Gesundheit & WohlbefindenS


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Studie: Gehirne autistischer Kinder weisen mehr Nervenzellen auf

Die Gehirne autistischer Kinder weisen deutlich mehr Nervenzellen auf als andere Gehirne. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of California in San Diego. Demnach haben autistische Kinder im präfrontalen Kortex rund 67 Prozent mehr Nervenzellen als andere Kinder.

Dieser Bereich des Gehirns ist besonders an der Entwicklung von Sprache und Kommunikation, sozialer Kompetenz und kognitiven Funktionen beteiligt. Bislang wurde die Ursache für Autismus häufig im Säuglingsalter gesucht. Die kortikalen Nervenzellen werden jedoch bereits vor der Geburt gebildet. Überflüssige Zellen werden normalerweise im Laufe des Lebens abgebaut. Die Forscher gehen daher davon aus, dass dieser Abbau bei Autisten gestört sein könnte. Möglicherweise werden betroffene Kinder aber auch mit zu vielen Nervenzellen geboren. Diese Ergebnisse könnten neue Erkenntnisse zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Autismus bringen.

© 2011 dts Nachrichtenagentur

Pills

Todesfälle und Pradaxa: "Bedauerliche Medienberichte"

"Todesfälle durch Pradaxa", "Tödliche Pillen" - so haben Medien jüngst den Gerinnungshemmer Dabigatran (Pradaxa®) unter Beschuss genommen. Was an den Meldungen dran ist, erklärt der Kardiologe Professor Michael Böhm im Interview.

Ärzte Zeitung: "Todesfälle durch Pradaxa jetzt auch in Deutschland" - diese beunruhigende Nachricht lief vorletzte Woche durch die Schlagzeilen sämtlicher Tageszeitungen und Journale. Ist das sorgfältige Erfüllung der journalistischen Informationspflicht oder übertriebene Panikmache?

Prof. Michael Böhm: In den Mitteilungen der Medien sind einzelne Todesfälle, die offensichtlich unter der Therapie mit einem neuen Antikoagulans aufgetreten sind, genannt worden. Die Zahl ist gering und man hat insbesondere nicht berücksichtigt, dass Patienten mit einer oralen Antikoagulation sehr krank sind und auch natürlicherweise sterben.

Health

Das Beste aus dem Web: Vitamin C gegen Krebs

Dass Vitamin C vor Krebs schützen kann, ist bekannt. Über den Mechanismus dieser Schutzwirkung jedoch herrschte noch Unklarheit. Jetzt entdeckten neuseeländische Forscher, wie Vitamin C im menschlichen Körper das Wachstum von Tumorzellen hemmen kann.
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Hatte Linus Pauling also doch Recht?

Vor einem halben Jahrhundert begann der berühmte Wissenschaftler und zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling seine letztendlich bahnbrechenden Forschungen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Vitamin C. Insbesondere für die Krebsprophylaxe und Krebsbekämpfung waren seiner Meinung nach ungewöhnlich hohe Vitamin-C-Dosen höchst hilfreich und unumgänglich.

In den letzten Jahren nun entdecken Wissenschaftler immer wieder neue wunderbare Wirkmechanismen des Vitamin C und bestätigen damit Paulings einst äußerst umstrittene These, dass Vitamin C heilende und schützende Eigenschaften besitze. Jetzt, mehr als 15 Jahre nach seinem Tod fanden Forscher heraus, inwiefern Vitamin C das Wachstum von Krebszellen tatsächlich stoppen könnte.

Recycle

Glutamat: kein Risiko für die Gesundheit?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Glutamat sind bis heute umstritten. Während die Einen behaupten, von den sogenannten Geschmacksverstärkern gehe keinerlei gesundheitliches Risiko aus, klagen Personen mit einer Glutamat-Intoleranz über erhebliche Beeinträchtigungen nach dem Glutamat-Verzehr.

Asiatische Wissenschaftler haben in einer aktuellen Studie keine negativen Auswirkungen des Glutamats feststellen können und verweisen das erstmals 1968 thematisierte sogenannte „Chinarestaurant-Syndrom“ ins Reich der Legenden. Glutamat habe bei den Studienteilnehmern keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit sich gebracht, so die Aussage der aktuellen asiatischen Studie. Für Betroffene der Glutamat-Intoleranz eine kaum nachvollziehbare Aussage, sind sie doch davon überzeugt, dass die Geschmacksverstärker bei ihnen regelmäßig zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Hautrötungen, Muskelbeschwerden, Herzklopfen, Übelkeit und Erbrechen führen.

Kommentar: Die Schuld kann schnell auf jemand anderen geschoben werden. Lesen Sie auch den folgenden Artikel:

Glutamat: «In» ist, wenn es nicht drin ist

Krank durch Geschmacksverstärker - Glutamat


Health

Keine Schmerztabletten bei Spannungskopfschmerz

Viele Kinder leiden unter wiederkehrenden sogenannten Spannungskopfschmerzen, die erhebliche Beeinträchtigungen der kindlichen Leistungsfähigkeit mit sich bringen können. Doch der Griff zu Schmerzmitteln beziehungsweise Kopfschmerztabletten ist hier der falsche Weg.

Nur in Ausnahmefällen sollten die Kopfschmerzen der Kinder mit Schmerzmedikamenten behandelt werden, denn die Tabletten beheben zwar vorübergehend die Symptome, dienen jedoch nicht der Behandlung der Kopfschmerzursachen, so die Aussage der Experten wie Dr. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel und Carolin Schwiening, Diplom-Psychologin an der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Göttingen gegenüber der Magdeburger Tageszeitung Volksstimme.

Kommentar: Kopfschmerzen können auch ein Symptom bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein, so z.B. gegen Gluten und Milch. Ist dies der Fall, so verschwinden diese Symptome, sobald diese Nahrungsmittel weggelassen werden:

Gluten, eine Substanz die jeden betrifft

Warum Milch so schädlich ist


Attention

Studie: BHs können Risiko von Brustkrebs erhöhen und Melatonin-Produktion vermindern

Ist es möglich, dass das Tragen eines BHs Krebs verursachen kann? Studien zeigen, dass diese Möglichkeit tatsächlich besteht, denn durch das regelmäßige Tragen eines Büstenhalters wird die Lymphdrainage unterbunden, und dadurch das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, stark erhöht.
brustkrebs durch BH, Büstenhalter, BH
Das Entgiftungssystem - die Lymphe - wird behindert

Das Kreislauf- und das Lymphsystem sind dafür verantwortlich, dass sowohl Sauerstoff, als auch Nährstoffe zu den Zellen gelangen und Stoffwechselabbauprodukte und Giftstoffe aus den Zellen entfernt werden. Geschieht dies nicht in ausreichendem Maße, kann sich im Laufe der Zeit Krebs entwickeln.

Druck auf Lymphsystem erhöht Krebsgefahr

Eine Studie, die im European Journal of Cancer veröffentlicht wurde, hat sich mit den Faktoren, die zur Entstehung von Brustkrebs beitragen können befasst. In der Studie wurde festgestellt, dass Frauen, die keinen BH tragen, ein um mehr als die Hälfte verringertes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Schon der leichteste BH verursacht einen Druck auf das Lymphsystem.

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Das Beste aus dem Web: Süße Sucht: Volksdroge Zucker

Jeder weiß, dass zu viel Zucker ungesund ist. Studien gehen deutlich weiter: Demnach machen Süßes und Fettes abhängig wie Kokain. Die Erhebungen ähneln denen, auf deren Grundlage Milliardenklagen gegen die Tabakbranche geführt wurden.
Mädel isst Schokolade
© ColourboxZucker ist eine Droge.

Grundrauschen ist gut fürs Geschäft. Wenn es mal wieder heißt, Coca-Cola habe doch früher Kokain enthalten, wiegelt am Firmensitz in Atlanta offiziell jeder ab - und freut sich inoffiziell, dass die Brause auch nach 125 Jahre noch Gesprächsstoff liefert. Gerade aber wird sich bei Coke niemand freuen, dabei geht es wieder um Kokain. Zucker, haben mehrere wissenschaftliche Studien herausgefunden, kann ebenso süchtig machen wie Kokain. "Die Daten sind so überwältigend, dass sie allgemein akzeptiert werden müssen", findet Nora Volkow, Direktorin des Nationalen Instituts für Drogenmissbrauch in den USA.

Kommentar: Es ist typisch, dass die Industrie diese Fakten herunterspielt, denn für sie stehen ihre Profite auf dem Spiel.


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Lebensstil: Diabetes-Risiko trotz genetischer Vorbelastung senken

Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, lässt sich durch einen gesunden Lebensstil deutlich senken. Das gilt auch für Menschen, in deren Familie es schon Diabetes-Erkrankungen gab oder noch gibt.

Wiesbaden - Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, lässt sich durch einen gesunden Lebensstil deutlich senken. Das gilt auch für Menschen, in deren Familie es schon Diabetes-Erkrankungen gab oder noch gibt.

Menschen, in deren Familie es Diabetes-Erkrankungen gibt oder gab, haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Darauf weist Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden anlässlich des Welt-Diabetes-Tags am 11. November (Freitag) hin. Sie können aber mit einer Lebensweise gegensteuern.

Kommentar: Lesen Sie dazu auch die folgenden Artikel:

Welche Rolle spielt Magnesium bei Diabetes

Diabetischer Fuß, Folgen von kohlenhydratreicher Ernährung

Reduktions-Diät heilt Typ-2-Diabetes mellitus


Ambulance

Autoimmunerkrankungen: Wenn Wunden nicht heilen

Verheilen Wunden nicht, ist der erste Gedanke: Diabetes. Eine Studie hat jetzt gezeigt, dass in vielen Fällen das Immunsystem in die Irre läuft. Viele dieser Patienten haben beispielsweise ohne ihr Wissen Rheuma oder Lupus.
Verbundene Hand
© ColourboxHeilen Wunden auch nach drei Monaten noch nicht ab, sollten Ärzte aufmerksam werden

Heilen Wunden schlecht, steht oft der Verdacht auf Diabetes im Raum. Eine neue Studie hat nun eine weitere Möglichkeit entdeckt: Schuld könnten auch andere Autoimmunerkrankungen sein, glauben Forscher der Georgetown University.

Ausgangspunkt für die Studie waren die Beobachtungen der Rheumatologin Victoria Shanmugam: Sie stellte fest, dass alle ihre Patienten, die an einer Autoimmunerkrankung leiden, eine Gemeinsamkeit haben. Alle offenen Wunden heilten bei ihnen sehr schlecht und sehr langsam ab. Die Wundheilung war sogar im Vergleich zu Diabetikern noch sehr verzögert - und Diabetes ist gemeinhin bekannt dafür, Blutgefäße zu schädigen und die normalen Reparaturprozesse der Haut zu stören.

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Gehirnparasit: Mitbewohner im Kopf verändert die Gehirnchemie

Zwei Drittel aller Deutschen haben einen ungebetenen Untermieter: den Parasiten Toxoplasma gondii. Er kann ins Gehirn vordringen und dort den Dopaminhaushalt verändern. Mögliche Folgen: Parkinson, Schizophrenie oder ADHS.
Toxoplasma gondii
© Ke Hu/John MurrayToxoplasma gondii

Etwa 60 Prozent aller Deutschen besitzen Antikörper gegen den Parasiten Toxoplasma gondii und waren damit schon einmal mit ihm infiziert. Schafft es der Körper, den Eindringling wieder loszuwerden, ist er lebenslang immun. Die meisten Menschen infizieren sich durch Katzenkot, aber auch durch rohes Fleisch oder ungewaschenes Obst und Gemüse.

Als Folge einer Infektion drohen nicht allein lang anhaltende grippeähnliche Symptome oder eine Gefahr fürs Ungeborene, wenn sich Schwangere anstecken, sondern auch eine Veränderung der Gehirnchemie. Das zeigte eine Forschergruppe der University of Leeds. Offenbar greift T. gondii in die Dopaminproduktion ein und bewirkt, dass weit größere Mengen des Botenstoffs ausgeschüttet werden als normal. Das hat direkte Folgen auf Bewegungen, Bewusstsein oder Verhalten, aber auch auf die Kontrolle des Belohnungszentrums im Gehirn zu kontrollieren oder emotionale Reaktionen wie Angst. Menschen mit einem hohen Dopaminspiegel sind eher risikofreudig, ein Mangel dagegen kann sich mit Parkinson auswirken.