Kommentar: Dieser Artikel aus der Österreichischen Presse ist ein pro-Israelisches Propagandastück ohne Gleichen. Wenn Sie diesen Artikel mit dieser Perspektive im Hinterkopf lesen, könnten Sie vielleicht sogar über diese eklatante Offensichtlichkeit der Agenda des Autors amüsiert sein. Sott.net hat weitere Kommentare eingefügt.




Heinz Fischer Bundespräsident Österreich
Bundespräsident von Österreich, Heinz Fischer, äußerte berechtigte Kritik an Israel's Völkermord an den Palästinensern. Er erntete dafür ordentliche Prügel in den Österreichischen Massenmedien.
Heinz Fischer ist bezüglich Israel emotional voreingenommen. Vermutlich treibt ihn der Kreisky-Ödipus-Komplex, von dem er sich offensichtlich nie befreien konnte.



Kommentar: Bemerken Sie, dass dieser Artikel mit einem spontanen, emotionalen ad hominem Angriff ohne Begründung beginnt! Wir wissen also schon, was wir im Rest lesen werden.


Der Bundespräsident der Republik Österreich nutzt die Eröffnung des Europäischen Forums Alpbach vor allem für eine Aussage: Das Vorgehen Israels im Gaza-Krieg hätte eine „beträchtliche, wenn nicht extreme Unverhältnismäßigkeit“ aufgewiesen.


Kommentar: Bemerken Sie hier die Verwendung des Konjunktivs "hätte", um Fischers Aussage in Frage zu stellen, und damit die Leser des Artikels zu beeinflussen.


Zur Immunisierung seiner Aussage schiebt er dann auch noch die Schutzbehauptung nach, dass nicht jede Kritik an Israel „auf die Ebene des Antisemitismus gehoben werden“ kann. Hat er Angst, das könnte jemand behaupten?


Kommentar: Ja, es wird nicht nur behauptet, sondern ist Fakt. Jedwede Kritik an Israel wird immer mit dem "Antisemitismus-Joker" begegnet. Dieses Argument ist völlig unsinnig aber leider recht effektiv wenn man nicht nachdenkt. Tatsächlich sind viele Menschen, die sich zum Judentum bekennen, gegen die Aktionen des zionistischen Staates Israel. Siehe zum Beispiel:

Merkel-Mitarbeiter traf anti-israelische Juden
Jüdisch-Orthodoxe sprechen die Wahrheit aus: Palästina wird unterdrückt!




Erstens: Es ist bedenklich, wenn eine solch scharfe Kritik an Israel das wichtigste Anliegen des österreichischen Bundespräsidenten bei einer - für Österreich - so bedeutenden außenpolitischen Veranstaltung wie dem Forum Alpbach ist.


Kommentar: Wie bitte? Eine "solch scharfe Kritik an Israel"? Fischers benutztes Wort "Unverhältnismäßigkeit" hätte nur schwer milder ausfallen können. Wie wäre es mit der vollen Wahrheit gewesen: z.B. Psychopathische Kriegsmaschinerie Israel verübt Völkermord an einer wehrlosen Bevölkerung seit über 60 Jahren?


Heinz Fischer sorgt sich also nicht um den eskalierenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, mit weitreichenden Folgen für die Europäische Union und Österreich und bisher - laut Angaben der Vereinten Nationen - 2700 Toten, vornehmlich Zivilisten.

Nein, auch der Bürgerkrieg in Syrien mit geschätzten 200.000 Todesopfern, darunter zahllosen Zivilisten, Frauen und Kindern, und Millionen von Flüchtlingen, oder schließlich die Massenmorde im Irak - alle diese Gräuel treiben Fischer nicht so um wie die Frage, ob Israels Reaktion auf die jahrelangen Raketenangriffe der Hamas nicht nur beträchtlich, sondern sogar extrem unverhältnismäßig waren.


Kommentar: Fehlerhafte Argumentation. Die Auslassung anderer Übel auf unserer Welt bedeutet noch nicht, dass Fischers Aussage falsch ist.


Zweitens: Die Kritik an Israel dominiert dann auch die offizielle Homepage des Bundespräsidenten. Geben Sie doch einfach einmal www.bundespraesident.at ein, dann finden Sie auf der Startseite insgesamt sechs Berichte. Zwei davon beziehen sich mit ihrem Titel auf Israels Tadel durch Fischer. Das Thema Israel brennt dem Bundespräsidenten offensichtlich so unter den Nägeln, dass er sich sogar auf eine Polemik mit jüdischen Kritikern seiner Alpbach-Rede einlässt. Ist dies das übliche Verhalten des österreichischen Bundespräsidenten? Nein!


Kommentar: Nein, es ist leider kein "übliches" Verhalten von einem Bundespräsidenten. Leider ist solch ein Verhalten viel zu wenig üblich unter allen Staatsoberhäuptern Europas. Daher kann man Präsident Fischer nur zu seinem Mut gratulieren, etwas über das Unheil in unserer Welt zu sagen.


In Sachen Israel ist Fischer ohnehin bereits übel beleumundet. So nutzte er letztes Jahr den staatlichen Anlass des Neujahrsempfangs für das Diplomatische Corps für einen Rundumschlag gegen Israel und widmete sich erst danach den eigentlich viel wichtigeren Themen eines österreichischen Bundespräsidenten. Heinz Fischer steht mit diesem Verhalten in bester Tradition seines politischen Ziehvaters und Förderers Bruno Kreisky.


Kommentar: Bemerken Sie die sehr abfälligen, emotionalen Worte "beleumundet" und "Rundumschlag".


Fischer bewegte sich seit den 1960er-Jahren im Dunstkreis des früheren Bundeskanzlers Bruno Kreisky, der ja berüchtigt war für seine Hasstiraden gegen Israel. Kreisky beschimpfte israelische Politiker mit antisemitischen Stereotypen, bezeichnete sie als Faschisten und Israel insgesamt als „semi-faschistischen“ Staat. Der jüdische Bundeskanzler verfuhr auch mit dem Judentum nicht gerade zimperlich. So meinte er 1975, die Juden seien kein Volk, doch sollten sie es sein, wären sie ein „mieses Volk“.


Kommentar: Bemerken Sie die sehr abfälligen, emotionalen Worte "Dunstkreis", "berüchtigt", "beschimpfte" etc. Was Präsident Fischer sagte, lässt sich auf Fakten zurückführen. Dazu finden Sie eine Link-Sammlung am Ende dieses Artikels.


Bruno Kreisky negierte Zeit seines Lebens die Bedrohung Israels durch seine arabischen Nachbarstaaten und den Terrorismus der Palästinenser. Er suchte den Fehler immer nur auf der israelischen Seite und bezeichnete sich selbst schließlich nicht mehr als objektiv. Auch die Leugnung des zunehmend stärker werdenden Antisemitismus in den arabischen Gesellschaften gehört zu den großen Fehleinschätzungen Bruno Kreiskys.

So vorsichtig und abwägend sich Bundespräsident Fischer sonst zu politischen Themen äußert, so sehr ist er getrieben vom Bedürfnis, Israel immer wieder zu verurteilen, und dabei gerät ihm auch ganz schnell Schaum vor den Mund. Das alles sind eindeutige Zeichen emotionaler Voreingenommenheit, die sich kein Spitzenpolitiker und schon gar nicht der österreichische Bundespräsident leisten sollte.


Kommentar: Hier sehen wir Projektion (Psychoanalyse) in Echtzeit. Der Author dieses Artikels projiziert "emotionale Voreingenommenheit auf Präsident Fischer, während sein eigener Artikel ein Musterbeispiel von voreingenommener Emotionalität ist. Das sollte der Autor als Psychoanalytiker eigentlich wissen und in Schach halten können.


Zum Autor:

Mag. Martin Engelberg ist Psychoanalytiker, Geschäftsführer der Wiener Psychoanalytischen Akademie,
geschäftsführender Gesellschafter der Vienna Consulting Group sowie Mitherausgeber des jüdischen Magazins „NU“.