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Beaker

Russischen Wissenschaftlern gelingt Heilung von Tumoren und Entwicklung eines universellen Markers für Krebszellen

Forschern des Institutes für Zytologie und Genetik im sibirischen Nowosibirsk ist es gelungen, Versuchsmäuse von bösartigen Tumoren zu heilen, berichtet die Fachzeitschrift „Nauka w Sibiri“ („Wissenschaft in Sibirien“).
Krebszellen
© Knight Cancer Institute
Die Wissenschaftler vom Föderalen Forschungszentrum haben eine Methode zur Vernichtung krebsinitiierender Zellen ausgearbeitet. Sie haben festgestellt, dass DNA-Fragmente von krebsinitiierenden Zellen aufgenommen werden. Werden die DNA-Ausschnitte als Träger für Fluoreszenzfarbstoffe eingesetzt, können sie an krebsinitiierende Zellen andocken und diese so markieren. Die Zellen leuchten dann etwa rot. Damit haben die Forscher zugleich einen universellen Marker für Krebsstammzellen entwickelt.

Kommentar:


Bug

Weiteres bislang unbekanntes Massensterben in der Erdgeschichte offenbar geworden

Sediment Zelle Pflanzen,Pflanzensegment Massensterben
© Der Standard
500.000 Jahre nach der großen Krise an der Perm-Trias-Grenze verändert sich die Pflanzenwelt grundlegend.

Seit es Leben auf der Erde gibt, haben Katastrophen mit globalen Auswirkungen immer wieder zu Massenaussterben geführt. Eine der größten derartigen Veränderungen fand vor rund 252 Millionen Jahren am Übergang vom Perm zur Trias statt. Fast alle meeresbewohnenden Arten sowie zwei Drittel aller Reptilien und Amphibien starben aus. Sogar die Insekten waren betroffen, kein anderes Aussterbeereignis davor und danach brachte das zuwege.

Kurzzeitige Diversitätsabnahmen betraf auch die Pflanzenwelt, diese erholte sich jedoch innerhalb einiger Tausend Jahre wieder. Nun haben Schweizer Wissenschaftler Hinweise auf ein bisher unbekanntes, mindestens ebenbürtiges Massenaussterben entdeckt, das nur 500.000 Jahre nach dem Perm-Trias-Ereignis eintrat und in der Unteren Trias die vorherrschende Vegetation plötzlich und radikal veränderte.

Kommentar: Massensterben in der Vergangenheit: Auch heute erleben wir gewaltige Klima-Umwälzungen, die gemeinsam mit der Zunahme von Feuerbällen zu einem erneuten Massensterben führen können: Nachverfolgen können Sie die jeweiligen Wetter- und Kometenereignisse in unseren Kategorien "Erdveränderungen" und "Feuerbälle", sowie in unseren monatlichen Video-Zusammenfassungen. Auch das Buch "Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung" informiert über die aktuellen Erdveänderungs-Ereignisse und gibt außerdem einen tieferen Einblick in die möglichen Hintergründe. Einen Teil des Buches finden Sie in deutscher Übersetzung auf de.sott.net: Das Elektrische Universum - Teil 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum


Robot

AP nutzt seit 2015 Roboter zum Verfassen von Nachrichten über Spiele und Finanzen

Die Nachrichtenagentur AP bindet nun auch Roboter in den journalistische Arbeitsalltag ein. Sprachcomputer schreiben nun Texte über Spiele der amerikanischen Minor League, die früher von der Agentur überhaupt nicht thematisiert worden war. Auch Kurzmeldungen im Bereich Finanzen hat der PC schon verfasst.
Roboter-Journalist
© Flickr/The People Speak!
Für die Texterstellung wird das Programm Automated Insights sowie Daten aus dem Portal Major League Baseball Advanced Media (MLBAM), wo Informationen über Spiele der Major Baseball League (MBL) gesammelt werden, genutzt. Die von Robotern entworfenen Materialien werden von professionellen Journalisten, die sich in dieser Sportart gut auskennen, geprüft, um die Qualitätsstandards zu gewährleisten.

Books

Pergament - Ein Datenträger der die Zeiten überdauert

Kaum ein anderer Datenträger hat so viel Geschichte konserviert wie das gute, alte Pergament. Zeit für einen Blick auf seine eigene Historie - und was vielleicht noch kommen mag.

Pergament
© Gerald Raab / Staatsbibliothek Bamberg
Die Haltbarkeit von Datenträgern bietet dauerhaften Grund zur Sorge. Mancher Musikliebhaber, dessen selbst gebrannte CDs sich nach zehn Jahren nicht mehr abspielen lassen, mag sich nach der Vinylscheibe zurücksehnen. Omas alte Fotos überdauerten Jahrzehnte im Schuhkarton, doch ob sich der USB-Stick mit den Urlaubsbildern noch in 50 Jahren öffnen lässt, ist fraglich. Und kürzlich ist in Großbritannien ein ganz und gar traditionelles Speichermedium sogar zum Politikum geworden, nämlich als es abgeschafft werden sollte: das Pergament.

Die Rede ist vom Beschluss des britischen Oberhauses von Anfang Februar dieses Jahres. Traditionell wird dort die doppelte Urschrift neuer Gesetzestexte - eine für das Parlaments- und die andere für das Nationalarchiv - auf Pergament aus Ziegenhaut gedruckt. Zur Kosteneinsparung sollte künftig nur "gewöhnliches" Papier verwendet werden. 80 000 Pfund pro Jahr würden eingespart, umgerechnet etwas mehr als 100 000 Euro, rechneten die Kritiker vor.

Pergament wird aus Tierhäuten gewonnen, bevorzugt aus denen von Ziegen, Schafen oder Kälbern, und bleibt im Gegensatz zum Leder ungegerbt. Im Englischen wird ein Diplom umgangssprachlich noch als "sheepskin", also Schafshaut bezeichnet, ein Verweis auf die Verwendung dieses Materials für wichtige Dokumente. Hingegen ist unsere Redewendung "Das geht auf keine Kuhhaut" in Bezug auf die Pergamentherstellung nicht ganz exakt, da die Häute ausgewachsener Rinder ungeeignet dafür sind. Das Ausgangsmaterial sollte nämlich möglichst dünn sein, und für die diesbezüglich höchste Qualitätsstufe wurden sogar ungeborene oder neugeborene Tiere gehäutet, was dem Endprodukt die mittelalterlich-lateinische Bezeichnung "pergamentum abortivum" einbrachte.

Evil Rays

Defekte Leitungen? Es gab auch Internetstörungen bei Kabel-Deutschland

Kunden von Kabel Deutschland und Vodafone haben weiterhin mit Internetproblemen zu kämpfen. Vodafone selbst behauptet, alle Störungen seien bis Freitag 15 Uhr behoben worden.
Internet
© dpa
Donnerstagnachmittag begann eine umfangreiche Störung, die Vodafone-Kunden betraf: Internetverbindungen und IP-basierte Telefonie funktionierten im Kabel-Deutschland-Netz nicht mehr oder nur eingeschränkt. Freitag um 15 Uhr gab Vodafone Entwarnung: Hardware-Komponenten seien ausgetauscht, alle Störungen weitgehend behoben worden. Trotzdem hatten Kunden am Freitagabend und noch bis Samstagmittag Probleme, ins Internet zu kommen.

Im Heise-Forum finden sich mehrere Klagen von Nutzern, die auch nach der offiziellen Störungsbeendung nicht problemlos surfen können. Die Verbindung breche nach wenigen Sekunden ab, ist äußerst langsam oder zeigt Routing-Probleme.

Kommentar: Vodafone und Kabel Deutschland bilden mittlerweile ein Unternehmen, da ist die Frage, wo der Fehler lag, der diese Störungen verursachte.


Bug

Neue Vogelspinnenart entdeckt: Zur Abwehr schießt sie mit Giftpfeilen

In Kolumbien stöberten Biologen eine neue riesige Vogelspinne auf. Ihre Abwehrwaffe macht sie einzigartig unter ihren Verwandten.
neue Vogelspinne schießt Giftpfeile
Ob sich der kolumbianische Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez über diese Auszeichnung gefreut hätte? Biologen um Carlos Perafán von der Universidad de la República in Montevideo haben jedenfalls zu Ehren des 2014 verstorbenen Schriftstellers eine neu entdeckte Vogelspinnenart mit dem Namen Kankuamo marquezi beschrieben. Tatsächlich ist diese Spezies etwas Besonderes, denn sie verfügt über eine außergewöhnliche Abwehrstrategie, die sie von verwandten Arten unterscheidet. Sie wurde daher sogar einer eigenen neuen Gattung zugewiesen.

Magnify

Bernstein-Fund: Flügel von Urzeitvogel aus der Kreidezeit in Bernstein entdeckt

Flügel stammen von bereits weit entwickelten Küken einer kreidezeitlichen Vogelart
Urzeit-Vogel in Bernstein
© Royal Saskatchewan Museum/ R.C. McKellarEiner der beiden kreidezeitlichen Bernsteinklumpen, im Inneren ist diffus der Vogelflügel zu erkennen.
Erstaunlicher Fund: Zwei Klumpen Bernstein haben zwei winzige Flügel urzeitlicher Vögel konserviert. Die in allen Details erhaltenen Flügel sind 99 Millionen Jahre alt und stammen von zwei Küken einer heute ausgestorbenen Vogelgruppe. Ihre bereits voll ausgebildeten Federn sprechen dafür, dass diese Jungvögel Nestflüchter waren: Kaum geschlüpft, gingen sie schon selbstständig auf Futtersuche, wie die Forscher im Fachmagazin Nature Communications berichten.

Snowflake

Inaktive Sonne: Wissenschaftler kündigen neue kleine Eiszeit an

Das Wetter meint es derzeit doch gut mit uns: Sonne, Temperaturen rund um angenehme 20 Grad - der Sommer kommt so langsam auf Touren.
eiszeit,gefrorenes auto
Doch das kann sich bald wieder ändern - mit gravierenden Auswirkungen: Europa droht eine Mini-Eiszeit.

Horrorszenario im Anmarsch?

Auf diese Schlussfolgerung sind Solarphysiker des Potsdamer Instituts für Klimafolgeforschung gekommen, die sich mit der Sonnenaktivität auseinandergesetzt haben. In den kommenden Jahren wird diese immer weiter abnehmen.

Kommentar: Natürlich sehen die Wissenschaftler keine Gefahr für die nächsten Jahre, sondern erst in weiter Zukunft, was ein Fehler sein könnte:


Meteor

Rückschau Das Beste aus dem Web: Tunguska 1908: Der Tag, an dem sich der Himmel teilte

Vor genau 100 Jahren mähte eine gigantische Explosion mitten in Sibirien Millionen Bäume nieder. Bis heute rätseln Forscher, was genau damals geschehen ist. Bei einer abenteuerlichen Expedition ist ein Team auf Hinweise gestoßen, die das Geheimnis lüften könnten.

Tunguska Ereignis
© Evgeny KrinovDer Wald von Tunguska, aufgenommen 1929 von Evgeny Krinov
Es geschah am 30. Juni 1908 um 7.14 Uhr am Morgen in Zentralsibirien. Semen Semenjow erlebte die Explosion mit eigenen Augen und sah, wie "sich der Himmel teilte. Über dem Wald erschien eine hohe und breite Feuerwalze. Von dort, wo das Feuer loderte, ging eine enorme Hitze aus. Dann verdunkelte sich der Himmel, es war ein heftiger, dumpfer Schlag zu hören, und ich wurde nach hinten geschleudert Danach ertönte ein Krachen, als würden Kanonen abgefeuert, und die Erde bebte."

Der russische Bauer gehört zu jenen Augenzeugen, die dem Entsetzen erregenden Geschehen wohl am nächsten gewesen waren. Als Tunguska-Ereignis ging es mittlerweile in die Annalen ein: der in der modernen Menschheitsgeschichte vermutlich heftigste Einschlag eines Objekts aus dem Weltraum auf der Erde. Semenjow selbst befand sich etwa 65 Kilometer vom Ort der Explosion entfernt, doch sogar aus Nordeuropa und Zentralasien berichteten Zeitgenossen von ausgedehnten, silbrigen Wolken und leuchtenden, farbenfrohen Sonnenuntergängen. Der Nachthimmel über Großbritannien war geradezu hell erleuchtet: Um Mitternacht sollen Londoner auf unbeleuchteten Straßen mühelos die Zeitung gelesen haben.

Kommentar: Zwei andere Artikel, die sich mit dieser Thematik befassen:

Tunguska, Psychopathie, und das sechste Aussterben

Feuer und Eis: The Day After Tomorrow


Bulb

Magnetsinn auch bei Menschen: Forscher findet Hinweise auf sechsten Sinn

Nach jahrzehntelanger Forschung glaubt ein US-Wissenschaftler Hinweise dafür gefunden zu haben, dass auch wir Menschen über einen Wahrnehmungssinn für die Ausrichtung des Erdmagnetfeldes verfügen.

Erdmagnetfeld
© Universität BremenGrafische Darstellung des Erdmagnetfeldes.
London (England) - Wie Joe Kirschvink vom California Institute for Technology (CalTech) aktuell auf dem Jahrestreffen des Royal Institute of Navigation an der University of London berichtete, zeigen reproduzierbare Experimente, die er und Kollegen durchgeführt haben, dass Menschen einen inneren Magnetsinn besitzen.

Während der Magnetsinn in den vergangen Jahrzehnten bereits bei zahlreichen Tierarten nachgewiesen werden konnte (...GreWi berichtete, siehe Links zu früheren Meldungen unten), waren die Ergebnisse zur Vermutung, dass auch der Mensch über diesen inneren Kompass verfügen könnte, nicht eindeutig bis zweifelhaft.