Berg-Karabach
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Moskau rechnet damit, dass die Seiten des Berg-Karabach-Konflikts Schritte vermeiden werden, die den fragilen Waffenstillstand beeinträchtigen könnten, wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, sagte.

Armenien und Aserbaidschan hatten am 2. April die Zuspitzung der Situation um Bergkarabach bekanntgegeben: Das Verteidigungsministerium in Baku meldete den Beschuss des aserbaidschanischen Territoriums durch armenische Streitkräfte. Die armenische Seite sprach von einer „Offensive“ der aserbaidschanischen Armee. Die Konfliktseiten haben am 5. April eine Waffenruhe für die Konfliktzone vereinbart. Jedoch werfen die Seiten einander hin und wieder vor, den Beschuss fortzusetzen.

Auf die Journalistenfrage, ob der Gesetzentwurf über die Anerkennung der Unabhängigkeit von Berg-Karabach durch Armenien mit Moskau besprochen worden sei, antwortete Peskow: „Nein, das ist nicht mit Moskau besprochen worden. Wir beobachten sehr aufmerksam die Beschlüsse, die in diesem Kontext angenommen werden. Und natürlich rechnen wir nach wie vor damit, dass die Seiten des Konfliktes jegliche Schritte vermeiden werden, die den ziemlich fragilen Waffenstillstand beeinträchtigen und insgesamt zu einer Eskalation der Spannung in Berg-Karabach führen können.“

Der Konflikt zwischen den südkaukasischen Republiken Armenien und Aserbaidschan hatte noch 1988 begonnen: damals beschloss das autonome Gebiet Berg-Karabach den Austritt aus der Aserbaidschanischen SSR. Später verlor Aserbaidschan im Laufe eines Militärkonflikts die Kontrolle über Berg-Karabach, das überwiegend von Armeniern bewohnt ist. Bis heute zählt Baku die Region Berg-Karabach zu seinem Territorium, das durch Armenien belagert ist. Jerewan unterstützt die Behörden der nicht anerkannten Republik Berg-Karabach.