bericht über das in einigen Fällen von den Wärtern beobachtete Verhalten der Zootiere vor und während des Erdbebens veröffentlicht.

Neben dem Hinweis darauf, dass die eigentlichen Erschütterungen des Bebens auch im Zoo und von den Tieren bemerkt wurden, erläutert die Pressemitteilung des Zoos, dass die Tierpfleger und Verantwortlichen deutliche Veränderungen im Verhalten der Tiere festgestellt hatten und fassen diese wie folgt zusammen:
gorilla,mandara
© Smithsonian National Zoological Park, nationalzoo.si.eduDie Gorilla-Dame Mandara mit ihrem Jungen Kibibi.
    Großaffen
  • Das Erdbeben traf das Affenhaus und die "Think Tank Exhibition während der mittäglichen Fütterung. Etwa fünf bis zehn Sekunden vor dem Beben, ließen viele der Affen (darunter der Orang-Utan Kyle und der Tieflandgorilla Kojo) ihr Futter liegen und kletterten bis in die Spitzen der baumartigen Strukturen im Gehege.
  • Etwa drei Sekunden vor dem Beben, gab das Gorillaweibchen Mandara ein Kreischen von sich, schnappte sich ihr Baby Kibibi (s. Abb.) und begab sich dann ebenfalls auf die Baumstrukturen.
  • Die Orang-Utan-Dame Iris begann kurz vor bis nach dem Erdbeben rülpsartige Laute von sich, die sie normalerweise nur im Zustand extremer Irritation abgibt.

Bad Guys

Erneute Erdbeben erschüttern das Vogtland

Dresden. Die Erde im sächsischen Vogtland nahe der tschechischen Grenze kommt nicht zur Ruhe. In der Nacht zu gestern wurden weitere sogenannte Schwarmbeben mit einer Stärke von bis zu 3,8 auf der Richterskala registriert, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mitteilte. Insgesamt gab es seit Dienstag den Angaben zufolge rund 1000 solcher Beben. Über Schäden wurde nichts bekannt.

Crusader

Ein Zeichen? Gefallene Engel und herabstürzende Turmspitzen in Washington

Erdbebenschäden an Amerikas Kathedrale gehen in die Millionen

Die National Cathedral, eine allen Glaubensrichtungen offen stehende Kirche an der Wisconsin Avenue in Washington, erlitt bei dem starken Erdbeben vom Dienstag vielfältige Schäden. Laut einer ersten Bestandsaufnahme belaufen sich die Schäden auf mehrere Millionen Dollar. Die Versicherung zahlt nicht.
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© Nikki Kahn - Washington Post

Die Flügel des Engels sind zerbrochen. Sein Körper ist in zwei Teile gespalten, und seine Augen blicken nicht wie bislang auf die Stadt hinunter, sondern ins Leere. Er ist einer von 288 steinernen Engeln an der Kathedrale von Washington. Wie die Furcht einflößenden Wasserspeier und die Figur des Star-Wars-Bösewichts Darth Vader ist er der Fantasie der Steinmetze entsprungen. Der Engel hat nun seinen Platz verloren - gefallen durch die Naturgewalten. Das Erdbeben, das am Dienstag die US-Hauptstadt und andere Teile der Ostküste heimsuchte, ließ ihn herabstürzen. Zum Glück für Passanten fiel er nicht von einem der Türme bis auf den Boden, sondern stürzte auf das Dach der Kathedrale.

Bad Guys

Erdstöße erschüttern Washington

Nach Beben der Stärke 5,9 werden US-Regierungsgebäude geräumt

Washington - Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala hat die Ostküste der USA am Dienstagnachmittag (Ortszeit) erschüttert. Nach Angaben des geologischen Dienstes der US-Regierung lag das Epizentrum in dem Ort Mineral im US-Bundesstaat Virginia, 130 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Washington. Dort wurden zahlreiche Ministerien - unter anderem das Pentagon - vorübergehend geräumt. Auch in New York, 350 Kilometer weiter nördlich, bebte die Erde so heftig, dass zahlreiche Bürohäuser evakuiert werden mussten. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand, es kam aber einem Sprecher der Washingtoner Feuerwehr zufolge zu Schäden an etlichen Gebäuden. Unter anderem wurde die Kathedrale der Hauptstadt beschädigt. Ein Sprecher der Episkopal-Kirche sagte, drei der vier Turmspitzen des Hauptturmes seien herabgestürzt.

Auswirkungen des Bebens waren noch in Toronto und Boston zu spüren, knapp 1000 Kilometer vom Epizentrum entfernt. In Washington wankte die Erde fast eine Minute lang. Im Pentagon brachen offenbar mehrere Wasserrohre. Das Gebäude wurde ebenso wie das Weiße Haus, das Kapitol und der Supreme Court vorübergehend geräumt. Auch die Touristenattraktionen entlang der National Mall zwischen Kapitol und Lincoln Monument wurden gesperrt. Es kam zu Stromausfällen, Mobiltelefone funktionierten zeitweise nicht.

Bad Guys

Andauernde Dürre hält Südchina fest im Griff

Die derzeit in den südlichen Provinzen Chinas herrschende Dürre wird gemäß Wetterprognose auch in den kommenden drei Tagen anhalten. An manchen Orten wurden Temperaturen von über 40 Grad gemessen.
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© unbekannt

Über 30 Kreise und Städte in der südwestchinesischen Provinz Guizhou leiden unter der schweren Trockenheit. Das Wetteramt der Provinz behielt am Dienstag weiterhin die Alarmstufe Orange. Das ist der zweithöchste Level. An einigen Orten können die Temperaturen in den kommenden drei Tagen bis zu 35 oder gar 37 Grad erreichen.

In der südwestchinesischen Munizipalität Chongqing sind insgesamt 26 Kreise von der Dürre betroffen. Die anhaltende Trockenheit hat Ackerland mit einer Gesamtfläche von 149.713 Hektar beeinträchtigt. 613.000 Menschen leiden unter einem Mangel an Trinkwasser. In 14 Kreisen von Chongqing wurden in der vergangenen Woche Temperaturen von über 40 Grad Celsius gemessen. Zwei Flüsse und 51 Wasserspeicher sind bereits ausgetrocknet.

Bad Guys

Rückschau 300'000 Tote durch Naturkatastrophen im Jahr 2010

Genf - Fast 300'000 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Naturkatastrophen ums Leben gekommen und mehr als 200 Millionen Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. 2010 geht damit als eines der verheerendsten Katastrophenjahre der letzten zwei Jahrzehnte in die Geschichte ein.

Insgesamt 373 Naturkatastrophen hatten den Menschen im letzten Jahr weltweit zu schaffen gemacht, wie das UNO-Zentrum für Seuchen- und Katastrophenforschung (CRED) am Montag in Genf mitteilte. Am meisten Todesopfer waren bei dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar in Haiti zu beklagen. Allein bei dieser Naturkatastrophe kamen nach offiziellen Angaben mindestens 222'000 Menschen ums Leben. Der Hitzewelle in Russland im vergangenen Sommer rechnet das CRED mindestens 55'000 Tote zu. Vor allem ältere und kranke Leute waren den Temperaturen von bis zu 40 Grad und der Luftverschmutzung durch Waldbrände in der Nähe der Hauptstadt Moskau zum Opfer gefallen. Starke Niederschläge forderten in Pakistan und China tausende Todesopfer. Fast 2000 Pakistanerinnen und Pakistaner starben im August bei den schweren Überschwemmungen in ihrem Land.

Bizarro Earth

Klimawandel ist schuld: Neue Mücken und Viren

Was zunächst einfach nur lästig klingt, muss durchaus ernst genommen werden: Der Klimawandel bringt eine neue Stechmückenart und neue durch Mücken übertragbare Viren nach Deutschland, die schwere Erkrankungen auslösen können. Grund zur Panik bestehe aber nicht, sagen Wissenschaftler.

Wegen des Klimawandels werden hierzulande weitere exotische Stechmücken und durch diese übertragene Krankheitserreger heimisch. Das ergaben neueste Forschungen, die das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI), die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) und die Universität Heidelberg vorstellten. Die Experten stießen in Südwestdeutschland auf den japanischen Buschmoskito, der bislang in Deutschland unbekannt war. Zudem fanden sie in anderen Mücken Sindbis-, Batai- und Usutu-Viren, die fieberartige Krankheiten auslösen können.

In den vergangenen Jahren hatten die Experten der beteiligten Institutionen Mückenfallen entlang großer Flüsse und Seen aufgestellt und rund 500.000 Tiere untersucht. Die vorliegenden Erkenntnisse sollen dazu dienen, die "Mückenkarte" für Deutschland zu aktualisieren, teilte das BNI in Hamburg mit. Damit sei "ein gesundheitspolitisch wichtiger und notwendiger Schritt in der kontinuierlichen Überwachung der Stechmücken und der von Stechmücken übertragenen Viren in Deutschland" gelungen, erklärte BNI-Vorstandsmitglied Egbert Tannich dazu.

Bizarro Earth

Die Invasion der Plagegeister: Mücken werden zu Monstern

Mücke
© picture-alliance / dpaVor allem in der Nähe der Überflutungsgebiete an Oder und Spree und im Havelland explodiert zurzeit die Stechmückenpopulation.

1. Warum plagen uns in diesem Jahr besonders viele Mücken?

Der nasse Sommer ist schuld. Mücken entwickeln sich als Larven in Gewässern. Jeder Tümpel, jede Pfütze - und die hatten sich in den vergangenen Wochen zahlreich gebildet - bietet sich für die Eiablage an. Da es lange Zeit recht kühl war, entwickelten sich die Insekten nur langsam. Sehr viele Larven sind im Wasser geblieben. "Doch jetzt", erklärt Insektenforscher Burkhard Schricker im Gespräch mit n-tv.de, "sind mit den ersten warmen Tagen all die erwachsenen Tiere rausgekommen. Deswegen haben wir jetzt einen solchen Schub an Mücken."

Der Berliner FU-Professor rechnet mit einem weiteren Schub in etwa vier Wochen. Bis dahin nämlich haben die Mücken, die gerade unterwegs sind, genug Blut getrunken, um Eier zu bilden und abzulegen, und die nächste Generation ist geschlüpft.

Bizarro Earth

Hurrikan auf Kurs USA: "Irene" tötet drei Menschen

"Irene" ist zu einem mächtigen Hurrikan geworden. Über die Antillen zieht sie mit tödlicher Wucht, zerstört weite Teile einer Bahamas-Insel. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 185 Stundenkilometern zieht der Tropensturm nun auf die Küste der USA zu.
Sturm Irene
© APEin gemütlicher Spaziergang war an der Promenade von Nassau nicht mehr möglich.

Hurrikan "Irene" hat auf seinem Weg durch die Karibik mehrere Todesopfer gefordert und schwere Schäden angerichtet. In der Dominikanischen Republik, an dessen Nordküste der Hurrikan vorbeigeschrammt war, kamen laut lokalen Medienberichten mindestens drei Menschen ums Leben. Tausende Bewohner gefährdeter Gebiete wurden in Sicherheit gebracht. Wie das US-Hurrikanzentrum in Miami berichtete, wirbelt der Sturm der Stufe 3 mit Windgeschwindigkeiten von 185 Kilometern in der Stunde über die zentralen Bahamas auf die Ostküste der USA zu.

In der Dominikanischen Republik wurden über 37.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Etwa 90 Gemeinden seien durch die Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten, hieß es in Medienberichten. Nach Angaben des Direktors des Notfallzentrums CEO, Juan Manuel Méndez, wurden über 2000 Häuser unter Wasser gesetzt, 16 weitere komplett zerstört. Strom- und Wasserversorgung seien weiträumig ausgefallen. Große landwirtschaftliche Flächen stünden unter Wasser.