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Venezuela erkennt die neuen US- Sanktionen nicht an. Dies teilte der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza mit.

"Wir weisen diesen Aggressionsakt des nordamerikanischen Reiches, der Regierung in Washington, ab und wir erkennen keine Sanktionen gegen Venezuelas Volk an", so Arreaza laut Reuters.

Das Vorgehen der USA zeuge von Respektlosigkeit gegenüber den inneren Angelegenheiten Venezuelas und der Souveränität anderer Länder.

"Venezuela kann von nichts und niemandem sanktioniert werden", schloss der Minister.

Das US-Finanzministerium hatte zuvor neue Sanktionen gegen venezolanische Beamte und Organisationen eingeführt. Es handelt sich um 30 natürliche und mehr als 40 juristische Personen, darunter auch um Adan Chavez, den Bruder des verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez.

Ende Juli hatten die USA wegen der umstrittenen Wahl in Venezuela Sanktionen gegen den Präsidenten Nicolás Maduro verhängt. Wegen der jüngsten Entwicklungen sollen mögliche Vermögen Maduros in den USA eingefroren und US-Bürgern Geschäfte mit ihm verboten werden.

Am 30. Juli hatten die Bürger Venezuelas über eine verfassungsgebende Versammlung abgestimmt. Präsident Maduro feierte nach Angaben von Reuters den Ausgang der Wahl als Erfolg. Nach Angaben der Wahlleitung konnten die Verbündeten der regierenden Sozialisten alle 545 Sitze gewinnen. Die Opposition und Vertreter anderer Staaten - darunter der USA, Argentiniens und Brasiliens - hatten die Abstimmung boykottiert.