Wissenschaft und TechnologieS


Mars

Der Mars "war einmal" lebensfreundlich

Selbst zehn Jahre nach Beginn der Mission, liefert der NASA-Mars-Rover immer noch neue Entdeckungen: Im Krater Endeavour, in dem der Rover seine Arbeit versieht, gab es einst nicht nur milde, lebensfreundliche Bedingungen sondern auch Wasser - und das deutlich länger als bisherige Untersuchungen dies nahe legten.

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© NASA/JPL-Caltech/Cornell/Arizona State Univ.Opportunity-Panorama mit Blick auf den "Matijevic Hill".
St. Louis (USA) - Wie die Forscher um Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis aktuell im Fachjournal Science berichten, entdeckten sie im Gestein am sogenannten "Matijevic Hill" eisen- und aluminiumhaltige Tonmineralien, sogenannten Smektit, die vor rund 4 Milliarden Jahren mit fließendem Wasser interagiert haben mussten. Unmittelbar nach der Entstehung des Kraters war dieses Wasser wohl zunächst noch sehr salz- und säurehaltig, während es vor der Kraterentstehung nur leicht säurehaltig und damit zumindest potentiell für mikrobielles Leben geeignet war.

Book

Neue Studie sieht keine Vorteile in Gentechnik Anbau

Die Saatgutkonzerne weisen wiederholt darauf hin, dass sich die wachsende Weltbevölkerung nur mit dem höheren Potenzial gentechnisch veränderter Pflanzen ernähren lässt. Eine neue Studie der Grünen kommt dagegen zu dem Urteil, dass die Ernte von GVO-Pflanzen keinesfalls größer ist als bei konventionell gezüchteten Sorten. Stattdessen müssten die Landwirte viel mehr Pflanzenschutzmittel einsetzen.

Wie die Partei am Donnerstag bei der Vorstellung der Untersuchung erklärte, bringt Gentechnik auf dem Acker unter dem Strich keine ökonomischen Vorteile. "Die Landwirtschaft in den USA ist im Vergleich zu der Westeuropas in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht sogar zurückgefallen - weil sie auf Gentechnik gesetzt hat", sagt Martin Häusling, Agrarexperte der Grünen im EU-Parlament laut der Süddeutschen Zeitung.

Rocket

Mondfahrzeug "Yutu" hat technische Probleme

yutu
© rtrDas chinesische Mondfahrzeug "Yutu" bereitet dem technischen Personal im Kontrollzentrum momentan Kopfzerbrechen.
In China war man vor gut sechs Wochen mächtig stolz, als das Raumfahrzeug "Jadekaninchen" unversehrt auf dem Mond gelandet ist. Doch jetzt geben "Unregelmäßigkeiten" Anlass zur Sorge.

Knapp eineinhalb Monate nach seiner Landung auf dem Erdtrabanten hat das chinesische Mondfahrzeug "Yutu" offenbar technische Probleme. Es gebe eine "Unregelmäßigkeit bei der technischen Kontrolle" berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Dies habe mit "der komplizierten Umgebung auf der Mondoberfläche" zu tun. Die zuständigen Wissenschaftler arbeiteten an einer "Überprüfung", hieß es weiter.

"Yutu", das "Jadekaninchen", ist seit dem 14. Dezember auf dem Mond im Einsatz. Mehrere Stunden nach der ersten chinesischen Mondlandung überhaupt startete der Roboter seine Erkundungsfahrt. Nach zwei Tagen sendete der ferngesteuerte Rover dann erste Aufnahmen zur Erde. China ist das dritte Land nach den USA und der früheren Sowjetunion, dem eine Mondlandung glückte. Das letzte Mal hatte die Sowjetunion im Jahr 1976 erfolgreich eine Sonde zum Mond geschickt.

Galaxy

Stephen Hawking: Es gibt keine schwarzen Löcher - nur graue!

Stephen Hawking
© dpa Picture-Alliance, Action PressStephen Hawking (72) gilt als einer der klügsten Menschen der Welt. Er behauptet: Es gibt keine schwarzen Löcher
Wirbelt Stephen Hawking (72) unser Verständnis vom Weltraum durcheinander? Die Existenz schwarzer Löcher galt in der Fachwelt bisher als sicher. Doch nun behauptet der geniale Astronom: Es gibt sie gar nicht!

Laut einem Bericht der britischen Zeitung Daily Mail schreibt der wohl bekannteste Physiker der Welt in seinem Artikel „Erhaltung und Wettervorhersage für schwarze Löcher“: „Die Abwesenheit eines Ereignis-Horizonts bedeutet, dass es keine schwarzen Löcher gibt - in dem Sinne von Kräften, aus denen selbst Licht nicht entkommen kann.“

Fish

Unbekannte Flussdelfinart entdeckt

Erstmals seit Ende des Ersten Weltkrieges haben Biologen eine neue, bislang unbekannte Art von Flussdelfinen entdeckt. Die im Fluss Araguaia im brasilianischen Amazonasgebiet entdeckte Delfinart ist eine von nur fünf bekannten Arten weltweit - drei davon sind derzeit vom Aussterben bedroht.

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© Nicole DutraEin Exemplar der neuentdeckten Araguaia-Flussdelfine.
Coronado (Brasilien) - Wie die Forscher um Dr. Tomas Hrbek von der Universidade Federal do Amazonas aktuell im Fachjournal PLoS One berichten, konnte anhand von DNA-Analysen gezeigt werden, dass sich diese Delfinart vor rund zwei Millionen Jahren von anderen südamerikanischen Flussdelfinarten abgespaltet hatte. Die Forscher vermuten, dass im Araguaia rund 1.000 Tiere leben könnten.

Ice Cube

Tauchroboter entdeckt unbekannte Fauna- und Flora unter der Eisdecke des Rossmeeres

Mit einem Tauchroboter haben US-Biologen an der Unterseite des Ross-Eisschelfs bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten sowie einen bislang gänzlich unidentifizierten Organismus entdeckt. Astrobiologen sehen in der Entdeckung einen Ausblick auf mögliche außerirdische Lebensformen, wie sie vielleicht auch im unter einer kilometerdicken Eisdecke verborgenen Ozean auf dem Jupitermond Europa existieren könnten.

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© Dr. Frank R. Rack, ANDRILL Science Management Office, University of Nebraska-LincolnEine bislang unbekannte Anemonenart lebt an bzw. unterhalb des Eisdecke des antarktischen Ross-Schelfeises. Ebenfalls auf der Aufnahme sichtbar: ein bislang gänzlich unbekannter Organismus, der an einer Anemone anhaftet.
Columbus (USA) - Wie die Forscher um Marymegan Daly von der Ohio State University, Frank Rack und Robert Zook von der University of Nebraska-Lincoln aktuell im Fachjournal PLoS One berichten, wurden das Biotop mit dem zylindrischen Bohr- und Tauchroboter SCINI (Submersible Capable of under Ice Navigation and Imaging) schon 2010 im Rahmen des antarktischen Bohrprojekts ANDRILL (ANtarctic geologic DRILLing) der National Science Foundation unter dem 270 Meter dicken Eispanzer des Ross-Schelfeises im Rossmeer entdeckt.

X

Quecksilber senkt bei Vögeln die Fruchtbarkeit

Enthält die Nahrung von Vögeln viel Quecksilber, stört das ihren Hormonhaushalt und verringert ihren Paarungserfolg. Das ergaben Fütterungsversuche mit unterschiedlichen Mengen des Schwermetalls für eine Studie von Biologen der Universität von Florida (USA). Wie die Apotheken Umschau berichtet, hatten Ibisse umso weniger Nachwuchs, je mehr Quecksilber sie aufnahmen. Überraschende weitere Beobachtung: Das Schwermetall förderte sogar die Bildung homosexueller Paare unter den männlichen Tieren. Doch nicht nur das ließ die Geburtenrate sinken. Auch die Hetero-Vogelpaare hatten weniger Nachwuchs.

Cassiopaea

Asteroid 2009 FD bleibt potentiell gefährlich

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© ESOVLT-Bild des Asteroiden 2009 FD.
Mithilfe des Very Large Telescope ist es gelungen, den potentiell gefährlichen Asteroiden 2009 FD wiederzuentdecken und so neue Daten zur Berechnung seiner Umlaufbahn zu gewinnen. Trotzdem bleibt für den rund 130 Meter durchmessenden Asteroiden ein geringes Kollisionsrisiko mit der Erde - allerdings erst Ende des kommenden Jahrhunderts.

Es gibt nur wenige Asteroiden, bei denen man eine Kollision mit der Erde nicht sicher ausschließen kann. Und auch diese sollten niemandem schlaflose Nächte bereiten, da auch hier die Wahrscheinlichkeit eines Treffers noch immer sehr gering ist.

Asteroiden, die auf ihrer Bahn um die Sonne der Erde nahe kommen, können mit Teleskopen, die in der Regel zur Suche nach erdnahen Asteroiden eingesetzt werden, oft nur für kurze Zeit verfolgt werden, weil sie bei größerer Entfernung schnell wieder zu lichtschwach sind.

Kommentar: Die "Kartografie" von Asteroiden ist eine unmögliche Aufgabe, wie Berichte von zu spät entdeckten Himmelskörpern immer wieder zeigen:

Ein Asteroid verfehlte die Erde letzte Woche - Wie hoch sind die Chancen, dass dies immer so ist?
Zu spät entdeckter Asteroid 2014 AA trat in Atmosphäre ein
Asteroid verfehlte nur knapp die Erde
Asteroid NE19 raste knapp an Erde vorbei - Vor weniger als eine Woche entdeckt

Das umfasst auch kleinere Körper, die seit Jahren immer häufiger gesichtet werden:

Anstieg Feuerbälle, ams, american meteor
© SOTT.net



Saturn

Zwergplanet Ceres sprüht Wasserdampf ins All

ceres
© unbekanntDer rund 950 Kilometer große Zwergplanet Ceres, der zwischen den Bahnen von Jupiter und Mars die Sonne umrundet, stößt an zwei Stellen auf seiner Oberfläche mäßig große Mengen an Wasserdampf aus (künstlerische Darstellung). Die Ausstoßrate wird auf rund sechs Kilogramm pro Sekunde geschätzt. Somit verhält sich Ceres ein wenig wie ein Komet.
Das Sonnensystem ist immer wieder für eine Überraschung gut: Mit dem europäischen Infrarotsatelliten Herschel stellte ein Forscherteam um Michael Küppers von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA fest, dass der Zwergplanet Ceres (1) pro Sekunde rund sechs Kilogramm Wasserdampf ausstößt. Somit verhält sich der mit 950 Kilometer Durchmesser größte Himmelskörper im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter ein wenig wie ein Komet oder wie der Saturnmond Enceladus.

Schon vor rund 30 Jahren wiesen spektroskopische Untersuchungen von Ceres darauf hin, dass dieser Himmelskörper offenbar einen erheblichen Wasseranteil aufweist. Auf seiner sehr dunklen Oberfläche wurden hydratisierte Minerale gefunden, in deren Kristallstruktur größere Mengen an Wasser fest eingebaut sind. Zudem wies die im Vergleich zu einem silikatischen Asteroiden relativ niedrige mittlere Dichte von rund 2,1 Gramm pro Kubikzentimeter ebenfalls auf größere Gehalte von Wasser hin. Der etwa halb so große, überwiegend aus Silikatmineralen und metallischem Eisen bestehende Asteroid (4) Vesta hat eine mittlere Dichte von 3,5 Gramm pro Kubikzentimeter. Die Planetenforscher gehen davon aus, dass Ceres ein so genannter differenzierter Himmelskörper ist, sich in diesem Fall also in einen Kern aus Silikatmineralen, einen eishaltigen Mantel und eine dünne dunkle Kruste aus wasserhaltigen Mineralen gliedert.

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Der Teufelskreis mit Monsantos Pflanzengift "Roundup"

 Haferfeld mit Disteln
© G. ElsnerUnkraut auf US-Feldern zunehmend resistent gegen Glyphosat.
Auf den Baumwoll-, Soja- und Maisfeldern in den USA breiten sich sogenannte Super-Unkräuter aus, die vollkommen resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel sind. Gentechnik-Gegner und einige Wissenschaftler machen gentechnisch veränderte Pflanzen für dieses Phänomen verantwortlich. "Die Vereinigten Staaten steuern auf eine Krise zu", warnte eine im September im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Studie.

In einigen Regionen des Landes wüchsen die Unkräuter, die resistent gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat seien, schon auf einem Großteil der Felder. Diese Kulturen basieren in den USA zu 90 Prozent auf gentechnisch verändertem Saatgut. In einer vor knapp einem Jahr veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsbüros Stratus gaben 49 Prozent der befragten Landwirte an, 2012 Glyphosat-resistente Unkräuter auf ihren Flächen gefunden zu haben. Das war ein Anstieg um 34 Prozent binnen eines Jahres.