Rhesusaffen können über Elektroden im Gehirn nicht nur eine virtuelle Hand kontrollieren. Sie erhalten auch Feedback über die Bewegungen vom Computer. Möglich wird dies durch das erste Gehirn-Maschinen-Gehirn-Interface, berichten Forscher der Duke University.

© Katie ZhuangForscher der Duke University haben ein "Brain Machine Interface" entwickelt, über das Affen eine virtuelle Hand bewegen können. Die Tiere berührten ebenfalls virtuelle Gegenstände und hatten zugleich das Gefühl, tatsächlich etwas zu spüren.
Man hat sich ja daran gewöhnt, dass Affen in der Obhut von Wissenschaftlern erstaunliche Leistungen zeigen: Sie können Symbole erkennen, strategisch denken, Werkzeuge benutzen und sogar ein bisschen rechnen.
Doch was zwei Rhesusaffen in einem Labor des Duke University Centers for Neuroengineering schafften, dürfte selbst viele Primatenforscher überraschen. Nach einem kurzem Training gelang es den Tieren, allein mit ihrer Gehirnaktivität eine virtuelle Hand auf einem Computer-Bildschirm zu bewegen und mit dieser die Oberflächenstruktur von Objekten zu erkunden.
Wie die Forscher um Joseph O'Doherty und Miguel Nicolelis im Fachmagazin
Nature (online) berichten, benutzten sie für ihr Experiment eine rückgekoppelte Verbindung, bei der über implantierte Elektroden elektrische Aktivität aus dem Gehirn abgeleitet wird und zugleich elektrisches Feedback gegeben werden kann. Dabei war der Computer so programmiert, dass die Monitor-Hand auf die Signale aus den Bewegungsarealen des angezapften Gehirns reagiert.
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