Teil 1: Elektrizität und Plasma

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Kapitel 9: Die externen Energiequellen von Himmelskörpern

Der Grund, warum Kondensatoren sich immer wieder entladen können und zugleich die elektrische Potentialdifferenz zwischen ihren Anoden und Kathoden beibehalten, liegt an der Tatsache, dass sie an eine externe Stromquelle angeschlossen sind. Von wo kommt also die Elektrizität in unserem Sonnensystem? Der Astrophysiker Michael J. Longo, von der Universität Michigan, hat mehr als 40 000 Galaxien gründlich untersucht.37 Nach zahlreichen Schritten, in denen er die Daten aufbereitet und analysiert hat - ich erspare Ihnen die Details seiner Berechnungen, die Sie in seiner Arbeit nachlesen und prüfen können - kam er zu folgendem Schluss:
Die beunruhigende Ausrichtung der Tagundnachtgleichen und der Ekliptik mit der AE [Achse der Ekliptik] wird jetzt wegen der ekliptischen Definition entlang der RA [Rektaszensionen] = 180° und 0° in der Nähe der galaktischen Pole als ein Zufall betrachtet. Es ist kein Zeichen für einen gravierenden Vordergrund Bias in den WMAP Daten zu erkennen. Alle diese Ausrichtungen können durch ein kosmisches Magnetfeld erklärt werden, der die Zyklotronen Umlaufbahn-Achsen der Elektronen ausrichtet und seine Multipole auf dem CMB einprägt.38
Einfacher ausgedrückt, bedeutet das Folgendes: Longo ist zu dem Schluss gekommen, dass die Rotationsachsen von Galaxien sich auf der selben Kurve ausrichten und dass diese Ausrichtung kein Zufalls-Resultat sein kann. Neben Longo haben auch Alfven39, Campanelli40 und Schwarz41 nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Ausrichtung der galaktischen Rotationsachsen wahrscheinlich aufgrund eines gigantischen Rings aus elektrischem Strom entsteht. Obwohl die ultimative Quelle dieses gigantischen elektrischen Rings, der das kosmische ‘Nichts’ umkreist, immer noch nicht bekannt ist, ist die Ausrichtung der galaktischen Rotationsachsen ein indirekter Beweis für seine Existenz. Abbildung 16 zeigt diese Ausrichtung der galaktischen Rotationsachsen an einem ringförmigen galaktischen Strom (rosa Farbe).

Dieser gigantische Ring in Form eines Birkeland-Stroms (siehe Kapitel 10: ’Interstellares Plasma’) könnte die externe Energiequelle sein, die Galaxien antreibt. Dieser Ring könnte auch die ‘Händigkeit’ erklären, die Longo in seiner Arbeit angesprochen hat: In den Galaxien wird eine bestimmte Richtung und Geschwindigkeit der Rotation elektrisch induziert, die sich entlang dieses Stroms befinden42. Wie in Abbildung 17 dargestellt, scheint der Raum innerhalb und zwischen den Galaxien dem selben Prozess zu folgen.

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Abbildung 16: Galaxien, die sich an den Hüllen der größten kosmischen Voids ("Leerräume") befinden, zeichnen sich durch Rotationsachsen aus, die sich anhand des elektrischen Stroms ausrichten, der diese Voids umgibt.
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Abbildung 17: Elektrische Ströme fließen in den galaktischen Kern und dann durch die galaktischen Arme.
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Abbildung 18: Genauso wie in anderen Galaxien sind auch in der Milchstraße die Sterne an den galaktischen Armen ausgerichtet. Der rote Punkt zeigt die Position unseres Sonnensystems in einem dieser Arme.
Der galaktische Jet (der grüne Jet in der Mitte von Abbildung 17) ist ein massiver Birkeland-Strom, der vom intergalaktischen Ring-Strom kommt (der wie oben beschrieben die Galaxien zu einander ausrichtet) und in die Galaxie einfließt, erst durch den Kern und dann durch die galaktischen Arme. Genauso wie der Strom zwischen Galaxien die selbe Drehrichtung und Ausrichtung dieser Galaxien erklären könnte, könnte der Strom innerhalb der Galaxien auch erklären, warum die meisten Sterne sich in den galaktischen Armen dieser Galaxien befinden, das heißt, entlang des elektrischen Stroms dieser Galaxien.

Das ist auch in unserer Galaxie, der Milchstraße, der Fall. Wie in Abbildung 18 zu sehen ist, befinden sich die meisten Sterne, auch in unserer Galaxie, an diesen galaktischen Armen. Das gilt auch für unser Sonnensystem, welches in einem dieser Arme, mit dem Namen Orionarm43 , eingebettet ist ("Wir sind hier" in Abbildung 18).

Neben der induzierten Rotation der Galaxien, der Ausrichtung dieser Galaxien entlang des ‘intergalaktischen Rings’ und dem Bündeln der Sterne an den galaktischen Armen, könnten Birkeland-Ströme auch die externe elektrische Quelle sein, die die Sterne selbst antreibt44 und sie rotieren lässt. Die Sterne wiederum könnten die externe elektrische Quelle sein, die die Planten antreibt und rotieren lässt.

Das bleibt im Moment jedoch nur eine Hypothese, denn bis heute ist die elektrische Quelle, welche die Himmelkörper antreibt, immer noch unbekannt. Selbst Plasma Kosmologen haben darauf keine definitive Antwort:
Studien an den magnetischen Feldern in den Spiralarmen von Galaxien haben ergeben, dass die elektrischen Ströme entlang der Arme in Form eines Birkeland Filamentes fließen. Letztendlich wissen wir [jedoch] nicht, woher diese [elektrische] Energie kommt.45
Die Beobachtungen, die wir oben kennengelernt haben, scheinen darauf hinzudeuten, dass Himmelskörper kaskadenförmig durch eine externe elektrische Quelle angetrieben werden: Der intergalaktische Void ("Leerraum") treibt Galaxien an, richtet sie aus und lässt sie rotieren. Die Galaxien wiederum richten die Sterne aus (bündeln sie), treiben sie an und lassen sie rotieren. Und schließlich treiben die Sterne Planeten an und lassen sie rotieren. Wenn diese Hypothese korrekt ist, dann bedeutet das, dass Sternen - einschließlich unserer Sonne - nicht der ‘Treibstoff ausgeht’, so wie das von Mainstream-Solar-Hypothesen vorgeschlagen wird. Demnach bedeutet das für unser Sonnensystem: Die Sonne treibt die Planeten an - einschließlich der Erde - und lässt sie rotieren. Beachten Sie auch, dass sich alle Planeten auf der selben Ebene befinden (die Ebene der Ekliptik), genauso wie sich die meisten Sterne auf der selben galaktischen Ebene befinden. Kurz gesagt scheint sich der gleiche Prozess in all diesen verschieden Maßstäben zu wiederholen, wie ein Fraktal. Ein größeres Gebilde treibt ein kleineres elektrisch an und dieses kleinere Gebilde wiederum ein noch kleineres usw. In jeder Größenordnung bemerken wir das Vorhandensein von Birkeland-Strömen, die das Plasma durchfließen, Himmelskörper umgeben (Galaxien, Sterne, Planeten) und dieses umkreisende und drehende kosmische Ballet ausrichten und leiten.

Fußnoten:

37Longo, M., ‘Does the Universe Have a Handedness?’, arXiv:0812.3437 [astro-ph], 2008.
38ccapp.osu.edu/workshops/GLCW8/glcw8/talks/mLongo.pdf
39Alfven, Hannes et al. (1978). ‘Interstellar clouds and the formation of stars’. Astrophysics and Space Science 55 (2):487 - 509.
40Campanelli L. et al., ‘Ellipsoidal universe can solve the cosmic microwave background quadrupole problem’. PhysRev Lett. 2006 Sep 29;97(13):131 302.
41Schwarz Dominik, ‘Is the low-l microwave background cosmic?’, Astrophysics Journal, November 24th, 2004
42Siehe Kapitel 12: ‘Homopolarmotoren’
43Byrd, D., ‘Which spiral arm of the Milky Way contains our Sun?’, Earthsky. Siehe: earthsky.org/space/does-our-sunreside-in-a-spiral-arm-of-the-milky-way-galaxy
44Scott, Donald E., The Electric Sky, Seite. 85
45Thornhill, W. & Talbott, D., The Electric Universe, Seite.61