In Frankreich ist ein Fahrkartenkontrolleur von einem Fahrgast niedergestochen worden. Aus Solidarität legten zahlreiche Bahnmitarbeiter die Arbeit nieder.

© Miguel Medina/AFP/Getty ImagesBahnreisende warten am Gare de l'Est in Paris während des spontanen Streiks.
Nach einer Messerattacke gegen einen Schaffner haben in Frankreich zahlreiche Bahnmitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Durch die spontanen Streiks wurde der Verkehr landesweit beeinträchtigt. Die Bahngesellschaft SNCF teilte mit, bis zum Mittag seien etwa 75 Prozent der Regional- und Fernverbindungen ausgefallen. Zuvor hatten bereits alle Nachtzüge gestrichen werden müssen. Das Innenministerium richtete ein Krisenzentrum ein, um Tausende festsitzende Reisende zu unterstützen.
Zu dem Angriff war es am Donnerstag auf der Strecke von Lyon nach Straßburg gekommen. Der 54-jährige Zugbegleiter wurde von einem offensichtlich geistesgestörten Fahrgast mit acht Messerstichen lebensgefährlich verletzt, als er diesen wegen Schwarzfahrens verwarnen wollte. Der mehrfach vorbestrafte Täter konnte festgenommen werden. Sein Opfer war nach einer Notoperation in einem stabilen Zustand.
Kommentar: Es ist ein ziemlich gutes Timing für diese Flucht, wo momentan wieder der Truppenabzug aus Afghanistan diskutiert wird.