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Saturn

Statistische Studie: Mindestens 1 Milliarde lebensfreundliche Planeten alleine um sonnenähnliche Sterne

Erdähnliches Planetensystem
© NASA/Tim PyleKünstlerische Interpretation eines vom Weltraumteleskop Kepler entdeckten Planetensystems mit erdähnlichen Planeten.

Pasadena/ USA - Anhand der bisherigen Daten der Beobachtungen mit dem NASA-Weltraumteleskop "Kepler" haben US-Astronomen die Wahrscheinlichkeit erdähnlicher Planeten um sonnenähnliche Sterne neu berechnet und kommen zu dem Schluss, dass rund ein Drittel derartiger Sterne erdähnliche Planeten innerhalb der "habitablen Zone" beherbergen.

Erst im vergangenen Frühjahr offenbarte eine erste Auswertung der ersten 136 Beobachtungstage mit dem Weltraumteleskop Kepler anhand der Beobachtungen von rund 150.000 Sternen Hinweise auf 1.235 potentielle Exoplaneten.

Eine statistische Auswertung dieser Daten durch Wesley Traub vom "California Institute of Technology", die sich auf sonnenähnliche Sterne konzentriert, Sterne also der Spektralklassen F, G und/oder K, kommt zu dem Schluss, dass mittelgroße Planeten mit einer ebenso hohen Wahrscheinlichkeit um lichtschwache Sterne zu erwarten sind als um helle. Hingegen sei die Wahrscheinlichkeit, mit Kepler kleinere Planeten zu finden deutlich geringer - was jedoch vornehmlich daran liege, dass sie selbst mit dem spezielle für die Suche nach erdgroßen Felsplaneten ausgelegten Teleskop schwerer zu finden sind.

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Internationale Studie deckt genetische Grundlage der Lungenfunktion auf

Neuherberg, 26.09.2011. Wissenschaftlern ist ein Durchbruch im Verständnis von Lungenfunktion und Lungengesundheit gelungen - ein erster Schritt für neue Präventions- und Therapieansätze. Das SpiroMeta- und das CHARGE-Konsortium, an denen auch Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München beteiligt sind, haben 16 Regionen des menschlichen Genoms identifiziert, die direkten Einfluss auf die Gesundheit der Lunge nehmen. Die Studie erschien am 25. September 2011 im renommierten Fachjournal Nature Genetics.

Die Studie, die das SpiroMeta- und das CHARGE-Konsortium in der gestrigen Ausgabe von Nature Genetics gemeinsam veröffentlicht haben, bedeutet einen Durchbruch im Verständnis von Lungenfunktion und Lungengesundheit. Sie weist den Weg zu neuen Ansätzen für die Prävention und Therapie von Lungenerkrankungen wie Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), weil sie neue Erkenntnisse über die molekularen Mechanismen der Entstehung häufiger Lungenerkrankungen erbringt. 16 häufig vorkommende genetische Varianten, die direkten Einfluss auf die Lungenfunktion haben, konnte die bisher größte epidemiologische Studie zur Lungenfunktion identifizieren: dazu wurden bei über 48 000 Individuen je 2,5 Millionen genetische Varianten untersucht und in unabhängigen Kohorten in über 46 000 Teilnehmern verifiziert. Aus den Erkenntnissen sollen nun die Entstehungsmechanismen der Erkrankungen und konkrete Ansätze für Therapie und Prävention erarbeitet werden.

Attention

Gedankenlesen: Wissenschaftler rekonstruieren zuvor gesehene Filmsequenzen anhand von Hirnaktivitätsmustern

Gedankenlesen: Filmszenen
© University of California - BerkeleyVergleich: Das Originalbild der betrachteten Filmszene und die Rekonstruktion der Forscher (Video siehe unten).

Berkeley/ USA - Stellen Sie sich vor, sie könnten sichtbar machen, was ein Komapatient denkt oder einen eigenen Traum noch einmal betrachten. US-Wissenschaftler sind dieser Vision durch die Verknüpfung neuster Hirnscanverfahren mit ebensolchen Computersimulationen einen großen, faszinierenden, hoffnungsvollen und ebenso beängstigenden Schritt näher gekommen.

Mit der Kombination von funktioneller Kernspintomografie (fMRI/fMRT) und Computermodellen ist Forschern um die Neurowissenschaftler Dr. Shinji Nishimoto und Professor Dr. Jack Gallant von der "University of California - Berkeley" (UCB) nicht nur die Entschlüsselung sondern auch die Rekonstruktion dynamischer visueller Erfahrungen - im aktuellen Fall dem Betrachten von Kinofilm-Trailern - gelungen.

Auch wenn mit der nun präsentierten Methode lediglich die Rekonstruktion von Filmausschnitten möglich ist, die eine Testpersonen tatsächlich zuvor gesehen hatte, so handele es sich doch um "einen Durchbruch auch in der Rekonstruktion von 'Filmen', die nur in unseren Köpfen ablaufen und wie sie eigentlich sonst niemand sehen kann: Träume und Erinnerungen" so die Forscher, die ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazin Current Biology publiziert haben.

Hourglass

Wissenschaftler suchen nach Erklärungen für überlichtschnelle Elementarteilchen: Reisten CERN-Neutrinos durch Wurmlöcher?

Detektoreinheit CERN
© operaweb.lngs.infn.itDie gewaltige Detektoreinheit des OPERA-Experiments am CERN.

London/ England - Seit der Bekanntgabe der Messung von Neutrinos, die die Strecke zwischen dem italienischen Gran Sasso Laboratory (CERN 2) und dem Europäischen Kernforschungszentrum CERN nahe Genf offenbar schneller als das Licht zurückgelegt haben (...wir berichteten), steht die Wissenschaftsgemeinde Kopf und ringt um eine Erklärung der eigentlich der Einsteinschen Relativitätstheorie widersprechenden Messergebnisse. Neben schlichten Messfehlern ziehen einige Wissenschaftler nun sogar Varianten von Wurmlöchern in Betracht.

Während selbst die Wissenschaftler am CERN ihren Messungen noch nicht ganz zu trauen scheinen und ihre Daten der Wissenschaftsgemeinde zur Überprüfung zur Verfügung gestellt haben, bezweifeln viele Wissenschaftler, dass die Forscher am CERN trotz einer monatelangen Überprüfung der Experimente und Daten einem Fehler aufgesessen sein sollen und suchen nach alternativen Erklärungen.

"Sollten sich die Messergebnisse bestätigen, würde dies eine vollständige Überarbeitung unseres Verständnisses des Universums erfordern", zeigt sich Physikprofessor Brian Cox von der "University of Manchester" von der Erklärung der CERN-Forscher sichtlich beeindruckt. Tatsächlich stellt die angebliche Unüberwindbarkeit der Lichtgeschwindigkeit einen Grundpfeiler des wissenschaftlich-physikalischen Weltbildes und seiner Kosmologie dar. "Etwas, das sich schneller Bewegt als das Licht, das wäre die tiefgreifendste Entdeckung der vergangenen 100 Jahre - eine wirklich große Sache!", so Cox in einem Interview gegenüber der BBC.

Butterfly

Die Signatur der Sphären

Seit Jahrtausenden lebt in der Menschheit die Idee, dass in unserem Sonnensystem eine geheimnisvolle Ordnung sei sie mathematisch-geometrischer oder harmonisch-musikalischer Natur verborgen ist. Pythagoras war von einer Sphärenmusik überzeugt, Platon brachte die Anordnung der Himmelskörper mit bestimmten Zahlen in Verbindung. Vor allem Johannes Kepler war es dann, der am Beginn der wissenschaftlich geprägten Neuzeit richtungsweisende Gedanken zur Welt-Harmonik entwickelte und versuchte, sie mit Hilfe der von ihm entdeckten Planetengesetze auf ein exaktes Fundament zu stellen.

Auf der Grundlage moderner astronomischer Erkenntnisse und Berechnungsverfahren konnte Hartmut Warm zu seiner eigenen Verwunderung den Nachweis erbringen, dass in unserer kosmischen Heimat in der Tat eine wunderbare und äußerst verblüffende Ordnung vorhanden ist. "Es finden sich sehr genaue Entsprechungen zu bestimmten geometrischen Figuren und musikalischen Intervallen, allerdings in einer anderen Art und Weise als alle bisherigen Vorstellungen hiervon sich träumen ließen. Mehr noch, die Planeten scheinen uns mit ihrer Anordnung und ihren zueinander in Beziehung stehenden Bewegungen eine Art Botschaft in geometrischen Bildern zu verkünden.


Cheeseburger

Studie: Übergewichtige speichern Fett länger

Maßband
© Marc Dietrich / Fotolia

Übergewichtige speichern mehr Fettsäuren im Gewebe - und vor allem auch länger als normalgewichtige Menschen. Das haben Physiker der Universität Wien in einem internationalen Forscherteam mit Hilfe der C-14-Methode herausgefunden.

Das menschliche Fettgewebe dient als "Sparkasse" für Fettsäuren, die es in der chemischen Form von Triglyceriden speichert. Die Dynamik der Auf- und Abbauprozesse von Fett war aber bisher kaum bekannt. So war nicht klar, wie lange menschliche Fettsäuren gespeichert werden. Mit einem neuen Verfahren ist es jetzt gelungen, diese Fragen zu beantworten, teilte die Universität Wien mit.

Ladybug

Zaubermittel Harmonin: Marienkäfer tötet Malaria

Die Körperflüssigkeit des Asiatischen Marienkäfers ist stark antimikrobiell und kann dadurch erfolgreich Malaria- und Tuberkuloseerreger abwehren. Ob sich aus der Käfer-Hämolymphe ein Medikament für den Menschen herstellen lässt, ist noch unklar.
Marienkäfer
© picture alliance / dpa

Eine Substanz des Asiatischen Marienkäfers setzt sich erfolgreich gegen Malariaparasiten und andere Krankheitskeime zur Wehr. Das haben Gießener Forscher bei der Untersuchung der Körperflüssigkeit des Käfers entdeckt, der sogenannten Hämolymphe. Die Wissenschaftler um Jochen Wiesner und Andreas Vilcinskas von der Fraunhofer-Projektgruppe Bioressourcen stellen ihre Laborversuche in den britischen Biology Letters vor. Ob sich aus der Käfer-Hämolymphe ein Medikament für Menschen entwickeln lässt, ist allerdings noch völlig offen.

Parasiten werden resistent

Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Gemeinsam mit Tuberkulose und Aids gehört die Krankheit zu den häufigsten tödlichen Infektionen weltweit. Eine Malaria-Impfung existiert nicht und ist auch nicht in Sicht. Ein großes Problem ist, dass die Malariaparasiten gegen einst wirksame Medikamente zunehmend resistent geworden sind. Mediziner suchen daher dringend nach neuen Mitteln gegen die Parasiten.

Magnify

Direkt ins Gesicht geschrieben: Wespen erkennen Kraftpotentiale

Im Gesicht des Rivalen erkennen Feldwespen, wie aggressiv ihr Gegenüber tatsächlich ist. Selbst mit Manipulationen können die Forscher die Tiere nicht über die wahre Stärke der Tiere täuschen.
Wespe
© picture alliance / dpaHat ein Wespengesicht viele Fragmentierungen, ist die Wespe besonder aggressiv.

Feldwespen erkennen am Gesichtsmuster ihrer Artgenossen, mit wie viel Aggression sie bei ihrem Gegenüber rechnen müssen. Dabei können die Tiere nach einer Studie von Forschern der US-amerikanischen Universität Michigan sogar durchschauen, ob Aussehen und tatsächlicher Kampfgeist übereinstimmen. Dafür haben die Biologinnen Elizabeth Tibbetts und Amanda Izzo Feldwespen so manipuliert, dass ein Schwächling aussah wie ein Rambo. Artgenossen deckten den Schwindel auf und bestraften Hochstapler, wie das Team im Journal Current Biology berichtet.

Um keine Energie unnötig in ständige Kämpfe mit Rivalen zu vergeuden, machen viele Tiere schon mit ihrem Äußeren klar: "Leg Dich am besten nicht mit mir an, Du hast keine Chance." Eigentlich wäre es eine gute Strategie für Weichlinge, sich als Raufbold zu tarnen, überlegten die Biologinnen aus Michigan. Allerdings hätten diese Schwindler bei den Feldwespen wohl keine Chance. Sie werden enttarnt und überlegene Rivalen schlagen mit ihren Antennen auf sie ein.

Ladybug

"Zombie-Wächter" wie im Horrorfilm: Wespen manipulieren Marienkäfer

Es klingt ein bisschen wie ein Horrorfilm, was Forscher über die Brackwespe herausgefunden haben: Die Insekten stechen Marienkäfern nicht nur ihre Eier in den Bauch, sondern machen sie auch noch geschickt zum Bodyguard ihres Nachwuchses. Einen Haken allerdings hat die Manipulation.
Marienkäfer auf Blüte
© picture alliance / dpaDie meisten Marienkäfer überleben die Manipulation und verhalten sich hinterher wieder völlig normal.

Französisch-kanadische Forscher haben ein fast unglaubliches Verhalten der Brackwespe untersucht: Das Tier sticht sein Ei in den Bauch eines Marienkäfers und manipuliert ihn auch noch so, dass der Käfer zum Wächter des heranwachsenden Parasiten wird. Die Larve lebe etwa 20 Tage lang in ihrem Wirt und ernähre sich von dessen Gewebe - allerdings ohne ihn dabei zu töten. Das berichtet eine Gruppe um Frédéric Thomas von der französischen Universität Montpellier und der kanadischen Universität Montréal in den Biology Letters.

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Kreidezeit: Vögel gehen mit Sauriern unter

Eine neue Untersuchung zeigt, dass die aufstrebende Vogelwelt in Kreidezeit zusammen mit den Sauriern unterging. Nur eine kleine Gruppe überlebt und verzweigt sich zu allen heutigen Vogelarten.
Skelett eines Urvogels
© picture alliance / dpaDas rekonstruierte Skelett eines Urvogels (Pelagornis chilensis).

Das erste große Vogelsterben kam zusammen mit dem Ende der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Die frühen Urvögel, Verwandte der Saurier, hatten sich bis zum Ende der Kreidezeit immer weiter entwickelt und verschiedene Formen gebildet. Mit der globalen Katastrophe am Ende dieser Ära wurden jedoch die meisten Vögel ausgelöscht. Nur wenige Gruppen überlebten und bildeten den Stamm der späteren Vogelwelt. Das ergab eine Neuuntersuchung bereits gefundener Fossilien, berichtet Nicholas Longrich von der Yale Universität in New Haven (USA) in den Verhandlungen der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS”).

Longrich hatte die Archive verschiedener amerikanischer und kanadischer Museen nach den Überresten von frühen Vögeln durchsucht, die gegen Ende der Kreidezeit lebten. Da diese fragilen Skelette kaum jemals vollständig erhalten blieben, konzentrierte er sich beim Vergleich und zur Artbestimmung auf einen bestimmten Knochen, das sogenannte Coracoid (Rabenschnabelbein). Dieser ist innerhalb einer Art immer von sehr konstanter Form und eignet sich daher zur Bestimmung.