Das Kind der GesellschaftS


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Blödheit: Ukraine liegt in Grönland - Umfrage in Amerika

Nur einer von sechs Amerikanern weiß, wo die Ukraine liegt. Das haben US-Forscher in einer Umfrage herausgefunden. Die zeigt auch, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dieser Wissenslücke und der Einstellung zur Außenpolitik.
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Ja, wo ist die Ukraine?
Die Lage im Osten der Ukraine spitzt sich immer mehr zu, seit Monaten hält die Krise auch die USA in Atem. Doch wo das Land überhaupt liegt, wissen offenbar die wenigsten Amerikaner. Das berichten drei Wissenschaftler des Dartmouth College, der Universität Princeton und der Universität Harvard in einem Blog der Washington Post.

Che Guevara

Weitere Besetzungen von prorussischen Aktivisten in der Ost-Ukraine: Polizeiwachen besetzt

In der Region Donezk haben bewaffnete prorussische Aktivisten in mehreren Städten Polizeiwachen angegriffen und besetzt. Der ukrainische Interimspräsident Turtschinow berief den nationalen Sicherheitsrat ein. Gleichzeitig hat die Ukraine die Zahlungen für Gas aus Russland eingestellt.
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© DPAUkrainische Polizisten und prorussische Aktivisten in der Polizeizentrale in Donezk
In der ostukrainischen Großstadt Donezk besetzten Demonstranten die Polizeizentrale und zwangen den Polizeichef zum Rücktritt. Bei dem Ansturm der etwa 200 russisch sprechenden Aktivisten sei niemand verletzt worden, teilten die lokalen Behörden am Samstag mit. Auf Druck der Menge sei der von der prowestlichen Regierung in Kiew ernannte Generalmajor Konstantin Poschidajew zurückgetreten.

In Slawjansk rund 100 Kilometer nördlich von Donezk errichteten prorussische Separatisten unterdessen Barrikaden vor besetzten Gebäuden. Bewaffnete in Kampfanzügen hatten die lokale Geheimdienstzentrale sowie das Polizeipräsidium erstürmt und nach ukrainischen Angaben Hunderte Waffen erbeutet. Sie fordern von der Regierung in Kiew ein Referendum über eine Unabhängigkeit der krisengeschüttelten Region.

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Zehntausende in Frankreich trotz Jobs obdachlos

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© picture alliance/ dpaOhne Wohnung, aber mit Arbeit: Ihr Einkommen reicht französischen Obdachlosen oft nicht, eine eigene Wohnung zu bekommen
Überraschende Studie in Frankreich: Jeder vierte Obdachlose hat einen Job. Das Gehalt reicht nicht aus, um eine Wohnung zu halten. Schuld ist oft die prekäre Situation mit den Arbeitsverträgen.

Es könnte einer der Kellner sein, die Küchenhilfe oder der Bauarbeiter. Ihre Gemeinsamkeit? Sie alle haben eine Arbeit. Und doch sind sie obdachlos. Eine gerade vom französischen Statistikamt Insee veröffentlichte Studie zur Beschäftigungslage französischsprachiger Obdachloser kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Denn jeder vierte Obdachlose in Frankreich hat eine Arbeit.

Gleichzeitig ist die Zahl der "sans domicile fixe" oder "SDF", wie Obdachlose in Frankreich genannt werden, in den letzten Jahren stark angestiegen. So gab es in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone 2012 nach Angaben von Insee 141.500 Personen ohne festen Wohnsitz, Asylbewerber und Kinder mit eingerechnet. Das entspricht im Vergleich zu 2001 einem Anstieg von 50 Prozent.

Pistol

Polizei im Saarland: Kommissar soll 26-Jährigen gefoltert haben

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen einen Polizisten. Der Kommissar soll im Dienst einem Gefesselten Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und den Mann getreten haben. Auch von einer Scheinerschießung ist die Rede.

Im Saarland ist ein Polizeikommissar vom Dienst suspendiert worden. Der 29-Jährige soll einen in Gewahrsam befindlichen Mann gefoltert haben. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung. Demnach soll der Polizist den gefesselten 26-Jährigen aus dem Streifenwagen gezerrt und zu Boden gestoßen haben.

"Wir sind allesamt schockiert", sagt Georg Himbert, Sprecher des Landespolizeipräsidiums Saarland. "So ein Verhalten werden und wollen wir nicht hinnehmen. Wir sind eine saubere Polizei, die in 99,9 Prozent der Fälle so arbeitet, wie man es von uns erwarten darf."

Che Guevara

Landesweit protestieren Griechen in Massen gegen Angela Merkels Athen-Besuch - Staat schickt 7000 Polizisten und Wasserwerfer als Antwort

Während Merkels Besuch in Athen kommt es zu landesweiten Streiks und Massenprotesten. 7000 Polizisten schützen die Bundeskanzlerin mit Hilfe von Wasserwerfern vor wütenden Demonstranten. Man sieht Plakate mit Aufschriften wie “Get out of our country, Bitch” oder “Frau Merkel get out”.
Aufstände Griechenland
© REUTERS/Grigoris SiamidisGriechen demonstrieren gegen Angela Merkels Besuch in Athen. Nicht überraschend wird ein hochkarätiges Arsenal an Staatsmacht aufgefahren, um gegen die Demonstranten vorzugehen.
Griechische Gewerkschaften haben im Vorfeld des aktuellen Besuchs von Kanzlerin Merkel zu einem landesweiten Streik gegen die Sparpolitik des Landes aufgerufen. Schulen und Apotheken bleiben geschlossen, Schiffe liegen in den Häfen und in Krankenhäusern werden nur noch Notfälle behandelt.

Wolf

Expertin bestätigt Wolf-Sichtung bei München

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© Bernard Landgraf
Aus Spekulation ist Gewissheit geworden: Bei dem nahe München gesichteten Tier handelt es sich tatsächlich um einen Wolf, hat nun eine Expertin bestätigt. Es ist erst die vierte Sichtung in Bayern.

Das am vergangenen Wochenende nahe Dorfen im Landkreis Erding gesichtete Tier ist nach Ansicht einer Expertin ein Wolf. "Ja, es ist sicher ein Wolf", sagte die Wildbiologin Gesa Kluth (44) vom Lupus-Institut im sächsischen Spreewitz der Bild-Zeitung in München.

Das Tier weise wolftypische Merkmale hinsichtlich des Kopfes und des Körperbaus auf, die es von einem Hund deutlich unterscheiden. Der Wolf sei etwa zwei Jahre alt und offenbar auf Wanderschaft, so die Expertin weiter.

Yoda

Schweiz will Gesetze gegen Pädophile verschärfen - dank einer Schweizer Bürger-Initiative

„Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen“, das fordert eine Initiative in der Schweiz; im Mai stimmen die Bürger darüber ab. Doch schon jetzt verschärft die Regierung das Strafrecht.
Schweizer Berge, Schweiz
© dpaEin wichtiger Schritt zum Schutz unserer Kinder: Schweiz will Gesetze gegen Pädophile verschärfen.
Zürich. Verurteilten Sexualstraftätern kann ein Gericht künftig lebenslang eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen untersagen. Das sieht eine Änderung des Schweizer Strafgesetzbuches vor, das die Regierung am Mittwoch in Kraft setzte.

Mit dieser Gesetzesänderung wollen der Bundesrat und das Parlament die Gesellschaft besser vor Wiederholungstätern schützen, teilte die Regierung mit. Sie hofft, mit der Gesetzesverschärfung die Bevölkerung davon zu überzeugen, die Volksinitiative „Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen“ abzulehnen; denn diese verstößt aus Sicht der Regierung gegen das Verhältnismäßigkeitsprinzip.

V

Hunderte von Bürgern Veronas demonstrierten friedlich für Unabhängigkeit - Polizei inhaftierte trotzdem

Bürger Veronas haben auf den Straßen der norditalienischen Stadt demonstriert. Sie forderten Unabhängigkeit und die Freilassung von 24 Aktivisten. Diese hatten angeblich geplant, mit einem selbst gebauten Panzer den Markusplatz in Venedig in Beschlag zu nehmen.
Proteste Italien, Demonstration Italien
© RT ruptly
Mit Trillerpfeifen und Druckluftfanfaren unterstützten die Demonstranten ihre Forderungen, außerdem schwenkten sie Fahnen der Region Venetien und zündeten Rauchbomben in rot und gelb, den typischen Farben Venetiens. Die Protestaktion fand in Veronas Altstadt auf der Piazza dei Signori statt und sollte auch dazu dienen, Venetien aus den Klauen der Mafia zu befreien.

»Gefängnisse sind für Kriminelle und die Mafia da, nicht für Väter und Mütter«, sagte Matteo Salvini, Bundessekretär der Lega Nord, in einer Ansprache auf der Veranstaltung. Er bekräftigte die friedlichen Absichten der Demonstranten: »Wir sind hier, um die Gedankenfreiheit und die Redefreiheit zu verteidigen. Der gewaltfreie Weg ist der Weg der Lega.«

Im Vorfeld hatte Salvini von einem »Marsch der Freiheit, einer Menschenkette des Lächelns« gesprochen. Als Italiens Regierung am vergangenen Mittwoch die Aktivisten verhaftete, habe sie »Ideen ins Gefängnis gesteckt«, so Salvini.

Family

Ungarn: «Die meisten Leute sehen keine Zukunft mehr»

Noémi Kiss
© Szilvi MartonNoémi Kiss wurde 1974 in Gödöllõ, nordöstlich von Budapest, geboren. An der Universität von Miskolc studierte sie Hungarologie, Komparatistik und Soziologie und forschte zwei Jahre an der Universität von Konstanz im Bereich Literaturwissenschaften. Sie doktorierte über die Rezeption Paul Celans in Ungarn. Kiss veröffentlichte zahlreiche Gedichte, Essays, Erzählungen, Kritiken und Aufsätze in deutscher und ungarischer Sprache. Sie ist Mitarbeiterin und Redakteurin der Zeitschrift « Új Holnap » und Mitglied des Vereins junger ungarischer Schriftsteller. Kiss lebt in Budapest und ist Mutter von Zwillingen. Vom Dezember 2013 bis Mai 2014 ist sie Writer in Residence am Zürcher Literaturhaus.
Noémi Kiss, zurzeit Writer-in-Residence am Literaturhaus Zürich, über die politische Lage in Ungarn nach den Wahlen.

Frau Kiss, seit 2010 regiert Viktor Orbán mit seiner Fidesz-Partei Ungarn mit einer Zweidrittelmehrheit. Am Sonntag wurde er wiedergewählt.
Natürlich ist es total frustrierend, dass Populismus nun wieder belohnt wurde. Aber was mich freut, ist, dass Fidesz trotz der Umgestaltung des Wahlgesetzes, trotz des Umbaus der Wahlbezirke zu eigenen Gunsten und trotz der Steuergeschenke an die Reichen die Opposition nicht völlig unterdrücken konnte. Die Linken haben etwas mehr Stimmen erhalten als die Rechtsradikalen von Jobbik, obwohl sie eine sehr schwache Wahlkampagne gemacht haben. Und die Grünen haben, wider Erwarten, die Fünfprozenthürde genommen! Das ist wirklich mehr als in Ordnung.

Sie haben auch die Grünen gewählt?
Allerdings. Und ich bin dafür sogar extra nach Bern gefahren, weil uns Auslandsungarn die Briefwahl verboten war. Ich vermute, dass das damit zu tun hat, dass die Ungarn, die im Westen arbeiten, mehrheitlich Fidesz-Kritiker sind. Nach Bern kamen jedenfalls zahlreiche junge Familien und gaben ihr Votum gegen die Regierung ab. Und ich persönlich halte die Grünen in Ungarn zurzeit für die einzige wählbare Partei. Eine echte demokratische Wende hat in unserem Land immer noch nicht stattgefunden, im Gegenteil: Es finden keine offenen Diskussionen statt; alles ist bloss Macht- oder Parteipolitik. Die Grünen sind die Einzigen, die noch keine korrupte Classe Politique herangezüchtet haben, sondern mit neuen, unverbrauchten Leuten, sogar mit Frauen, etwas bewegen wollen und unbequeme Kritik nicht scheuen. Sie packen die heissen Themen an: Bildungspolitik, Familienpolitik, Demokratisierung - und Europapolitik statt Europa-Bashing.

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111 Todesfälle wegen Ebola-Epidemie: Nun schlägt WHO Alarm

Arzt Untersuchung
© unbekanntGuinea-Bissau: Prophylaxe gegen das Ebola-Virus.
Die Zahl der Todesfälle in Zentralafrika ist auf 111 gestiegen. Nach Guinea und Liberia gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation weitere Verdachtsfälle in Sierra Leone und Mali.

Wegen der Ebola-Epidemie im westafrikanischen Guinea schlägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm. Der jüngste Ausbruch sei «eine der grössten Herausforderungen», seit das todbringende Virus vor 40 Jahren zum ersten Mal auftauchte, sagte WHO-Vizechef Keiji Fukuda am Dienstag in Genf.

Die Zahl der Todesfälle stieg laut WHO auf 111, zehn davon im benachbarten Liberia. Das Virus war bislang fast ausnahmslos in Zentralafrika aufgetreten. Seit Anfang des Jahres registrierten die Gesundheitsbehörden in Guinea mehr und mehr Ebola-Fälle.