
Europol habe Informationen über 611 Verdachtsfälle an die Sicherheitsbehörden in den Staaten weitergeleitet, in 207 Fällen wurde ermittelt. Es habe 75 Festnahmen oder Verurteilungen gegeben.
„Die Operation hat ein umfangreiches Pädophilen-Netzwerk aufgedeckt“, hieß es in einer Mitteilung der italienischen Polizei.
Wie der Focus unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hätten die Ermittlungen fast über ein Jahr gedauert. Die Verdächtigen hätten sich hauptsächlich im sogenannten Darknet ausgetauscht und verschiedene Verschlüsselungstechniken genutzt.
Wie die italienische Polizei erklärte, seien die Festgenommen zuvor nicht polizeibekannt gewesen. Die meisten Verdächtigen seien älter als 50 Jahre alt. Sie hätten „insgeheim zwischen den vier Wänden ihres Hauses dazu beigetragen, das abstoßende Tauschnetzwerk zu versorgen, mit einem maximalen Augenmerk darauf, immer das neueste Material zu haben“.
Europol sagte, dass das Internet noch immer die wichtigste Quelle für diejenigen sei, die ein sexuelles Interesse an Kindern hätten. Ein Trend sei derzeit besonders besorgniserregend: Immer mehr Kleinkinder im Alter von unter 18 Monaten würden Opfer von Missbrauch werden.
Auch nach dem europaweiten Schlag sollen die Ermittlungen fortgesetzt werden. Es wird mit weiteren Festnahmen gerechnet.
(Mit Material der dpa)



Kommentar: Wenn es nur so einfach wäre. Tatsache ist, dass wir es mit einem weltweiten Kinderpornografie-Netzwerk zu tun haben, deren Mitglieder sich in den höchsten Rängen der Politik und Wirtschaft befinden. Die hier Festgenommenen sind im Gegensatz dazu kleine Fische, denn die mächtigsten Pädophilen haben soviel Einfluss, dass sie jeglicher Strafverfolgung entgehen.