Mödling - Nachdem vergangene Woche ein Hallenbad in Bornheim bei Bonn mit einem Badeverbot für Flüchtlinge Aufsehen erregt hat, zieht das Hallenbad der österreichischen Stadt Mödling jetzt nach. Wie n24.de berichtet, soll es dort massive Einschränkungen geben. Die Formulierung auf einem Aushang sorgt für Empörung.
Demnach dürfen "Menschen mit Migrationshintergründen" nur noch in Begleitung und mit angemessener Badekleidung ins Schwimmbad. Der Zettel wurde laut ORF als Konsequenz auf eine Gruppe junger Asylbewerber aufgehängt, die mit Jogging- und Unterhosen ins Wasser gesprungen sein sollen.
Bürgermeister Hans-Stefan Hintner (ÖVP) ließ das Plakat mit dem - wie er betont - „missverständlichen Text“ mittlerweile entfernen. Es gehe nicht um alle Menschen mit Migrationshintergrund, sondern um eine „kleine Gruppe“: In Mödling sind 180 jugendliche Asylwerber untergebracht.
Kommentar: Offene Kommunikation mit den Betroffenen hätte das Problem sehr schnell gelöst, anstatt alle zu beschuldigen.
Stadt in Rheinland-Pfalz führt einen Badepass für Flüchtlinge ein
Einen ähnlichen Fall gibt es in Rheinland-Pfalz. Nachdem Asylbewerber gegen die Badeordnung des Hallenbades in Hermeskeil verstoßen hatten, wurde von der Stadt nun ein Badepass eingeführt. Dieser wird nur ausgestellt, wenn ein Asylbewerber an einer "ausführlichen Unterweisung über Sicherheitsregeln, Hygieneregeln und Benimmregeln" teilgenommen hat. Die zehn Hauptbaderegeln wurden in Deutsch, Arabisch und Englisch im Schwimmbad ausgehängt.
Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Stadt:
"Die Integration von Menschen aus einem anderen Kulturkreis - möglicherweise mit einer anderen Badekultur - erfordert einerseits Verständnis für diese Menschen andererseits aber auch konsequentes Einfordern der Einhaltung unserer Verhaltensregeln und Hygienestandards. Wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um allen Badegästen einen schönen und angenehmen Aufenthalt in unseren Bädern zu gewährleisten."
Kommentar: Bei - allen - Badegästen wurden die Migranten nicht beachtet.
Gezeichnet ist die Mitteilung von Bürgermeister Michael Hülpes.
ses




Tut mir leid, ich verstehe die Empörung nicht, die der Autor dieses Artikels ausdrücken möchte. DEUTSCHE Hallenbäder haben Bestimmte Hygieneregeln. Das weiß sogar ich, die ich nur sehr selten ins Hallenbad gehe. Zum Beispiel ist es in Schwimmbädern eben NICHT gestattet in Unterhose ins Wasser zu gehen und bestimmt nicht in Jogginghose. Das gilt für Besucher aller Nationalitäten und gehört zur Hausordnung. Genauso wie man davon ausgeht, dass sich jeder nochmal duscht bevor er ins Schwimmbecken geht.Steht alles in der Hausordnung. Und da halten sich auch nicht immer alle "Ur-deutschen " dran. Ich kann wirklich nicht erkennen, worin ein Grund zur Aufregung besteht, wenn ein Schwimmbadbetrieb seine Hausordnung und deutsche Hygieneregeln( an die sich ja auch ein Schwimmbadbetreiber selber halten muss) in mehreren Sprachen aushängt.Ich finde das sehr entgegenkommend und eine gut gemeinte -wenn auch etwas hilflos erscheinende Maßnahme mit der man auf neue Schwimmgäste zugeht die unsere DEUTSCHE VERORDNUNGSWUT und unsere Standards nicht kennen. Vielleicht kann man in Zukunft dann auch Faltblätter in den Flüchtlingsunterkünften auslegen oder an der Schwimmbadkasse... Was ist daran schlimm?Wir müssen doch auch erst lernen wie man was am besten macht -mit der Verständigung. PS: Wenn ich ins Ausland fahre, gibt es da für mich doch auch Faltblätter oder WandTafeln auf denen steht das ich bitte nicht in Shorts und Flopflops in die Kirche darf-oder in die Moschee -oder in den Tempel. Schließlich kann nicht überall ein 'persönlicher multilingual begabter Erklär- Bär stehen'.... deshalb vielleicht mal etwas runterfahren mit der neuen "WIR Deutschen SIND SO GEMEIN ZU DEN FLÜCHTLINGEN" Empörung.- Finde ich....