
"Wir gehen von vergleichbaren Gewittern wie am Freitag aus", sagte hr-Wetterexperte Mark Eisenmann. "Aber sie können heute verbreiteter im ganzen Land auftreten."
Mehrere Telefonmasten gekappt
Das kurze, aber heftige Unwetter am Freitagabend hinterließ im Rhein-Main-Gebiet Spuren. Die Landesstraße 3455 bei Heidenrod-Springen wird bis Anfang nächster Woche gesperrt bleiben. Bei einem Erdrutsch während des Gewitters war Geröll auf die Straße geraten, wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte.
Auch die Bundesstraße 54 wurde aufgrund des Gewitters gesperrt. Bei Bad Schwalbach (Rheingau-Taunus) mussten zwischenzeitlich mehrere Telefonmasten gekappt werden, da sie bei Wind und Wetter in Schieflage geraten waren. Die Sperrung wurde in der Nacht wieder aufgehoben.
Am frühen Freitagabend waren Hunderte Notrufe eingegangen, wie ein Sprecher der Polizei in Wiesbaden sagte. Betroffen waren demnach neben Wiesbaden vor allem auch der Rheingau-Taunus-Kreis und der Main-Taunus-Kreis. Mit dem Unwetter einher gingen starke Hagelschauer. Einige Straßen in Wiesbaden und Hofheim wirkten danach, als wäre der Winter eingebrochen. Busse mussten umgeleitet werden, Wasser drang in stehende Autos ein.
Die Feuerwehr fuhr in der Landeshauptstadt über 300 Einsätze. Unter anderem musste ein Taxifahrer befreit werden, der wegen der Wassermassen in seinem Auto feststeckte. Das Auspumpen der Keller und die Beseitigung der Schäden beschäftigte die Einsatzkräfte auch noch in der Nacht.
Auch in Hofheim, Kriftel und Hattersheim hatten Polizei und Feuerwehr am Freitagabend rund 130 Einsätze. In Hofheim verwandelten sich Straßen in reißende Bäche. Auch hier gab es viele überflutete Keller. Außerdem sorgen hochgedrückte Gullideckel und umgestürzte Bäume für Einsätze.

In Maintal (Main-Kinzig) schlug ein Blitz in ein Mehrfamilienhaus ein und setzte den Dachstuhl in Brand. Verletzt wurde niemand.
Der starke Hagelschauer in Wiesbaden und Umgebung fand sein Echo auch auf Twitter.
Quelle: dpa/lhe, hessenschau.de





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In der letzten Woche wüteten einige Unwetter über Deutschland und die Nachbarländer.