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Fr, 30 Okt 2020
Die Welt für Menschen, die denken

Fluten

Cloud Lightning

Unwetter in Oberhausen: Chaos und Polizeipräsidium fünf mal vom Blitz getroffen

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Knietief standen manche Straßen im Stadtgebiet nach dem heftigen Unwetter am Dienstagabend unter Wasser.
Oberhausen. Ein heftiges Gewitter stürzte am frühen Dienstagabend weite Teile der Stadt in ein regelrechtes Chaos. Wichtige Verkehrsstraßen standen unter Wasser, allein ins Polizeipräsidium schlug fünf Mal der Blitz ein. Ein Kesselbrand in der Müllverbrennungsanlage GMVA löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus, der Hauptbahnhof war wegen eines Stromausfalls ohne Licht. Erst gegen Abend beruhigte sich die Lage wieder - stundenlang waren Feuerwehr, WBO und Hauseigentümer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Kurz vor 17 Uhr zogen die ersten Gewitterwolken im Süden der Stadt auf, innerhalb einer Stunde hatte der Sturm der Unwetterstufe 2 auf einer sechsstufigen Skala die ganze Stadt im Griff. Blitze waren im Minutentakt am Himmel zu sehen. Eine Störung im RWE-Hochspannungsnetz sorgte nach Angaben des Energieversorgers EVO um 17.46 Uhr für den Ausfall einer Verteileranlage in Lirich. Weite Teile der Innenstadt waren ohne Strom - betroffen waren die Redaktion und der Hauptbahnhof, aber auch die Müllverbrennungsanlage.

Dort geriet durch den Netzausfall einer der vier Kessel in Brand, einige Turbinen sind ausgefallen. Dicker schwarzer Qualm über der Anlage verunsicherte schnell Anwohner, die über die sozialen Netzwerke im Internet Videos und Fotos vom Unwetter teilten.

Die Oberhausener Berufsfeuerwehr forderte sofort Hilfe aus Mülheim an. Gemeinsam konnte der Brand zwar unter Kontrolle gebracht werden, der Kessel bleibt aber vorerst außer Betrieb. „Der Schaden wird jetzt ermittelt“, sagt GMVA-Chefin Maria Guthoff. „Zu keinem Zeitpunkt hat Gefahr für die Bevölkerung bestanden.“

Bad Guys

Überschwemmungen und Erdrutsche in China

Anhaltender Regen hat in vielen Provinzen Chinas Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben.


Frog

"Hochwassermücken" plagen Menschen in Deutschland

Aggressiv, lästig und penetrant: Milliardenfach verbreiten sich derzeit Mücken in Deutschland. Das Hochwasser spielt dabei eine große Rolle. Forscher halten eine echte Plage für möglich. Es gibt aber auch positive Aspekte.
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© dpa
Ssssssssssssssssssssssssst - Stechmücken breiten sich in Deutschland in diesem Sommer besonders aus.
Klingt wie ein schlechter Witz, ist aber keiner: Es gibt Überschwemmungsmücken. Man sagt auch: Überflutungsmücken. Wer im Moment gerade in Dresden an der Elbe, in Regensburg an der Donau oder Halle an der Saale unterwegs ist, wird sie kennengelernt haben. Sie sind um ein Vielfaches aufdringlicher und blutrünstiger als die Normalmücke. Milliardenfach breiten sie sich gerade aus, stechen wild um sich und verleiden einem den Sommerabend im Garten oder auf dem Balkon.

Es gibt ungefähr 50 Mückenarten in Deutschland - und einige von ihnen gehören zu den Überflutungsmücken. Das sind keine eigenen Unterarten, sondern Mücken aus Eiern, die vor Monaten oder Jahren abgelegt wurden in überfluteten Tümpeln, Wiesen, Wäldern, in Pfützen oder Senken. Dort haben sie sich angesammelt und können nun erst schlüpfen, weil die getrockneten Gebiete wieder überschwemmt worden sind.

Lästig und aggressiv

Diese Überflutungsmücken sind sehr lästig, weil ausgesprochen stechwütig: „Besonders aggressiv, besonders penetrantes Anflugverhalten“, so eine Sprecherin des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg (Brandenburg). Das Wüten ist kein Wunder: Überschwemmungsmücken sind genetisch bedingt im Stress. Sie stehen unter einem Zeitdruck, der sie rasend macht. Sie müssen Eier ablegen, bis zu 300 pro Weibchen, während die dafür benötigten nassen Uferflächen mit Rückgang der Flut langsam wegtrocknen.

Kommentar: Einem Artikel des Merkur zufolge, wird vielerorts Mückenschutzmittel knapp.


Cloud Precipitation

Schlimmste Überschwemmungen seit 50 Jahren in Beichuan, China - Erdrutsch begräbt 30 Menschen

Überschwemmungen im Westen Chinas, die in einigen Gegenden die schlimmsten seit 50 Jahren sind, haben am Mittwoch einen Erdrutsch ausgelöst, der etwa 30 Menschen unter sich begraben, Hunderte in einem Autobahntunnel eingeschlossen und eine bekannte Gedenkstätte für das verheerende Erdbeben von 2008 zerstört hat.
Flut, Überschwemmung, China
© News BBC
Beijing - Im Nordosten wurden darüber hinaus in der Nacht zu Dienstag mindestens 12 Arbeiter getötet als ein gewaltiger Regensturm zum Einsturz der Werkhalle eines nicht fertig gestellten Kohebergwerks führte.

Video über eine dramatische Rettungsaktion in den reißenden Fluten in China:


Cloud Lightning

Riesige Wellen treffen auf Chile und Peru

Am Donnerstag befand sich ein großer Abschnitt der pazifischen Küste Chiles weiter in Alarmbereitschaft, als starke Winde und Flutbewegungen in einigen Teilen der Küstengebiete bis zu 7 Meter hohe Wellen erzeugten, die immer wieder auf die Küste rollten.

Einwohner berichten, dass sie zwar bereits hohe Wellen in der Vergangenheit erlebt haben, dies aber das erste Mal sei, dass sie Wellen von solcher Größe erlebt haben.

In Vina del Mar wurde eine Fußgängerbrücke und Küstenstraßen überschwemmt, und Häuser und Geschäfte wurden beschädigt.

60 Meilen südlich in Santo Domingo spülten die Wellen über die Dämme und auf die Straßen. Ein nahe gelegener Hafen wurde für alle Schiffe gesperrt.

120 Meilen südlich in Tolten kam es zu Evakuierungen aus Häusern nahe der Küste.


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Seltsame riesige Flutwelle überschwemmte Ostküste der USA und verblüfft Wissenschaftler

Erst zog sich das Meer überraschend zurück, dann kam die schäumende Flut: Ein mysteriöser Tsunami hat auf mehr als tausend Kilometern Strände an der Ostküste der USA überschwemmt. Wissenschaftler rätseln über die Ursache.
Sturm, Atlantik
© NOAA
Gewitterwolken am 13. Juni über den USA (Radarbild): Der Sturm zog von Westen über Amerika, später über den Atlantik (die Uhrzeiten dokumentieren die Passage)
Hamburg - Eine erstaunliche Flut an der Ostküste der USA verblüfft Wissenschaftler. Am Nachmittag des 13. Juni habe sie Strände von Massachusetts bis North Carolina überspült, berichtet das Tsunami-Warnzentrum. Die Auswertung von Daten habe erst jetzt ergeben, dass 30 Bojen in ganz unterschiedlichen Meeresregionen kurz hintereinander erhöhten Wasserstand registriert hätten - die Wellenfront müsste demnach wenigstens tausend Kilometer breit gewesen sein. Jetzt rätseln Wissenschaftler, was sie verursacht hat.

Target

Flut 2013 war ein Jahrhundertphänomen

Koblenz. Aufatmen an der Neiße und angstvolle Blicke zur Elbe: Während die Wasserstände in Ostsachsen in der Nacht sanken oder geringer anstiegen als vorhergesagt, schwoll die Elbe stärker und schneller als erwartet an. "Dort gibt es noch keine Entwarnung", sagte Uwe Höhne vom Landeshochwasserzentrum am Mittwoch in Dresden

Die jüngste Flut an Elbe und Donau war ein Jahrhundertphänomen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz und des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Demnach wurden an der Elbe auf einer 250 Kilometer langen Strecke zwischen Coswig in Sachsen-Anhalt und Lenzen in Brandenburg die höchsten, je gemessenen Wasserstände registriert. Eine aus Tschechien kommende Flut sei auf Hochwasser der Flüsse Mulde und Saale getroffen. Der Scheitel an der Elbe habe von der Länge und der Höhe her "bisher nicht bekannte Ausmaße" erreicht. Ähnlich rekordträchtig war das Hochwasser laut BfG-Experten an der Donau. In Passau habe der Scheitelstand alle Höchstmarken seit gut 500 Jahren übertroffen.

dpa

Bizarro Earth

Ungefähr 850 bestätigte Tote nach Überschwemmungen in Indien

Im Norden Indiens sterben Hunderte von Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Politiker vergleichen die Flutkatastrophe schon mit einem Tsunami. Nun haben die Massen-Einäscherungen begonnen.
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Ein Mann betet im Wallfahrtsort Kedarnath: In indischen Bundesstaat Uttarakhand starben Hunderte Menschen an den Folgen des starken Monsunregens. Nun werden ihre Leichen verbrannt, vorher werden noch DNA-Proben entnommen
Die Massen-Einäscherungen von Opfern der Flutkatastrophe haben in Nordindien begonnen. 357 Leichen wurden in der stark betroffenen Pilger-Stadt Kedarnath nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde am Donnerstag verbrannt.

Zuvor hatten Helfer Tonnen von Holz und Ghee (Speisefett) herantransportiert, die beim Verbrennen helfen sollten. Die Überschwemmungen und Erdrutsche im südlichen Himalaya-Gebiet wurden durch den überraschend früh einsetzenden Monsun-Regen ausgelöst.

Mindestens 845 Tote bestätigten die Behörden bisher, Medienberichte sprachen in der vergangenen Woche bereits von über 1000 Toten. 300 Menschen gelten offiziell als vermisst, lokale Medien wollen auch hier von mehr als 1000 Vermissten wissen. Auch im benachbarten Westen Nepals seien Menschen vom Monsun betroffen, berichtete die Aktion "Deutschland Hilft" am Donnerstag.

In Nordindien traf es vor allem den Bundesstaat Uttarakhand im südlichen Himalaya-Gebirge, der wegen seiner Hindu-Tempel und Schreine bei Pilgern und Touristen beliebt ist. Zehntausende Menschen saßen seit Mitte Juni in der bergigen Gegend fest, als der Monsun etwa zwei Wochen vor seinem erwarteten Beginn einsetzte und Zufahrtswege und Häuser zerstörte.

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Dauerregen: Neue Warnungen vor Überschwemmungen in Sachsen

Vor Dauerregen und ansteigenden Flüssen in Sachsen warnt der Deutsche Wetterdienst. In Görlitz sind schon am Montag 44 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, am Dienstag könnten 70 Liter dazukommen. Für den Landkreis Görlitz gilt eine Unwetterwarnung. Erst am Mittwoch soll der Regen nachlassen.
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© dpa
Gewitter in Leipzig. Den Sachsen drohen neue Überflutungen.
Görlitz/Dresden - Nach dem Hochwasser warnt der Deutsche Wetterdienst erneut vor Dauerregen und ansteigenden Flüssen in Ostsachsen. Allein in Görlitz seien seit Montagmittag 44 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, wie ein DWD-Sprecher am Dienstag mitteilte. Bis zum Abend könnten bis zu 70 Liter hinzukommen. Es gilt eine Unwetterwarnung für den Landkreis Görlitz. Laut DWD besteht die Gefahr, dass Flüsse und Bäche über die Ufer treten und Straßen überschwemmt werden. Erst am Mittwoch soll der Regen nachlassen.

Auch im sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie ist man besorgt. "Das Wasser in den Flüssen wird wieder schnell ansteigen", sagte Behördensprecher Uwe Höhne der Nachrichtenagentur dpa. Die Hydrologen gehen davon aus, dass in der Nacht zum Mittwoch die höchste Hochwasseralarmstufe vier für die Lausitzer Neiße in Görlitz ausgerufen werden muss. Auch Spree, Schwarze Elster und Elbe seien gefährdet. "Die Lage ist prekär", sagte Höhne. Wer an Flüssen oder Bächen wohne, sollte besonders wachsam sein.

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Bauern leiden unter Wetterkapriolen: 25 bis 50 Prozent Einbußen

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Ein Reisfeld? Nein, eigentlich sollte hier Wintergerste wachsen. Agrarministerin Ilse Aigner besucht mit ihrem sächsischen Amtskollegen Frank Kupfer (r.) einen Landwirt in Sachsen. Auch in Bayern sahen die Felder vielerorts so aus.
Heute am Johannitag endet traditionell die Spargelsaison: Doch den Bauern in Schrobenhausen hat das Hochwasser die Laune verdorben. Auch andernorts hadern Landwirte mit überfluteten Feldern und verfaultem Getreide. Der Schaden ist gigantisch. Der Bauernpräsident fordert 500 Euro Soforthilfe - pro Hektar.

Landwirte leiden unter Wetterkapriolen

Heute am Johannitag endet traditionell die Spargelsaison: Doch den Bauern in Schrobenhausen hat das Hochwasser die Laune verdorben. Auch andernorts hadern Landwirte mit überfluteten Feldern und verfaultem Getreide. Der Schaden ist gigantisch. Der Bauernpräsident fordert 500 Euro Soforthilfe - pro Hektar.

Schrobenhausen - Es ist ein trauriges Jubiläumsjahr: In Schrobenhausen haben sie heuer die 100. Saison im Anbaugebiet gefeiert, aber so recht glücklich sind die Bauern im Spargel-Land nicht. Das Hochwasser und das schlechte Wetter haben ihnen die Ernte vermiest. Ertragseinbußen von 25 bis 50 Prozent sind keine Seltenheit. „Wir konnten bei weitem nicht das ernten, was wir in den letzten Jahren hatten“, sagt Spargelbauer Alexander Kornreiter aus Schrobenhausen. Auch auf seinen Feldern stand das Wasser. „Der Mai war ebenfalls furchtbar.“ Heute am Johannitag geht die Spargelsaison traditionell zu Ende. Die Kornreiters haben auf ihrem Leinfelderhof schon vor ein paar Tagen mit dem Stechen aufgehört. An das Jubiläumsspargeljahr werden sie noch lange zurückdenken - 2013, das Seuchenjahr, das Horrorjahr.