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Mo, 06 Dez 2021
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Nuke

Fukushima und das "nationale Verbrechen" gegen die Bevölkerung

AKW Fukushima
© AFP
Neue Bilder aus dem zerstörten Fukushima zeigen deutlich die Beschädigung.
War die Strahlung 1000 Mal höher als bekannt? Japans führender Strahlenmediziner Nishio Masamichi schreibt von einem "nationalen Verbrechen".

Fukushima war für Japan nicht nur ein historisches Unglück, es war womöglich ein "nationales Verbrechen". Das jedenfalls behauptet der Direktor des Hokkaido Krebs-Zentrums, Nishio Masamichi, jetzt in einem Aufsatz für das angesehen Wirtschaftsmagazin Toyo Keizai, das The Asia Pacific Journal in englischer Übersetzung veröffentlicht.

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Boden in Fukushima stark radioaktiv belastet

Fukushima City

Fukushima City mit schwer belasteten Bodenproben
Das es aus Japan nicht nur vom schwer zerstörten AKW Fukushima aktuelle Nachrichten zu melden gibt, zeigen das heutige Erdbeben in der historisch interessanten Präfektur Wakayama, auch wenn natürlich die Fukushima News die heutigen Meldungen dominieren.

Erdboden in Fukushima Stadt stark belastet: Am 26. Juni in der Stadt Fukushima entnommene Bodenproben weisen radioaktive Belastungen auf, die teilweise deutlich über dem erlaubten Maximalwert liegen, wie eine heutige Nachtrichtenmeldung zeigt.Demnach seien, dem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, an verschiedenen Stellen von Fukushima Werte von radioaktivem Cäsium zwischen 16.000 Becquerel pro Kilogramm Erdboden und 46.000 Bq/kg gemessen worden - Ergebnisse die über dem erlaubten Höchstwert von 10.000 Bq/kg Boden liegen.

Japans Wiederaufbau-Minister tritt zurück: Japanischen Medienberichten zufolge hat Japans Minister für Wiederaufbau Ryu Matsumoto seinen Rücktritt erklärt - nur eine Woche nachdem er den neu geschaffenen Posten bekleidet hatte. Sein Nachfolger wird Tatsuo Hirano. Hintergrund des Rücktritts sind unter anderem das barsche Auftreten des Ministers beim Gouverneur der Präfektur Iwate und Äußerungen die von den Betroffenen der Naturkatastrophen als unangemessen angesehen wurden.

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Japan: Behörden wollen Atomreaktoren hochfahren

Erstmals seit dem Tsunami hat nun ein Bürgermeister wieder die Inbetriebnahme eines Atomkraftwerkes bewilligt. Wie es mit dem Wiederaufbau weitergeht, ist nach dem Rücktritt des zuständigen Ministers ungewiss.

Bild
© REUTERS (KYODO)
Wien/Tokio. Japan kommt vom Atomstrom nicht los. Demnächst dürften zum ersten Mal seit dem verheerenden Erdbeben vom 11.März wieder Kernreaktoren hochgefahren werden. Konkret geht es um zwei Blöcke des AKW Genkai im Südwesten des Landes, die zum Zeitpunkt der Katastrophe wegen planmäßiger Wartungsarbeiten nicht in Betrieb waren.

Von insgesamt 54 Reaktoren in Japan produzieren derzeit nur 19 Strom. Bisher hatten Entscheidungsträger das Hochfahren der stillgelegten Meiler hinausgezögert - nach der Kernschmelze im AKW Fukushima hat sich in der japanischen Öffentlichkeit die bis dahin atomstromfreundliche Stimmung um 180 Grad gedreht. Hideo Kishimoto, der Bürgermeister der Gemeinde Genkai, hat sich nun als Erster (und unter heftigem Beifall des Energiekonzerns Kyushu Electric Power, der das AKW betreibt) gegen diesen Stimmungswandel gestemmt und zu Wochenbeginn die Erlaubnis zum Hochfahren der Reaktoren gegeben.

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Altersarmut nimmt zu

Steigende Preise, geringe Rentenanpassungen, wachsender Niedriglohnsektor: Die Altersarmut wird langfristig steigen - immer mehr ältere Menschen werden auf Sozialleistungen angewiesen sein. Das geht aus zwei Papieren des Arbeitsministeriums hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegen. Politiker streiten darüber, wie das Problem in den Griff zu bekommen ist.
Rentner
© dpa
Arme Rentner: Ruheständler verlieren zunehmend Kaufkraft - die Altersarmut steigt.
Sie ist vier Seiten lang und soll "verständlicher, übersichtlicher und persönlicher" sein, heißt es bei der Deutschen Rentenversicherung. Die Mitteilung über die Anpassung der Rente, die etwa 20 Millionen Rentner zum 1. Juli erhalten haben, enthält von nun an Fragen und Antworten, die leichter nachvollziehbar sein sollen. Gängige Wörter sollen Bürokraten-Jargon möglichst ersetzen.

Attention

„Krokodil“ Neue Droge lässt den Körper verfaulen

Krokodil
Tausende Russen sind abhängig vom Heroinersatz Desomorphin, auch Krokodil genannt. Die Substanz ist sehr giftig und macht hochgradig abhängig. Krokodil-Süchtige laufen Gefahr, lebendig zu verfaulen.

Selbstgemacht aus rezeptfreien Codein-Tabletten - weil die neue Droge mit dem Szenenamen „Krok“ so leicht und billig zu bekommen ist, sind Tausende russischer Junkies auf die Droge umgestiegen. Die chemische Substanz hinter Krokodil ist das Opiat Desomorphin. In Drogenküchen gewinnen Süchtige den Morphium-Abkömmling, indem sie codeinhaltigen Pillen unter anderem Farbverdünner, Feuerzeugbenzin und Phosphorsäure beimischen - alle Zutaten sind in Russland günstig und ohne Rezept zu haben.

Die so entstandene braune Flüssigkeit hat katastrophale Auswirkungen auf den Körper der Süchtigen: Der Name Krokodil rührt wohl daher, dass die Haut sich grünlich-grau verfärbt und schuppig wird. Die Haut um die Einstichstelle stirbt ab, am ganzen Körper entstehen wunde und schorfige Stellen. Der Vergleich mit dem Reptil passt aber auch aus einem anderen Grund: Die Droge frisst ihre Konsumenten von innen her auf. Nach und nach verfaulen nämlich ganze Körperteile, im Endstadium fällt buchstäblich das Fleisch von den Knochen. Nicht selten sind Amputationen die Folge des Drogenmissbrauchs - und praktisch immer der Tod. Er kommt beispielsweise in Form von Leberversagen oder Verbluten durch geplatzte Blutgefäße.

Kommentar: Lesen Sie auch die folgenden Artikel, wo bereits sogenannte -weiche- Drogen bereits zu Problemen innerhalb der Psyche von Menschen führen können:

Konsum von Cannabis fördert den Ausbruch von Psychosen

Drogen fördern bei Jugendlichen Schizophrenie

Der salzige Ursprung der Drogensucht

Alkohol ist in Deutschland die Droge Nummer Eins


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Nahrungsmangel: Traurige Papageientaucher

Die Meereserwärmung verdrängt Islands Nationalvogel. Das hat zur Folge, dass ein ganzer Brutjahrgang ausfällt, weil die Vögel nicht mehr genug zu fressen finden.
Papageientaucher
© Getty Images
Papageientaucher.

Die Felsen am Breidafjord sind Islands Naturhüter hochgekraxelt, und was sie sahen, hat sie erschüttert. Dort, wo die Papageientaucher sonst zu Zehntausenden nisteten, saß ein einsames Brutpaar in der Höhle und hielt ein Ei warm. Drei weitere, erkaltete Eier fanden die Forscher verwaist, ein paar Dutzend Nester leer. „In den letzten Jahren war der Zustand der Vogelkolonie schlecht, in diesem ist er entsetzlich“, berichtete der Ornithologe Ævar Pedersen im Isländischen Rundfunk. Auch das Vorkommen der arktischen Seeschwalbe erreicht nur noch 20 Prozent der üblichen Zahlen.

Auf den Westmänner-Inseln südlich von Island ist der Papageientaucher mit dem schwarz-weißen Gefieder und dem charakteristischen roten Schnabel das Nationalsymbol. Früher kam er zur Nistzeit in Millionen zu den Bergwänden und legte seine Eier in die Felshöhlen. Jetzt erlebt der Bestand den „schlimmsten Kollaps, den wir je sahen“, sagt der Vogelexperte Erpur Snær Hansen. „90 Prozent der Tiere überspringen die diesjährige Brutsaison.“ So graut den Ornithologen jetzt schon vor dem kommenden Sommer, wenn wohl ein ganzer Jahrgang ausgefallen sein wird.

Heart - Black

Sohn tötet Vater: Neumünster: 15-Jähriger gesteht Bluttat

Ein Fall - mysteriös und zugleich unfassbar: Ein 15-jähriger Junge tötet seinen eigenen Vater! Die Gründe liegen noch völlig im Dunkeln. Tatort ist ein Wohnhaus in der Boostedter Straße in Neumünster. Die Nachbarn sind fassungslos. „Wir verstehen nicht, wie es dazu kommen konnte.“
Wohnhaus Neumünster
© Wunder
Im zweiten Stock dieses Wohnhauses in Neumünster ereignete sich in der Nacht auf Sonnabend die Tat: Hier wohnten Vater Steven (39) und Sohn John S. (15) zusammen.
Die Polizei gibt sich in diesem Fall absolut zugeknöpft. Nichts dringt nach draußen. Nach MOPO-Recherchen handelt es sich aber bei dem Opfer um Steven S., einen Mitarbeiter der Stadtwerke Neumünster. Er ist Arbeiter im Heizkraftwerk. Der 39-Jährige Mann stammt aus Gera in Thüringen, lebt aber seit etlichen Jahren im Norden, ist geschieden.

John S., der 15-jährige Sohn, wuchs in Gera bei der Mutter auf, einer Polizeibeamtin. Er lebte aber schon seit einiger Zeit beim Vater in Neumünster. Am späten Freitag abend muss es dann zu einem Konflikt gekommen sein.

Bomb

Bombe in Potsdam entschärft

Potsdam (dapd-lbg). Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstag in Potsdam in der Nähe eines Wohngebiets entschärft worden. Etwa 2.300 Menschen mussten dazu am Vormittag ihre Häuer verlassen, wie ein Stadtsprecher sagte. Sie sollten in den Mittagsstunden in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen. Von der Evakuierung waren auch eine Schule und zwei Kindertagesstätten betroffen.

Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe war bei einer regulären Kampfmittelsuche hinter der sogenannten Siedlung Eigenheim zwischen Heinrich-Mann-Allee und Michendorfer Chaussee entdeckt worden. Zur Entschärfung wurde ein Sperrkreis von 800 Metern errichtet. Für die betroffenen Anwohner gab es in einer Schule und einem Klinikum Aufenthaltsmöglichkeiten.

Bomb

Bombe auf Firmengelände in Bochum entschärft

bombe,bochum
© Olaf Ziegler
Die Fliegerbombe auf dem Firmengelände in der Herzogstraße konnte am Dienstagvormittag entschärft werden.
Bochum. Die Fliegerbombe auf einem Firmengelände an der Herzogstraße konnte am Dienstagvormittag entschärft werden. Bereits seit Oktober letzten Jahres war bekannt, dass sie sich auf dem Gelände befindet, die Suche gestaltete sich allerdings schwierig.

Die britische Fünf-Zentnerbombe wurde schließlich in sieben Metern Tiefe unter einer Lagerhalle auf dem Firmengelände gefunden. Am Montagvormittag wurde sie durch den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung entschärft.

Im Vorfeld musste der Bereich in einem Radius von 200 Metern um den Fundort komplett abgesperrt werden. 338 Anwohner sowie Mitarbeiter zahlreicher Firmen und Betriebe mussten dazu evakuiert werden. Auch ein Kindergarten musste seine Räumlichkeiten verlassen. Die Kinder nutzen die Gelegenheit, sich bei strahlendem Wetter ein Feuerwehrauto auf dem Parkplatz an der Dorstener Straße anzugucken. Hier war auch die Einsatzleitung stationiert, durch die die 25 Einsatzkräfte koordiniert wurden. Für alle Evakuierten stand ein Bus der Bogestra bereit. Um 12:10 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen und die Entschärfung konnte beginnen. Diese zog sich bis 12:55 Uhr hin. Im Anschluss konnten alle Absperrmaßnahmen aufgehoben werden und die Anwohner und Beschäftigten konnten in die Gebäude zurückkehren.

Radar

Studie belegt Gesundheitsrisiken im Umkreis von Agrarfabriken

Auf bedenkliche Gesundheitsrisiken für Anwohner von agrarindustriellen Großställen mit Intensivtierhaltung verweist die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit Bezug auf eine Studie der Universität Utrecht im Auftrag der niederländischen Regierung.

Bienenbüttel (agrar-PR) - Hiernach sind Anwohner intensiver Geflügel- und Schweine-Tierhaltungsanlagen und Bewohner von Intensiv-Regionen erhöhten Konzentrationen von Feinstaub, spezifischen Mikroorganismen und Endotoxinen ausgesetzt und tragen ein erhöhtes Risiko von Atemwegserkrankungen. Die AbL sieht sich durch die neuen holländischen Erkenntnisse in ihrer Forderung nach einem Genehmigungsstopp für agrarindustrielle Großställe auch in Deutschland bestätigt.

Einige niedersächsische Landkreise forderten im Antragsverfahren für Großmastanlagen von den Investoren bereits jetzt - mit Blick auf den vorsorgenden Gesundheitsschutz - die Vorlage von Keimverbreitungs-Gutachten. „Die alarmierenden Ergebnisse aus Holland belegen erneut die Notwendigkeit eines raschen Genehmigungsstopps für Agrarfabriken“, so AbL-Agrarindustrie-Experte Eckehard Niemann, „die verantwortlichen Landes- und Bundespolitiker müssen jetzt entsprechende Vorgaben für die Genehmigungsbehörden erlassen.“