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Schimpansen sind dem Menschen ähnlicher als Gorillas

Die Menschen haben eine engere Verwandtschaft mit den Schimpansen als mit den Gorillas. Erkennbar ist dies durch Muskelstellen am Oberschenkel. Das geht aus einer Studie eines Forschers der Universität Zürich hervor, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte.
Schimpansen
© KeystoneZoobesucher in Gossau habens schon lange gewusst: Schimpansen essen sogar Gelati (Archiv).

Zürich. - Beim Menschen und beim Schimpansen seien Muskelansatzstellen am Oberschenkel ähnlich ausgebildet. Beim Gorilla seien die Knochen dagegen anders geformt, obwohl er sich ähnlich fortbewege wie der Schimpanse, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Mensch und der Schimpanse seien aus Sicht der Evolution somit etwa so verwandt wie Geschwister. Menschen und Gorillas dagegen dürften eher Cousins und Cousinen sein. Die Oberschenkelknochen sind gemäss den Forschern für die Fortbewegung entscheidend.

Butterfly

Trinktechnik bestimmt Nektarwahl

Insekten bevorzugen unterschiedlich süßen Blütennektar. US-Forscher finden heraus, dass das an der Trinktechnik liegt. Denn je süßer der Nektar, desto dicker der Saft. So fällt es beispielsweise den Schmetterlingen schwer, dicken Saft durch ihren Rüssel aufzusaugen. Bienen, die schlecken, haben dagegen leichtes Spiel.
Biene saugt Nektar
© picture alliance/dpaBienen tauchen ihre Zunge in den Nektar und ziehen sie dann zurück.

Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge - sie alle fliegen auf süßen Blütennektar. Von welcher Pflanze diese und andere Nektar trinkende Tiere naschen, hängt maßgeblich von der angewandten Trinktechnik ab, haben US-Forscher nun herausgefunden. So trinken Bienen, die ihre Zunge in den süßen Pflanzensaft tauchen, süßeren Nektar als etwa Schmetterlinge, die den Saft aufsaugen, schreiben die Wissenschaftler in den Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften. Das liege daran, dass mit dem Zuckergehalt die Viskosität des Nektars zunimmt und er sich dann nicht mehr so leicht aufsaugen lässt.

Ambulance

Kokain bremst laut Studie Entwicklung im Gehirn

Genfer Forscher haben jetzt herausgefunden, dass bei Mäusen, die vor der Geburt Kokain ausgesetzt gewesen sind, das System für die neuronale Übertragung im Gehirn langsamer reift. Die Schweizer Wissenschaftler schätzen, dass sich dieses Resultat "wahrscheinlich" auf den Menschen übertragen lässt.
Kokain
© APA/Guenter R. Artinger

Jede fünfte Frau konsumiert während der Schwangerschaft Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Kokain. Mit der vom Schweizer Nationalfonds unterstützten Studie untersuchte Christian Lüscher von der Universität Genf, wie sich Mäuschen entwickeln, wenn das Muttertier während der Tragzeit Drogen ausgesetzt ist.

Die Forscher benutzten Kokain, weil sie wussten, dass die Substanz durch die Plazenta direkt ins Gehirn des Fötus eindringt. Sie wollten beobachten, wie sich die Droge auf jene Zellen auswirkt, die Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff wird freigesetzt, sobald ein mit einer Belohnung verbundenes Signal erfolgt.

Radar

Superschnelle Muskeln in Fledermäusen entdeckt

Zwanzig Mal schneller als die schnellsten Muskeln des Menschen: Fledermäuse verfügen über pfeilschnelle Muskeln, die sie beim Beutefang einsetzen.
fledermaus,
© infografik welt onlineÜber ihre Nase oder ihr Maul stoßen die Fledermäuse hochfrequente Rufe aus. Die ausgestoßenen Schallwellen (rot) breiten sich im Raum aus und treffen auf ein Insekt. Dort werden die Schallwellen reflektiert und bewegen sich als veränderte Schallwellen zurück zum Ohr der Fledermaus (blau). Das geriefte Ohr nimmt das Echo auf: Schallwellen von oben treffen das Ohr an einer anderen Stelle als Schallwellen von unten. Anhand des zurückgeworfenen Echos erkennt die Fledermaus Form, Größe, Ort und Bewegungsrichtung des Insekts. Jetzt kann sie ihre Beute noch im Flug schnappen.

Fledermäuse benutzen superschnelle Muskeln, um sich in der Dunkelheit zu orientieren und Beute zu jagen. Über diese Entdeckung berichten Forscher aus Dänemark und den USA in der Fachzeitschrift Science.

Bislang waren solche Muskeln nur bei Klapperschlangen, einigen Fischen und Vögeln bekannt. Nun seien sie erstmals auch bei Säugetieren nachgewiesen worden, schreibt das Team um Coen Elemans von der Universität von Süddänemark in Odense.

Beim Sturzflug auf die Beute steigert die Fledermaus ihre Echoortung auf bis zu 190 Rufe pro Sekunde. Wie das Tier diese hohe Frequenz erzeugen kann, war bislang rätselhaft.

Telescope

Neue Zählung: Mehrzahl erdnaher Asteroiden noch nicht entdeckt

NEOWISE-Zählung erdnaher Asteroiden
© NASA/JPL-CaltechVergleich: Die auf der neuen NEOWISE-Zählung basierende tatsächliche Anzahl erdnaher Asteroiden (l.) und das nun veraltete bisherigen Modell (r.). (Klicken Sie auf die Abbildung, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.)

Pasadena/ USA - Eine neuen Studie der Beobachtungsdaten mit dem NASA-Infrarot-Weltraumteleskop "WISE" (Wide-field Infrared Survey Explorer) belegt zum einen zwar, dass wahrscheinlich bereits 90 Prozent aller großen erdnahen Asteroiden entdeckt wurden, zum anderen offenbart sie aber auch, dass ein Großteil aller erdnahen Asteroiden unterschiedlicher Größen noch immer unbekannt ist.

Anhand der neuen Beobachtungsdaten schätzen Astronomen, dass es zwischen 19.500 und 35.000 mittelgroße - das heißt 100 bis 1.000 Meter durchmessende - Asteroiden gibt.

Von bislang vermuteten 1.000 wirklich großen Asteroiden - mit Durchmessern ab einem Kilometer - in Erdnähe konnte WISE nur 981 entdecken, von welchen allerdings 911 bereits bekannt sind. Keiner dieser bekannten Asteroiden stelle innerhalb der nächsten Jahrhunderte ein erhöhtes Risiko für die Erde dar, so die Forscher. Zudem glauben die Wissenschaftler, dass alle erdnahen Asteroiden von rund 10 Kilometern Durchmesser ebenfalls bereits bekannt sind. Ein Brocken solcher Größe, so sind sich Forscher einig, war einst für das Massenaussterben der Dinosaurier verantwortlich.

Sun

Wie asiatische Elefanten Hitze ertragen

Elefanten
© Harald Schwammer, VetMed

Elefanten können weder schwitzen noch hecheln, um sich abzukühlen. Zusätzlich begrenzt ihr enormes Körpervolumen - relativ zur Oberfläche - die Möglichkeit, Körperwärme abzugeben. Einer Studie zufolge senken die Tiere daher in der Nacht ihre Körpertemperatur und können so untertags mehr Wärme speichern.

So können sie laut den Wissenschaftlern vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität (Vetmeduni) Wien die hohen Tagestemperaturen ertragen.

Große Temperaturschwankung

Die Temperaturen im natürlichen Lebensraum asiatischer Elefanten liegen im Schnitt zwischen 30 und 35 Grad Celsius. Seit längerem wird schon vermutet, dass die Dickhäuter ähnlich wie Kamele und andere Säugetiere in der Wüste einen Mechanismus zur Wärmespeicherung besitzen könnten. Diese "adaptive Heterothermie" genannte Fähigkeit erlaubt es, die Körpertemperatur je nach Außentemperatur zu verändern. Überschüssige, tagsüber gespeicherte Körperwärme wird in kühleren Nachtstunden abgegeben.

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Studie: Koalas besitzen menschenähnlichen Kehlkopf

Canberra (dts) - Wissenschaftler haben herausgefunden, dass männliche Koalas einen Kehlkopf besitzen, der ähnlichen dem eines Menschen ist. Dies beschreiben die Forscher in dem Fachmagazin Journal of Experimental Biology. “Ein solcher Kehlkopf wurde noch bei keinem Beuteltier gefunden, bisher dachte man, dass nur Menschen soetwas haben”, erklärt Ben Charlton, der die Studie leitete. Die Form des Kehlkopfes erkläre, warum Koalas während der Brunftzeit so laut brüllen. “Sie machen sich damit größer als sie sind”, so Bill Ellis, Autor der Studie. Menschen könnten den Unterschied zwischen einem kleinen und einem großen Koala zwar nicht erkennen, die Tier selbst aber scheinbar schon. Frühere Studien belegen, dass größere Tiere einen größeren Zuchterfolg haben. Koalas sind durch den Klimawandel und Bevölkerungswachstum vom Aussterben bedroht.

© - dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Phoenix

Ende Oktober stürzt weiterer Satellit auf die Erde

Nach dem Absturz des NASA- Satelliten "UARS", dessen Trümmer am Wochenende über dem Pazifik niedergingen, droht bereits die nächste Gefahr von oben. Der deutsche Röntgensatellit ROSAT wird voraussichtlich Ende Oktober auf die Erde stürzen. Und wie schon im Falle von "UARS" lassen sich weder der genaue Zeitpunkt noch der Ort des Wiedereintritts in die Atmosphäre exakt vorhersagen, so das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR).
rosat
© unbekannt

Zu Beginn seiner Mission kreiste der 2,4 Tonnen schwere Röntgensatellit auf einer elliptischen Umlaufbahn in 585 bis 565 Kilometern Entfernung zur Erdoberfläche. Seitdem verlor ROSAT durch die Reibung an der Erdatmosphäre an Höhe. Am 27. September betrug der Abstand zur Erde nur noch etwa 270 Kilometer. Die DLR- Wissenschaftler beobachten den Satelliten von Oberpfaffenhofen aus und versuchen, seine Flugbahn zu berechnen. "Sonnenwinde und die Reste der Erdatmosphäre machen eine exakte Berechnung zum heutigen Zeitpunkt jedoch unmöglich", erklärte DLR- Sprecher Andreas Schütz.

Weil die Bahn des Satelliten zwischen dem 53. nördlichen und südlichen Breitengrad verläuft, kann auch Deutschland von dem Wiedereintritt betroffen sein. Die Gefahr, dass jemand in Deutschland zu Schaden kommt, liegt laut Angaben von DLR- Forschern bei etwa bei 1:700.000.

Satellite

Ausrangierter Nasa-Satellit UARS stürzte in den Pazifik

Vier Tage nach seinem Absturz konnte der ausrangierte Nasa-Satellit „UARS“ endlich gefunden werden. Weit entfernt von jeder großen Landmasse landete der Forschungssatellit im Südpazifik. Alle 26 Teile sind laut Angaben der Nasa jedoch gesunken.

Das Rätsel ist gelöst: Die Trümmer des am Samstagmorgen abgestürzten Forschungssatelliten UARS sind im Südpazifik gelandet. Wie die Nasa mitteilte, trat der künstliche Himmelskörper über einem Meeresabschnitt 14,1 Grad südlicher Breite und 170,2 westlicher Länge in die Erdatmosphäre ein - weit entfernt von jeder großen Landmasse. Das hätten Experten der Luftwaffe auf dem Stützpunkt Vandenberg (Kalifornien) berechnet.

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Studie: Frauen profitieren bei Krankheiten vom zweiten X-Chromosom

Gent (dts) - Frauen profitieren bei Krankheiten von ihrem zweiten X-Chromosom wahrscheinlich in erheblichem Maße. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der Universität von Gent in Belgien. Der Untersuchung zufolge ist das “schwache Geschlecht” genetisch so programmiert, das sie gesünder und länger leben. Die Forscher untersuchten die Rolle von Geninformationen auf das Immunsystem und schauten auf die RNA, einem genetischen Verwandten der DNA. Eine bestimmte Art der RNA, die microRNA ist dafür verantwortlich, Gene beim X-Chromosom des Mannes verstummen zu lassen, die für das Immunsystem verantwortlich sind. Damit sind sie anfälliger für Infektionen. Bei der Frau ist der Effekt nicht im gleichen Maße zu finden, da hier noch ein zweites X-Chromosom zu finden ist. Vom biologischen Standpunkt her wurde der Mechanismus wahrscheinlich ausgebildet, da Frauen in größerem Maße zur Erhaltung einer Spezies notwendig sind.

© - dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH