SOTT Fokus:


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SOTT Fokus: Tornado auf Kuba: Mindestens vier Tote und 195 Verletzte

Den Inselstaat Kuba traf ein Tornado. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet und 195 Menschen verletzt, insgesamt wurden über 1200 Häuser und Wohnungen beschädigt oder zerstört. Im Jahr 1940 trat der letzte Tornado auf dem Inselstaat Kuba auf.

The tornado struck on Sunday evening devastating homes in Havana
© AFP
"Es war etwas, das kurz landete und dann wieder abhob ... Es war für zwei bis drei Sekunden hier, nicht länger. Es waren die Furcht einflößendsten Sekunden meines Lebens", beschrieb die Köchin Leanys Calvo den Tornado.

Besonders stark betroffen war bei dem Unwetter am Sonntagabend der zentrale Hafenbezirk Regla in der Hauptstadt Havanna. Mit Böengeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde war der Sturm auch durch die weltberühmte Uferpromenade El Malecón gefegt.

- Welt
Zeugen berichten davon, dass es nach dem Tornado wie nach einem Horrorfilm aussah. Schauen Sie sich dazu selbst ein paar aktuelle Aufnahmen an:

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SOTT Fokus: USA appelliert, Druck auf Russland und China zu erhöhen: Orban sagt Nein

Während die USA in den letzten Wochen laut dem Wall Street Journal ihre Kampagne gegen Russland unter den NATO-Staaten intensiviert hat, um "potentieller Cyber-Spionage entgegenzuwirken" und "die Ukraine vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zu Russland zu unterstützen", soll der ungarische Präsident deutliche Worte gegenüber US-Diplomaten gefunden haben, die versuchten, sein Land dazu zu drängen, Russland unter Druck zu setzen.
Viktor Orbán
Viktor Orbán
Ungarns Premierminister Viktor Orban hat US-Diplomaten mitgeteilt, dass er keine US-Forderungen erfüllen, sondern eine neutrale Außenpolitik erarbeiten will. Darüber berichtet "The Wall Street Journal".

Dies soll der ungarische Premierminister vergangenen Monat im Zuge eines Treffens mit dem US-Botschafter in Budapest erklärt haben.

~ Sputnik
Auf beide Forderungen der USA habe Orban mit einer Absage reagiert und den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass Ungarn so neutral wie Österreich ist. Österreich gehört übrigens momentan zu den wenigen Staaten in Europa, die sich zumindest formal nicht an der Russlandhetze beteiligen.

Bulb

SOTT Fokus: Russischer Botschafter: "Immer noch keine Anzeichen für US-Truppenabzug aus Syrien"

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte bereits kurz nach der Ankündigung des US-Abzugs aus Syrien durch US-Präsident Trump darauf aufmerksam gemacht, dass es bisher keine Beweise für den Abzug gibt und dass das Imperium schon oft dergleichen in vielen anderen Ländern versprochen hat, während dies in Realität nie wirklich geschah. Und nun betonte auch der russischen Botschafter in Jordanien, Boris Bolotin, dass es bis zum heutigen Zeitpunkt immer noch keine realen Merkmale für den Start des US-Truppenabzuges aus Syrien gibt.
Soldaten
"Was den US-Truppenabzug anbelangt: Zwar wurde er angekündigt, jedoch haben wir bislang keinen Start dieses Abzuges gesehen", verriet der Botschafter gegenüber Sputnik.

~ Sputnik
Dabei betonte Bolotin auch:

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SOTT Fokus: Fünf Tornados treffen auf Antalya: Passagierbus weggeschleudert, Flughafen lahmgelegt

Seit Donnerstag wurden im türkischen Urlaubsort Antalya mindestens 5 Tornados registriert, bei denen es 12 Verletzte gab, große Schäden im Stadtzentrum, ein Passagierbus am Flughafen umgekippt und über mehrere Meter weggeschleudert wurde sowie Flugzeuge beschädigt und der Flughafen daraufhin lahmgelegt wurde.
Antalya Tornado
Der Tornado, der den Flughafen traf, entstand am Samstagmorgen:
Mindestens ein Bus mit Insassen wurde laut der Zeitung "Daily Sabah" auf der Startbahn umgeworfen.

Demnach war der Bus auf dem Weg vom Flughafengebäude zu einem Flugzeug gewesen.


~ Sputnik
Darüber hinaus sollen ein Minivan und zwei Einsteigeleitern vom Tornado umgeworfen worden sein, während zwei Flugzeuge und ein Polizeihubschrauber beschädigt wurden.


Ein Mittelmeertief sorgt derzeit für chaotisches Wetter an der Südküste der Türkei. Im Januar ist dort auch Gewitter-Hochsaison.

~ Sputnik
Die Unwetter, die diese Tornados mit sich brachten, wurden von großem Hagel begleitet:

Bulb

SOTT Fokus: Russland warnt USA: Militärputsch in Venezuela ist um jeden Preis zu verhindern

Während sich die Lage in Venezuela dank des US-gesteuerten Putschversuchs gegen Maduro weiter zuspitzt, warnt der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja das US-Imperium vor militärischen Interventionen im Land.
Wassili Nebensja
Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja
"Die USA erklärten, dass sie alle Varianten erwägen, was eine Andeutung auf etwas Größeres darstellt als das, was zurzeit vor sich geht. Das ist gefährlich. Wenn dies in etwas mehr Militärisches hinüberwachsen wird, dann wird das noch viel trauriger sein. Wir sind der Ansicht, dass dies um jeden Preis vermieden werden muss", sagte er nach der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zum Geschehen in Venezuela.

~ Sputnik
Erfahren Sie mehr zu dem Thema auf Sputnik.

Bulb

SOTT Fokus: US-Putsch im vollen Gange: Maduro kündigt massive Militärübungen an

Nachdem sich Russland, die Türkei und China mit deutlichen Worten gegen den derzeitigen Versuch des US-Imperiums ausgesprochen haben, die venezolanische Regierung unter Maduro mit einem Putsch zu stürzen und durch eine US-Marionette zu ersetzen, die inzwischen von vielen Ländern der westlichen "Wertegemeinschaft" als "Präsident" anerkannt wurde, hat Maduro eine großangelegte Militärübung im Land angekündigt.
Venezuela Militär
© Reuters Adriana Loureiro
Nachdem die USA einen Oppositionsführer als Präsidenten Venezuelas anerkannt haben, kündigt Maduro Militärübungen an. Damit wolle er die Stärke seines Landes demonstrieren. Berichte, dass russische private Militärunternehmen in Venezuela seien, wies die russische Botschaft Caracas zurück.

~ RT Deutsch
Vom 10. bis zum 15. Februar sollen venezolanische Streitkräfte massive Übungen durchführen, sagte Maduro auf einer Pressekonferenz am Freitag.
während der Kriegsspiele werden die Truppen eine simulierte Invasion abwehren und ihre Fähigkeiten bei der Verteidigung des Gebiets, der Küste und der Wasserwege des lateinamerikanischen Landes verbessern.

Der venezuolanische Präsident Nicolás Maduro:
Unsere Streitkräfte machen unser Land unangreifbar. (...) Wir müssen uns darauf vorbereiten, Venezuela in jedem Fall zu verteidigen.
~ RT Deutsch
Maduro spezifizierte:
Nach Angaben des Präsidenten hat das venezolanische Militär das "höchste berufliche Niveau" erreicht. Eine halbe Million gehört dem Militär an. Darunter Bodentruppen, Navy, Luftstreitkräfte sowie Nationalgarden und die nationale Militia. Die Modernisierung des Militärs, initiiert von Maduros Vorgänger Hugo Chavez, wird weiter vorangetrieben.

Um neue Waffen und Ausrüstungen zu erwerben, wandte sich Venezuela 2006, aufgrund des US-Militärembargos, unter anderem an Russland und China. Venezuela verfügt derzeit über Su-30-MK-Kampfflugzeuge, mehrere Typen von Kampf- und Transporthelikoptern sowie ein großes Waffenarsenal. Diese reichen von lasergesteuerten Bomben aus russischer Herstellung über Luft-zu-Boden und Luft-zu-Schiff Raketen.

~ RT Deutsch
Das Militär in Venezuela steht auch weiterhin hinter Maduros Regierung und gegen die US-Putschisten:

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SOTT Fokus: Menschen nehmen Film "Bird Box" zu ernst und bewegen sich blind durch die Realität

Der Film Bird Box ist ein neulich veröffentlichter und ziemlich erfolgreicher Netflix-Horrorfilm. Die Krux des Filmes ist, dass sich die Hauptdarsteller mit verbundenen Augen durch den Film bewegen, damit sie die Antihelden des Filmes - sogenannte "Dämonen" - überleben können. Was eigentlich nur Film ist, wurde ein wenig zu einem sozialen "Phänomen", wo sich tatsächlich Menschen eine Augenbinde aufsetzten und sich durch die Realität (sic!) bewegten - die sogenannte "Bird Box" Challenge.

bird box
© Netflix
Jetzt ist es also passiert! Ein 17-Jähriger hat in Utah einen Unfall gebaut, weil er sich den Netflix-Filmhit "Bird Box" zum Vorbild genommen hatte. Und sich mit verbundenen Augen hinters Steuer gesetzt hat. Das gab die Polizei in Layton via Twitter bekannt.

Glücklicherweise gab es nur Blechschaden, aber keine Verletzten. Laut BBC erlitten weder der junge Fahrer, noch sein 16-jähriger Beifahrer oder die Insassen des anderen beteiligten Autos ernsthafte Verletzungen. "Es ist schlicht nicht zu entschuldigen, so etwas Gefährliches zu tun, nicht nur für einen selbst, sondern für jeden anderen auf der Straße", wird demnach Polizei-Leutnant Travis Lyman von ksl.com zitiert.

- tz

Camera

SOTT Fokus: Feinstaubbelastung und Grenzwerte: Immer mehr Lungenärzte und Wissenschaftler zweifeln daran

Die Diskussion um Dieselfahrverbote geht in die nächste Runde. Erst vor wenigen Wochen wurden irrwitzige Forderungen laut, dass Spritpreiserhöhungen und Tempolimits ein guter nächster Schritt sind. Nun melden sich ungefähr 100 Lungenärzte mit einem Brief zu Wort und bezweifeln die Grenzwerte der Feinstaubbelastung.

Diesel car ban germany
© AP
Die Ärzte kritisieren in ihrem Schreiben, die Grenzwerte basierten auf unzureichenden Studien, die einseitig interpretiert worden seien. Sie empfehlen am Ende, die Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub auszusetzen.

- T-Online
Ja, wie können es diese Experten wagen, sich zu widersetzen? Die "Expertise" von diesen Ärzten und Wissenschaftlern wird angezweifelt, da sie nicht alle an einer Uni-Klinik behandeln und teilweise - sage und schreibe - Verkehrswissenschaftler sind. Doch man sollte hier beachten, dass Ärzte, die an einer Uni-Klinik behandeln, keine Freifahrtscheine für die unabhängige Wissenschaft haben, wie es Frank Wittig in seinem Buch Die weiße Mafia beschreibt. Oftmals sind viele Ärzte einer Uni-Klinik viel befangener. Wie die Ärzte richtig fordern, sind weitere Untersuchungen nötig.
Der Hauptvorwurf des Wissenschaftlers ist, dass in den größtenteils epidemiologischen Studien zur Mortalität und Morbidität aufgrund einer zu hohen Stickoxid- oder Feinstaubbelastung die Erkrankungen sowie Todesfälle in städtischen sowie ländlichen Regionen nur im Rückblick verglichen werden. Außerdem würden krank machende Faktoren wie Alkoholkonsum, Bewegungsmangel oder die soziale Lage falsch und zu gering gewichtet. "Diese Studien sind pure Rechenmodelle. Jeder vernünftige Forscher kann diese Studien nicht für plausibel halten. Ich hoffe, dass aus einem wissenschaftlichen jetzt ein politisches Thema wird", sagte Köhler FAZ.NET. Der Lungenfacharzt hatte die mangelnde wissenschaftliche Basis der Stickoxid-Grenzwerte schon im September in einer vielbeachteten Veröffentlichung im "Deutschen Ärzteblatt" kritisiert.

- Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wie bei jeder Studie kann man nicht so einfach ein Ursache-Wirkungsprinzip herstellen, da wir Menschen zu vielen Faktoren unterliegen. Es ist daher sehr einfach, jetzt den Diesel als schwarzes Schaf und Träger allen Übels zu bezichtigen.

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SOTT Fokus: Russland und die Türkei sind sich einig: "US-Putsch in Venezuela, nicht mit uns!"

Während das US-Imperium nicht müde wird, mit immer neuen fadenscheinigen Vorwänden eine Revolution mit Regierungswechsel in Venezuela heraufzubeschwören, stellen sich Russland und die Türkei hinter die venezolanischen Regierung. Diese trotzt den nicht enden wollenden Drohungen aus dem Imperium gegen das Land, dass durch besagtes Imperium in den letzten Jahren in den Ruin getrieben wurde.
Putin Erdogan Maduro
Russland lässt bezüglich dieser neuen Versuche des Imperiums durch den stellvertretenden Außenminister Russlands Sergej Rjabkow verlautbaren, "wir haben [das Land] unterstützt und werden es [auch] weiterhin unterstützen".
Auf die Frage nach der Aussicht auf eine US-Militärintervention in Venezuela sagte Rjabkow:
Wir warnen davor. Wir halten das für ein katastrophales Szenario, das die Grundlagen des Entwicklungsmodells, das wir in Lateinamerika sehen, erschüttern würde.
Rjabkow glaubt nicht, dass die Krise in Venezuela so schnell abflauen wird. Moskau rechne laut dem Minister damit, dass die Vereinigten Staaten und andere Länder den Druck auf Caracas in nächster Zeit sogar erhöhen werden.

Rjabkow erwähnte Präsident Maduro nicht namentlich, machte aber deutlich, dass Moskau dessen Regierung unterstützt. "Venezuela ist freundlich zu uns und unser strategischer Partner", sagte er.
Wir haben es unterstützt und werden es weiterhin unterstützen.
~ RT Deutsch
Zeitgleich gingen russische Abgeordnete noch einen Schritt weiter und stellten klar, dass ein solcher Versuch seitens des Imperiums einem Angriff Moskaus gleichkäme, während gleichzeitig noch mehr russisches Militärgerät im Land einzutreffen scheint:
Separat kommentierten russische Abgeordnete, dass die Unterstützung der USA für Schritte, Maduro von der Macht zu verdrängen, auf die Unterstützung eines illegalen Staatsstreichs hinausläuft. Diese Entwicklung unterstreiche die Besorgnis Moskaus über einen seiner engsten Verbündeten.


Die Aussicht auf einen erfolgreichen Putsch in Venezuela käme einem geopolitischen und wirtschaftlichen Angriff gegen Moskau gleich. Russland ist neben China zu einem der wichtigsten Kreditgeber von Caracas aufgestiegen. Sollte die Wirtschaft des Landes kollabieren, drohen die Kredite ebenfalls zu platzen.

In den Beziehungen zwischen Russland und Venezuela existiert auch eine militärische Komponente. Zwei russische strategische Bomber, die in der Lage sind, Atomwaffen zu tragen, landeten letzten Monat in Venezuela als Teil einer Demonstration der Unterstützung.

Der russische Dumaabgeordnete und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Föderationsrat Franz Klinzewitsch warnte am Donnerstag davor, dass Moskau seine militärische Zusammenarbeit mit Venezuela beenden könnte, wenn Maduro gestürzt würde, den er den legitim gewählten Präsidenten nannte, berichtete die Nachrichtenagentur RIA.


~ RT Deutsch
Auch die Türkei warnt mit deutlichen Worten vor dem US-Putsch und stellt sich hinter Maduros Regierung:

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SOTT Fokus: Planet-Neun-Beschreiber kommentiert neue Theorie: "Absolut unglaubwürdig"

Vor kurzem wurde eine alternative Erklärung zur sogenannten "Planet Neun"-Hypothese veröffentlicht. Professor Jihad Touma von der American University of Beirut und Antranik Sefilian von der University of Cambridge haben auf ArXiv.org und im Fachjournal "Astronomical Journal" eine Theorie präsentiert, mit deren Hilfe man keinen weiteren großen Planeten in den äußeren Bereichen unseres Sonnensystems benötigt, um die abweichenden Umlaufbahnen einiger Objekte in den äußersten Bereichen des Sonnensystems zu erklären.
Mike Brown
© caltech.eduProf. Mike Brown
Dabei haben die beiden Astronomen eine hypothetische Scheibe aus vielen kleinen Objekten beschrieben, die in der Gesamtmasse die gleichen Auswirkungen auf die Umlaufbahnen der Objekte in den äußersten Bereichen des Sonnensystems ausüben soll, wie es bisher die Planet Neun-Theorie vollbracht hat.
Darin schlagen sie eine Scheibe aus kleinen eisigen Körpern mit einer Gesamtmasse von bis zu zehn Mal so viel wie jener der Erde, vor. "In Kombination mit einem vereinfachten Modell des Sonnensystems können die Gravitationskräfte einer solchen hypothetischen Scheibe die ungewöhnliche Orbitalarchitektur einiger Objekte am äußeren Ende des Sonnensystems erklären."

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Andreas Müller von Grenzwissenschaft Aktuell hat in Bezug auf diese neue Theorie jetzt Professor Mike Brown, den bekanntesten Vertreter und Erstbeschreiber von "Planet Neun", befragt.
Gemeinsam mit Konstantin Batygin hat Mike Brown als einer der ersten die möglichen Eigenschaften des hypothetischen "neunten Planeten" konkret beschrieben und in tatsächlichen Modelle des Sonnensystems mit den beobachteten Merkmalen der abweichenden transneptunischen Objekte simuliert. Für Brown und Batygin steht fest, dass bislang alle Daten für die Existenz von "P9" sprechen, den sie seither auch intensiv suchen (...GreWi berichtete).

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Zunächst bleibt festzuhalten, dass die neue Theorie zwar der erste gut durchdachte Versuch ist, eine alternative Erklärung zu finden, diese Erklärung in Sachen Plausibilität jedoch zu wünschen übrig lässt:
GreWi: Professor Brown, wie bewerten Sie die neue Theorie - schließlich sehen zumindest deren Autoren darin ja eine handfeste Alternative zu ihrem Modell eines noch unentdeckten massereichen Planeten, Planet Nine?

Mike Brown: "Ganz ehrlich, mir gefällt das Paper. Es ist wichtig, dass wir nach alternativen Vorschlägen suchen und es ist das erste Mal, dass jemand etwas anderes als Planet Nine vorschlägt, das dann auch jene Phänomene, die wir beobachten, erklären könnte."

GreWi: Aber es gab doch schon zuvor Alternativvorschläge?

Mike Brown: "Ja, auch andere haben schon Vorschläge gemacht, die dann aber nicht die Beobachtungsdaten erklären konnten. Diese Studie tut das nun und das ist ermutigend."

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Im nächsten Abschnitt erklärt Brown mit deutlichen Worten, warum die Theorie in Sachen Plausibilität eher unwahrscheinlich ist:
GreWi: An der Theorie von Touma und Sefilian könnte also ihrer Meinung nach etwas dran sein?

Mike Brown: "Nun, obwohl ich denke, dass diese Erklärung grundsätzlich funktioniert, halte ich sie jedoch zugleich für absolut unglaubwürdig. Die beiden Autoren legen nahe, dass statt eines einzigen Planeten von etwa der 10fache Erdmasse, man diese Masse auch in kleine Objekte aufteilen könnte, die dann in einem gewaltigen Trümmerring irgendwie auf einer länglich gestreckten Umlaufbahn, die dann seit vier Milliarden Jahren stabil die Sonne umkreisen platzieren müsste, den gleichen Effekt wie ein Planet (P9) zu erzeugen. Dieses Modell ist also sehr viel komplizierter als von einem einzelnen Objekt, eben einem Planeten auszugehen. Erst wenn die naheliegende, einfache Erklärung (in Form eines Planeten) angesichts der Beobachtungsdaten scheitern sollte, müssen wir komplexere Szenarien in Betracht ziehen. An diesem Punkt sind wir aber noch nicht angelangt."

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Brown deutet somit zu Recht auf die geringe Wahrscheinlichkeit hin, dass solch eine Scheibe für Milliarden von Jahren in irgendeiner Weise auch nur annähernd stabil die Sonne umkreisen könnte. Er stellt ebenfalls klar, dass man in der Wissenschaft erst nach den einfachsten Erklärungsmöglichkeiten für ein Phänomen suchen sollte (in diesem Fall die Planeten-Theorie), bevor man komplexere und unwahrscheinlichere Erklärungen in Betracht zieht.