
Das liege vor allem daran, dass Geruchsinformationen im menschlichen Gehirn besser verarbeitet werden könnten. Der ausgeprägte Geruchssinn habe den Menschen wohl geholfen, Mitglieder ihrer Familie und ihrer Gruppe wahrzunehmen und so ein starkes Sozialverhalten zu entwickeln, sagte die Tübinger Paläoanthropologin Katerina Harvati am Dienstag. Das sei in der Evolution ein großer Vorteil gewesen.
Die Gehirne von Menschen und Neandertalern sind ähnlich groß. Mit Hilfe fossiler Schädel gelang es den Wissenschaftlern nun, im Computer die Gehirnform von Neandertalern und ihren menschlichen Zeitgenossen zu rekonstruieren. Dabei habe sich gezeigt, dass die für Geruchsinformationen zuständigen Hirnstrukturen beim Menschen etwa zwölf Prozent größer waren als beim Neandertaler.








