
© Kiewer Staatsanwaltschaft
Ein Kiewer Gericht hat einen brasilianischen Staatsangehörigen zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt, da dieser an Seite der Streitkräfte der selbst ernannten Volksrepublik Donezk gekämpft haben soll. Dies berichtet die Pressestelle der Kiewer Staatsanwaltschaft.Der Brasilianer wird beschuldigt, an der „Bildung terroristischer Vereinigungen und bewaffneter Gruppierungen“ teilgenommen zu haben und ist zu 13 Jahren Haft verurteilt worden.
Die Kiewer Staatsanwaltschaft behauptet, dass er 2014-2015 an Seite des Schützenbataillons „Wikinger“ der selbsternannten Volksrepublik Donezk gegen die ukrainische Regierungsarmee gekämpft und an Aufklärungs-Operationen teilgenommen hätte. Dabei habe er eine Bürgerwehr-Kompanie kommandiert, sei als Instrukteur tätig gewesen und soll außerdem Ausländer rekrutiert haben.

© Kiewer StaatsanwaltFoto der in der Donezker Volksrepublik ausgestellten Personalien des Brasilianers
Im Dezember des vergangenen Jahres war berichtet worden, dass die Polizei des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul mehrere Ukrainer und Osteuropäer festgenommen hat, die Kämpfer für das ukrainische Bataillon „Asow“ aus den Reihen brasilianischer Neonazis rekrutierten.
Im Osten der Ukraine
schwelt seit Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9.500 Menschen ums Leben gekommen. Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe.
Sie wird jedoch immer wieder verletzt.
Kommentar: Das Gericht scheint dabei jedoch nicht die andere Seite der Medaille zu beachten:
1. Dass der Krieg Kiews im Donbass völkerrechtswidrig ist, ebenso wie der Putsch 2014, gegen den sich die Bevölkerung der Ostukraine zu Recht zur Wehr setzt.
2. Dass die mit dem Putsch-Regime in Kiew koordinierten Truppen (einschließlich jener des "Rechten Sektors") selbst ausländische Kämpfer anheuern - darunter auch aus Brasilien.
Ganz klar haben in Kiews Augen die Kämpfer aus dem Donbass nicht die gleichen Rechte wie die Soldaten des Regimes: Freiwillige in ihre Truppen aufzunehmen, welche die Volksrepubliken Donezk und Lugansk verteidigen wollen. Und das ist solange notwendig, wie die Volkstruppen aus dem Donbass sich gegen die
immer wiederkehrende Aggression Kiews zur Wehr setzen müssen, die dann Donezker Soldaten und russischen Truppen,
die sich angeblich in der Ukraine befinden sollen, in die Schuhe geschoben wird.
Kommentar: Das Gericht scheint dabei jedoch nicht die andere Seite der Medaille zu beachten:
1. Dass der Krieg Kiews im Donbass völkerrechtswidrig ist, ebenso wie der Putsch 2014, gegen den sich die Bevölkerung der Ostukraine zu Recht zur Wehr setzt.
2. Dass die mit dem Putsch-Regime in Kiew koordinierten Truppen (einschließlich jener des "Rechten Sektors") selbst ausländische Kämpfer anheuern - darunter auch aus Brasilien.
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Ganz klar haben in Kiews Augen die Kämpfer aus dem Donbass nicht die gleichen Rechte wie die Soldaten des Regimes: Freiwillige in ihre Truppen aufzunehmen, welche die Volksrepubliken Donezk und Lugansk verteidigen wollen. Und das ist solange notwendig, wie die Volkstruppen aus dem Donbass sich gegen die immer wiederkehrende Aggression Kiews zur Wehr setzen müssen, die dann Donezker Soldaten und russischen Truppen, die sich angeblich in der Ukraine befinden sollen, in die Schuhe geschoben wird.