New York/Chicago- Tausende Menschen in den USA haben gegen den Freispruch im Prozess um den erschossenen schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin protestiert. Von Miami in Florida über New York undChicago bis hin zum kalifornischen Los Angeles versammelten sich am Samstagvormittag (Ortszeit) Demonstranten.
Zu den Kundgebungen hatte die Bürgerrechtsbewegung National Action Network (NAN) unter Führung des Fernsehmoderators Al Sharpton aufgerufen. Die Organisation kündigte USA-weite Aktionen in 130 Städten an. Wie viele Menschen auf die Straße gingen, ließ sich aber zunächst nicht einschätzen.
Die Mutter des im Februar 2012 erschossenen Teenagers, Sybrina Fulton, und sein Bruder Jahvaris Fulton traten gemeinsam mit der der Sängerin Beyoncé und ihrem Mann, dem Rapper Jay-Z bei einem Protest in New York auf. Die Demonstrationen schickten "eine Botschaft über das ganze Land, dass wir nicht die Füße still halten werden", sagte Martins Vater Tracy dem Fernsehsender CNN bei einer Demonstration in Miami.
Obama warnt vor Gewalt bei den Demonstrationen
Am Freitag hatte sich auch US-Präsident Barack Obama mit einer emotionalen Rede in die Debatte um das Urteil für Zimmerman eingeschaltet: "Vor 35 Jahren hätte ich Trayvon Martin sein können", sagte der der erste afroamerikanische Präsident der USA. Obama zeigte Verständnis für den Unmut vieler Schwarzer über den Freispruch, zumal die "historische Ungleichbehandlung" im Justizsystem bei Afroamerikanern weiterhin präsent sei. Zugleich mahnte er die Demonstranten für den heutigen Samstag zur Besonnenheit: Gewalt würde Martins Tod "entehren", sagte der US-Präsident.
Kommentar: Das hört sich nach leeren Worten Obamas an. Gerade derjenige, der mit Drohnen tausende Menschen tötete.
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In Sanford im Bundesstaat Florida war der damals 17-jährige Trayvon von George Zimmerman, Mitglied einer Bürgerwehr, erschossen worden. Der 29-jährige Zimmerman berief sich im Prozess auf Notwehr und wurde von einer Jury für "nicht schuldig" befunden. Mit den Protestaktionen vom Samstag wollen Schwarzenorganisationen auch erreichen, dass ein Bundesgericht den Fall neu aufrollt - und der Todesschütze wegen der Verletzung von Trayvons Bürgerrechten doch noch ins Gefängnis kommt.
ade/dpa/AFP




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