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Wer zu wenig schläft, hat mehr Appetit auf Dickmacher. Das ergaben zwei Studien von US-Forschern, die jüngst im Rahmen der „SLEEP 2012”, der Jahrestagung der Associated Professional Sleep Societies, in Boston vorgestellt wurden. Demnach hängen Schlafmangel und Übergewicht häufig zusammen.
Zwischen Schlafmangel und Übergewicht besteht ein ZusammenhangMenschen, die zu wenig schlafen, haben mehr Appetit auf ungesundes Essen. Durch den Schlafentzug werden bestimmte Belohnungszentren im Gehirn aktiviert, die für den Belohnungseffekt nach Kalorienbomben verlangen. Zudem werden übergeordnete Hirnfunktionen, die für vernunftgesteuerte Entscheidungen zuständig sind, beeinträchtigt. Bereiche, die mit dem Instinkt zusammenhängen, funktionieren jedoch weiterhin normal.
Folglich können Entscheidungen mit dem Verstand - wie dem Verlangen nach ungesundem Essen zu widerstehen - nicht effektiv oder nur eingeschränkt getroffen werden. Erhält der Mensch ausreichend Schlaf, funktionieren die Hirnareale normal, so dass kein überdimensionales Verlangen nach ungesundem Essen entsteht. US-Forscher sind dem Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Übergewicht mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) auf die Spur gekommen. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Individuen bei eingeschränktem Schlaf ungesunde Nahrungsmittel hochgradig auffällig und belohnend finden“, berichtet Marie-Pierre St-Onge vom Columbia University Medical Center. Daraus resultiere der verstärkte Konsum von diesen Lebensmitteln und der typische Heißhunger.
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