Das Kind der GesellschaftS


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In Frankreich ist tiefe Rezession auf dem Vormarsch

Der französische Notenbankchef Christian Noyer sagt der Wirtschaft im kommenden Jahr nur ein geringes Wachstum von unter ein Prozent voraus. Analysten zufolge sei auch das noch zu hoch geschätzt.

Die Anleihenkäufe der EZB und die ESM-Entscheidung in Karlsruhe sorgen auch in Frankreich für Erleichterung. Notenbankchef Christian Noyer spricht zwar aufgrund der aktuellen Entwicklungen von einer Erholung der französischen Wirtschaft 2013, doch das geringe Wachstum 2012 werde auch das kommende Jahr beeinflussen. Deutlich unter einem Prozent werde das Wachstum deshalb liegen.

„Wir können für 2013 eine allmähliche Trendwende beim Wachstum erwarten. Es sollte im Durchschnitt unter einem Prozent liegen“, erklärte Christian Noyer im Interview mit der Tageszeitung „Les Echos“. Die Inflation werde die EZB mit ihrem Programm nicht beschleunigen, glaubt er. Die Zentralbank werde die Liquidität andernorts aus dem System ziehen und so für Stabilität sorgen.

Che Guevara

In Griechenland streiken die öffentlichen Dienste auf unbefristete Zeit

Der griechische Öffentliche Dienst hat aus Protest gegen den Sparkurs gestreikt. Tausende Ärzte, Richter und Professoren legten unbefristet die Arbeit nieder. Athen will weitere Einsparungen in Milliardenhöhe beschließen.
Streiks Griechenland
© dpaGriechische Streiks hören nicht auf, hier sind es Schiffsbauer.
AthenViele Griechen im Öffentlichen Dienst haben am Montag aus Protest gegen die neuen Sparvorschläge der Regierung die Arbeit niedergelegt. Über 22.000 Ärzte in Krankenhäusern begannen einen unbefristeten Streik, um gegen unbezahlte Überstunden zu protestieren. Nur Notfälle wollen die Mediziner behandeln.

MIB

Vergeltungsakt gegen Sicherheitskräfte in Ägypten - Sinaikonflikt

Bewaffnete Islamisten haben sich schwere Gefechte mit ägyptischen Einsatzkräften auf der Sinai-Halbinsel geliefert. Der Angriff war offenbar ein Vergeltungsakt.
al kaida
© STR/getty imagesDemonstranten mit einer Al-Kaida-Flagge an einem ägyptischen Grenzposten auf der Sinai-Halbinsel
In Ägypten haben Bewaffnete das Hauptquartier der Sicherheitskräfte im Nord-Sinai mit schweren Waffen angegriffen. Augenzeugen berichteten, dass sich Angreifer und Sicherheitskräfte mehr als eine Stunde lang beschossen. Neben Raketen setzten die Angreifer demnach auch automatische Gewehre und Mörsergranaten ein. Ersten Angaben zufolge wurden mehrere Menschen verletzt.

Die Aufständischen hätten sich zunächst in einer Schule in Scheik Sweid verschanzt und Kinder als Geiseln genommen. Später seien die ägyptischen Sicherheitskräfte zum Gegenangriff übergegangen und die Islamisten seien alleine geflohen, hieß es. Unklar blieb zunächst, ob die Kämpfe zurzeit immer noch anhalten oder bereits vorüber sind.

Cut

Angriff von Verbündeten: Afghanischer Polizist tötet Nato-Soldaten

Im Süden Afghanistans hat ein einheimischer Polizist zwei Nato-Soldaten erschossen. Der Mann wurde bei einem Feuergefecht anschließend selbst getötet. Allein in diesem Jahr hat es fast 50 solche Insider-Angriffe gegeben.

Kabul - Nato-Angaben zufolge richtete der Mann, der der örtlichen Polizeigruppe angehört haben soll, seine Waffe gegen Mitglieder der internationalen Koalitionstruppen und tötete zwei von ihnen. Der Mitteilung zufolge wurde der Mann anschließend ebenfalls erschossen.

Der Schütze war Reuters zufolge auf dem Rückweg von einer Operation in der Provinz Helmand gewesen sein, als er das Feuer auf die Soldaten eröffnete. Neben den zwei getöteten Soldaten verwundete er demnach drei weitere. Ein Soldat erwiderte das Feuer und tötete den Angreifer. Es ist bislang unklar, aus welchem Land die getöteten Soldaten stammen.

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Rechte wollen Anti-Islamfilm zeigen in Berlin

Die rechtsextreme Gruppierung Pro Deutschland will das Schmähvideo über den Propheten Mohammed in Berlin vorführen. Innenminister Friedrich will das verhindern.

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat angekündigt, "mit allen rechtlich zulässigen Mitteln" gegen die geplante Vorführung des islamfeindlichen Films Die Unschuld der Muslime in Deutschland vorzugehen.

Im Spiegel kritisiert Friedrich die Veröffentlichung eines Werbetrailers für den Film auf der Website der rechten Gruppierung "Pro Deutschland". Derartige Organisationen wollten die Islamisten in Deutschland provozieren und gössen damit "grob fahrlässig Öl ins Feuer", sagte der Innenminister.

Che Guevara

Demonstration gegen Putin - auch Gegendemonstrationen fanden statt

Bild
© REUTERSEin Beamter des Innenministeriums versucht, Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten zu verhindern.
Es ist die erste Großdemo nach dem Urteil gegen "Pussy Riot": Tausende Menschen protestieren in Moskau gegen die Politik des russischen Staatschefs. Der Staat setzt 7000 Sicherheitskräfte ein.

Erstmals seit drei Monaten haben Zehntausende Menschen in Moskau gegen die Politik von Staatschef Wladimir Putin protestiert. Mit Plakaten und T-Shirts, auf denen sie Neuwahlen und die Freilassung der inhaftierten Frauen der Punkband Pussy Riot forderten, zogen sie durch die Straßen der Hauptstadt.

Die Teilnehmer des Protests skandierten "Eins, zwei, drei - Putin, geh", was sich auf Russisch reimt, und "Russland ohne Putin". Erstmals nahm auch die Kommunistische Partei als größte Oppositionspartei teil. An der Spitze der Kundgebung marschierten prominente Regierungsgegner wie der ehemalige Schachweltmeister Garri Kasparow, der frühere Vize-Regierungschef Boris Nemzow und der Blogger Alexej Nawalny.

Phoenix

Gewaltsame Proteste gegen Japan in China: Streit um Inselgruppe

Peking - In der chinesischen Hauptstadt Peking ist es vor der japanischen Botschaft zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Dies berichten örtliche Medien am Samstag. Demnach hatten sich Tausende Menschen vor der japanischen Vertretung versammelt, um gegen die ihrer Ansicht nach unrechtmäßige japanische Besetzung einer Inselgruppe im Ostchinesischen Meer zu protestieren. Dabei warfen Teile der Menschenmenge Flaschen und Steine auf die Botschaft Japans, überdies wurden japanische Flaggen verbrannt. Die eingesetzte Bereitschaftspolizei drängte einzelne Teilnehmer, die die Absperrungen rund um das Botschaftsgebäude durchbrachen, mit Schutzschilden und Schlagstöcken zurück. Proteste in anderen chinesischen Städten blieben dagegen meist friedlich. Hintergrund der Proteste ist eine Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu heißt und seit gut 40 Jahren von Japan kontrolliert wird. China beansprucht die Inseln, die von strategisch wichtiger Bedeutung sind, ebenso wie Taiwan. Auf dem Meeresboden werden Öl- und Gasvorkommen vermutet, außerdem haben die Gewässer relativ große Fischbestände.

dts

Dominoes

Anti-Islamfilm: Kentucky Fried Chicken Filiale abgebrannt, Proteste gegen den Papst im Libanon

Bei Protesten gegen den antiislamischen Mohammed-Film ist im nordlibanesischen Tripoli Libanon am Freitag ein Demonstrant ums Leben gekommen. Zudem wurden 15 Polizisten verletzt.
kentucky fried chicken
© Reuters
Beirut - Das berichtet die Zeitung Daily Star. Den Angaben zufolge formierte sich ein Protestzug mit rund 1.000 Teilnehmern nach dem Freitagsgebet der Al-Mansouri-Moschee. Bei dem Marsch zum nahe gelegenen Nour-Platz seien Slogans gegen die USA und Papst Benedikt XVI. skandiert worden. Das Kirchenoberhaupt hält sich seit Freitag zu einem dreitägigen Besuch in Beirut auf.

Laut Daily Star rissen die Demonstranten Plakate und Spruchbänder herunter, die den Papst im Libanon willkommen hießen. Ein Restaurant der US-Kette "Kentucky Fried Chicken" sei in Brand gesteckt worden; die Belegschaft habe sich retten können. Im Verlauf der Proteste seien ein Polizeiwagen zerstört und Journalisten angegriffen worden.

Heart - Black

Vergewaltiger wird freigesprochen: Das 15-jährige Mädchen hat "sich nicht genügend gewehrt"

Dieses Urteil ist eine Überraschung, die Begründung ein Schock: Vor dem Landgericht Essen wurde am Montag ein Mann (31) aus Marl vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen - weil sein Opfer (15) sich nicht genügend gewehrt hat.
Justitia
Marl. „Wenn man etwas nicht will, muss man das deutlicher machen. Er wusste ja nicht, dass sie das gar nicht wollte“, sagte die Richterin. Auch die Staatsanwältin hatte auf Freispruch plädiert, nachdem sie zuvor noch die Anklage mit ungeheuerlichen Details vorgelesen hatte.

Sherlock

Blinder Passagier versteckte sich im Fahrwerk eines Flugzeugs

British-Airways-Maschine kam aus Südafrika

Die Leiche eines blinden Passagiers ist am Donnerstag in einer aus Südafrika kommenden British-Airways-Maschine nach der Landung in London gefunden worden. Der Tote sei im Fahrwerk des Flugzeugs entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Fluglinie der Nachrichtenagentur AFP. Es handele sich um einen "äußerst seltenen Fall". Die Airline stehe im Kontakt mit den südafrikanischen Behörden und dem Flughafen Kapstadt, die derzeit untersuchten, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Angaben zu Nationalität und Alter des Mannes lagen zunächst nicht vor.