Das Kind der GesellschaftS


USA

CNN scheint zu glauben dass die Ukraine in Pakistan liegt

Wieder einmal hat der US-Nachrichtensender CNN seine weltweit gerühmte Kompetenz unter Beweis gestellt. Während der Berichterstattung über das Referendum in Lugansk und Donezk zeigte CNN eine Weltkarte, um seinen Zuschauern eine Vorstellung davon zu vermitteln, wo dieses merkwürdige Land Ukraine eigentlich liegt. Mal wieder dumm gelaufen: Der Sender lokalisiert das Land in etwa dort, wo nach bisheriger allgemeiner Lehrmeinung in etwa Pakistan zu suchen wäre. Zuschauer bemerkten den Fehler prompt und filmten den Lapsus ab.


Es ist nicht das erste Mal, dass CNN kreativ mit der Geographie der Welt umgeht. So befand sich im vergangenen Jahr Hong Kong in Südamerika, und schon vor einiger Zeit verwechselte man London und Norfolk. 2012 verwechselte man Sizilien und Zypern und machte Nikosia zu einer italienischen Stadt. Und 2001 wurde auch schon mal die Schweiz in die Tschechische Republik verlegt.

Letztlich passt das aber. Einer aktuellen Umfrage zufolge konnten nur 16 Prozent der US-Amerikaner die Ukraine auf einer Weltkarte finden. Interessantes Detail: Unter denjenigen, die am wenigsten eine Idee davon hatten, wo dieses merkwürdige Land zu finden sein könnte, ist die Zustimmung zu einem Militäreinsatz der USA in genau diesem Land am größten.

Kommentar:

Nachhilfe für US General: Ukraine liegt nicht im Pazifik
Blödheit: Ukraine liegt in Grönland - Umfrage in Amerika


Cardboard Box

Fähre in Bangladesch während Sturm gekentert: 200 Menschen an Bord

Neu Dehli - Eine Fähre mit mehr als 200 Menschen an Bord ist in Bangladesch in einem Sturm gekentert und gesunken. Zehn Menschen seien am Donnerstag tot aus dem Wasser geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Unter den Toten sind örtlichen Medien zufolge auch eine Frau und ein Kind. Zahlreiche Menschen wurden zunächst noch vermisst. Die Polizei machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen lebend gerettet werden konnten.

dpa

Arrow Up

Russland respektiert Votum in Donezk und Lugansk

Die russische Regierung respektiert die Entscheidung für Selbstbestimmung in den ostukrainischen Provinzen Donezk und Lugansk. In einem am Montag in Moskau verbreiteten Kommuniqué heisst es, die Bürger hätten an den Urnen die Entscheidung getroffen, sich von der Ukraine unabhängig zu machen, nachdem sie die durch den Putsch gegen Präsident Wiktor Janukowitsch etablierte Macht nicht anerkannten. Man erwarte nun, dass die Ergebnis gewaltfrei und nur auf dem Weg des Dialogs mit den Vertretern Kiews realisiert werden.
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Die Erklärung hebt weiter die hohe Beteiligung an der Abstimmung hervor, die es trotz der Versuche gegeben habe, den Wahlvorgang zu stören. Zugleich verurteilte die russische Regierung den Einsatz militärischer Gewalt gegen Demonstranten und Teilnehmer der Abstimmung.

Kommentar: Referendum in Donezk und Lugansk: Über 90 Prozent der Bürger sind für die Unabhängigkeit vom Putsch-Regime in Kiew


Bizarro Earth

Internationaler Strafgerichtshof: Ermittlungen gegen Briten wegen Foltervorwürfen

Es geht um Hinrichtungen, Schlafentzug, sexuelle Misshandlungen: Britische Soldaten sollen im Irakkrieg Gefangene gefoltert und getötet haben. Jetzt ermittelt der Internationale Strafgerichtshof.

Den Haag/London - Der Internationale Stafgerichtshof hat Ermittlungen aufgenommen, weil britische Soldaten im Irakkrieg systematisch Gefangene gefoltert und getöteten haben sollen. Es gehe um mögliche Taten zwischen 2003 und 2008, erklärte das Gericht mit Sitz in Den Haag in einer Mitteilung. Chefanklägerin Fatou Bensouda prüft nun zunächst die rechtliche Grundlage für ein Ermittlungsverfahren.

Bad Guys

In jedem zweiten Land weltweit wird gefoltert!

„Schläge, Tritte, Aufhängen an Händen“ - 30 Jahre nach Verabschiedung der UNO-Konvention gegen Folter startet Amnesty International die Kampagne „Stopp Folter“, denn für die Menschenrechtsorganisation ist Folter nicht nur „weiterhin existent, sie ist sogar auf dem Vormarsch“, wie es im aktuellen Folterbericht heißt. Folter sei nicht nur in Diktaturen, autoritären Regimen und bei Geheimdiensten ein „beliebtes Mittel der Unterdrückung“.

Zwar würden viele Staaten das absolute Folterverbot ernst nehmen, dennoch seien „auf allen Kontinenten Regierungen jeglicher politischer Couleur an diesem extremen Verfall der Menschlichkeit beteiligt“, so Amnesty am Dienstag. Insbesondere wird in dem Bericht dazu aufgerufen, sich gegen Folter in fünf Ländern einzusetzen, die bei weitem nicht zu den schlimmsten Regimen der Welt zählen: Marokko, Usbekistan, Nigeria, Mexiko und Philippinen.

Bizarro Earth

Deutschland: 19% halten Folter für gerechtfertigt

folter
© unbekanntAuschnitt aus dem Video "Stoppt Folter!" von Amnesty International
Amnesty International kritisiert Politik, die mit "nationaler Sicherheit" Folter begründet. Auch Fernsehserien passen laut Menschrechtsorganisation ins Bild einer "Neubewertung" von Folter

Es gibt lächerliche Gründe, die ins Gefängnis führen; haarsträubend an diesem relativ harmlosen Fall, der sich Anfang Mai in Abu Dhabi zutrug, ist, dass der junge Mann trotz freundlicher Zusprüche seitens der Verhörenden und des Staatsanwalts lange festgehalten wurde (und auch jetzt nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis das Gastland nicht verlassen darf)

Anscheinend hat der Dienstweg dunkle Stellen, die keiner einsehen kann. Kafkaeske Lücken, an denen die offizielle Staatsmacht ihre Grenzen findet und die Schergen ihres Amt walten. Oder ist es so, dass inoffiziell Dinge veranlasst werden, die in Widerrede zur offiziellen Bekundung stehen? Ist es politische Absicht, dass die offiziellen Vertreter viel Platz für Willkür lassen, um die Furcht vor der Staatsmacht am Leben zu halten?

Network

Urteil: Google muss Suchergebnisse löschen, die Persönlichkeitsrechte verletzen

google
© epa fileKommt Googles Geschäftsmodell nach einem europäischen Richterspruch aus dem Takt?
Stuttgart - Der Europäische Gerichtshof hat am Dienstag die Rechte der Verbraucher im Internet gestärkt. Europas Bürger können laut den Luxemburger Richtern von Google verlangen, bestimmte Suchergebnisse zu streichen, wenn dort Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Es geht dabei um Links zu Webseiten, die bei der Suche nach einem Namen auftauchen. Das können Verweise auf Seiten sein, die sensible persönliche Daten enthalten. Google muss diese im Einzelfall löschen, wenn die Veröffentlichung lange zurückliegt oder die ursprüngliche Bedeutung der Informationen geschwunden ist. Geklagt hatte ein Spanier, dessen Grundstück vor mehr als 15 Jahren zwangsversteigert wurde. Die amtliche Bekanntmachung über die Pfändung wurde 1998 in einer spanischen Zeitung und im Internet veröffentlicht. Sie tauchte bei Google noch Jahre später weiter auf.

Laptop

Kurios: Router-Hersteller droht Amazon-Kunde und fliegt aus dem Sortiment

Weil ein Kunde einen Amazon-Händler negativ bewertet hatte und Amazon den Händler aufgrund des Streits vorsorglich aus dem Marketplace-Angebot verbannte, droht Thomas A. aus Großaitingen im Kreis Augsburg nun eine Schadensersatz-Zahlung in Höhe von 70.000 Euro. Darüber hatten wir bereits Ende April berichtet. Nun ist ein ähnlicher Fall in den USA publik geworden.

Dem Streit vorausgegangen war in diesem Fall ebenfalls eine negative Bewertung. Ein Kunde entschied sich im September des letzten Jahres für einen Router des US-amerikanischen Herstellers Mediabridge, glaubte nach Erhalt des Gerätes aber festgestellt zu haben, dass Mediabridge lediglich einen Nachbau eines Router-Modells aus Asien verkauft und dafür einen ordentlichen Aufpreis verlangt hat. Außerdem wunderte er sich über die zahlreichen 5-Sterne-Bewertungen in den Rezensionen und unterstellte eine PR-Aktion. Etwa sieben Monate später erhält der Nutzer Post von einer Anwaltskanzlei mit der Aufforderung, die negative Bewertung zu löschen, weil die Behauptungen nicht bewiesen werden könnten und schlichtweg falsch wären.

Die Drohung der Anwaltskanzlei hatte allerdings eine Reaktion Amazons zufolge: Der Onlinehändler entschloss Madiabridge komplett aus seinem Produktangebot zu werfen. Mediabridge darf keine Produkte mehr auf Amazon vertreiben.

Che Guevara

Nach Grubenunglück schwere Proteste in der Türkei: "Kein Unfall - Mord"

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Nach dem verheerenden Grubenunglück in der Türkei haben Tausende Menschen in Istanbul gegen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan protestiert. Die Polizei ging derweil brutal gegen die Demonstranten vor.


Istanbul - Nach dem verheerenden Grubenunglück in der Türkei haben Tausende Menschen in Istanbul gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan protestiert. Die Demonstranten marschierten am Mittwochabend von der Einkaufsmeile Istiklal Caddesi in Richtung des Taksim-Platzes, wie dpa-Reporter berichteten. In Sprechchören forderten sie den Rücktritt der Regierung. Die Zahl der Toten bei dem Grubenunglück in Soma stieg nach Angaben von Energieminister Taner Yildiz vom Mittwochabend auf 245.

Gear

Hunderte Tote nach Grubenunglück in der Türkei: Als Ursache gilt ein technischer Fehler

Schwerstes Grubenunglück seit mehr als 20 Jahren erschüttert die Türkei. Eine dreitägige Staatstrauer wurde ausgerufen. Mehr als 200 Menschen starben nach der Explosion unter Tage im Westen des Landes. Dramatische Rettungsversuche für weitere Verschüttete.
Bild
© Getty ImagesSie warten auf ihre eingeschlossenen Kumpel: Bergleute in Soma
Istanbul/Ankara. Es ist das schwerste Grubenunglück in der Türkei seit über 20 Jahren, mehr als 200 Menschen kamen ums Leben. Energieminister Taner Yildiz sprach am Mittwoch am Kohlebergwerk Soma in der Provinz Manisa von mindestens 205 Todesopfern. Er befürchte aber einen weiteren Anstieg der Opferzahl, da die Hoffnung schwinde, noch Überlebende zu retten.

In dem Bergwerk war nach einer Explosion ein Feuer ausgebrochen. "Es ist schlimmer, als zunächst erwartet", sagte der Minister. Möglicherweise werde die Zahl der Opfer die des bislang schwersten Grubenunglücks in der Türkei im Jahr 1992 übersteigen. Damals waren 263 Menschen ums Leben gekommen.