In Deutschland werden mehr Kindern und Jugendlichen Medikamente gegen psychische Leiden verschrieben. Bald erhält jeder 30. Minderjährige Psychopharmaka. Warum ist das so? Die Antwort ist kompliziert.

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Immer mehr Kindern und Jugendlichen werden Psychopharmaka verschrieben. Das geht aus einer Untersuchung von Kölner Forschern hervor, die
im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. So wurden 2012 etwa 27 von 1000 Heranwachsenden Medikamente wie Antidepressiva oder
Ritalin verschrieben - 2004 waren es noch 20.
Warum der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die mindestens ein Psychopharmaka-Rezept ausgestellt bekamen, derart angestiegen ist, geht aus der Studie nicht eindeutig hervor. Die Gründe „können vielfältig sein“, sagen die Forscher. Es gebe jedenfalls keine Hinweise darauf, dass 2012 mehr Kinder unter
psychischen Problemen gelitten hätten als in den Jahren zuvor.
Kommentar: Diese Entwicklung ist in der Tat besorgniserregend: