
tageschau.de: Herr Ernst, Sie haben das Phänomen Jungendarbeitslosigkeit auf der ganzen Welt untersucht. Sind die Gründe dafür zum Beispiel in Industriestaaten und Entwicklungsländern unterschiedlich?
Ekkehard Ernst: Unsere Studie zur Jugendarbeitslosigkeit zeigt ganz deutlich, dass es unterschiedliche Gründe gibt. In den Industriestaaten sind es vor allem krisenbedingte Gründe für den Anstieg. Dort ist die Jugendarbeitslosigkeit um fast ein Drittel angestiegen. In den Entwicklungsländern haben wir dagegen vor allem strukturelle Probleme, die verhindern, dass Jugendliche schneller einen Job finden. Dort wird die abnehmende Wachstumsdynamik auf den Weltmärkten über die nächsten Jahre auch zu einem weiteren Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit führen.








