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Auf Windräder ist der Deutsche Wetterdienst (DWD) derzeit schlecht zu sprechen. Die drehenden Rotoren täuschen den Radar des DWD und verzerren Messergebnisse. Manchmal gaukeln sie den Meteorologen am Monitor Unwetter vor, die gar nicht da sind. Manchmal sind aber auch reale Unwetter unsichtbar, weil vor der Schlechtwetterfront zu viele Drehflügler rotieren. 
© Infografik Die WeltDer DWD ist den Windkraftleuten weit entgegengekommen: Die von den Vereinten Nationen empfohlene Schutzzone von 20 Kilometern rund um Wetterradaranlagen wurde freiwillig auf 15 Kilometer reduziert
Die Lage ist so ernst, dass der
DWD befürchtet, bald nicht mehr so zuverlässig wie bisher vor Sturm, Starkregen, Hagel und Schnee warnen zu können. Und das Verwaltungsgericht Trier hat jetzt noch für zusätzlichen Zündstoff gesorgt.
In einem Urteil haben die Richter festgestellt, dass es der
Wetterdienst hinnehmen muss, wenn im Arbeitsbereich seiner Wetterradaranlagen Windkraftanlagen errichtet werden. Und zwar ausdrücklich selbst dann, wenn die Rotoren Messergebnisse verzerren.
Der Deutsche Wetterdienst, eine Anstalt öffentlichen Rechts, hatte die 17 deutschen Wetterradarstationen zuvor als "unverzichtbar für präzise Unwetterwarnungen" bezeichnet. Nach dem Urteil sei nun zu befürchten, dass der DWD seinen gesetzlichen Auftrag, die Bürger vor gefährlichen Wettersituationen zu warnen, nur noch eingeschränkt erfüllen kann.
"Wir prüfen jetzt das weitere Vorgehen", sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche auf Nachfrage der "Welt": "Mit diesem Urteil können wir schlecht leben."
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