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Sa, 31 Jul 2021
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Bizarro Earth

Verdacht auf Fundmunition am Erdfall in Schmalkalden

Erste Ergebnisse der geophysikalischen Messungen lieferten keine Erkenntnisse für größere Hohlräume unter dem Erdfall in Schmalkalden. Hobby-Forscher zweifelt diese Aussagen an und vermutet altes Stollensystem mit ehemaliger Rüstungsproduktion unter dem Areal.
Erdfall Schmalkalden
© Archifoto: Sascha Fromm
Das Doppelhaus links neben dem Erdfall ist bis heute nicht bewohnbar. Kurz hinter den Garagen oberhalb des Kraters fällt der Berg steil ab. Dort befindet sich auch der Zugang zum Stollen. Die Aufnahme entstand wenige Stunden nach dem Unglück am 1. November 2010.
Erfurt. Der Erdfall in Schmalkalden vom 1. November des Vorjahres sorgt noch immer für Unruhe. Heute könnte am Fuß des betroffenen Röthberges nach Fundmunition gesucht werden. Auf einem Foto, das kurz nach dem Unglück in einem unterirdischen Stollen gemacht wurde, ist womöglich eine Granatkartusche zu sehen. Hobby-Forscher Ralf Ehmann aus Erfurt mutmaßt nun, dass diese aus dem hinteren Teil des beim Erdfall verschütteten Stollens gespült wurde. Er alarmierte gestern die Behörden wegen des brisanten Funds.

Übermorgen soll zudem über erste Ergebnisse der geophysikalischen Messungen am Unglücksort mit der Stadtverwaltung Schmalkalden beraten werden. Die Untersuchungen "haben keine Hinweise auf größere Hohlräume und Bunker ergeben", erklärt Lutz Katzschmann von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena. Auch im äußeren Bereich um den Erdfall seien keine Hinweise "auf Auffälligkeiten im Untergrund" entdeckt worden. Der Geologe verweist darauf, dass bisher erste Ergebnisse vorliegen, aber noch keine Abschlussgutachten.

Bandaid

Studie zur Erziehung: Armut ist schlimmer als Alleinerziehung

familie
© Monkey Business – Fotolia.com
In Deutschland ist die Familie, die aus Vater, Mutter und Kind besteht nach wie vor das Ideal für die Kindererziehung. Doch nicht alle Familien sind vollzählig und komplett: Seit 1996 ist die Zahl der Alleinerziehenden um 70 Prozent auf 2,2 Millionen gestiegen! Nun untersuchte eine Studie der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung den Einfluss und die Auswirkungen, die eine Alleinerziehung auf die betroffenen Kinder haben kann. Dafür wurden über 1.000 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren, die aus verschiedenen sozialen Milieus stammten, befragt.

Das Ergebnis der Studie war verblüffend: Obwohl Alleinerziehende in Deutschland nach wie vor als Problemgruppe angesehen werden, litten die Kinder nicht so sehr unter dem Fehlen eines Elternteiles als unter finanziellen Problemen. „Armut wirkt sich negativ aus“, bringt Studienleiter Professor Dr. Holger Ziegler die Umfrageergebnisse auf den Punkt. Dabei kommt es laut Ziegler nicht nur auf die statistische Größe der Armut an, sondern auch auf deren Wahrnehmung durch die Kinder selbst. So gab jedes sechste Kind aus finanziell schlecht gestellten Haushalten an, dass seine Familie zu wenig Geld zum Leben hätte. „Wenn bereits 6-Jährige denken, dass es davon zu wenig gibt, sollte uns das zu denken geben“, so Ziegler. „Armut wirkt sich auf alle Bereiche des guten Aufwachsens aus, egal wie richtig die Eltern alles machen“, betont er. Dabei geht es nicht nur ums Geld, sondern auch um die Frage, ob das Kind ein eigenes Zimmer habe, denn erst dann könne es sich gut entfalten.

Heart - Black

Ostallgäu: Tier misshandelt - Kuh in Barnstein verletzt

Bereits letzten Sonntag auf Montag wurde eine Kuh auf einer Weide im Bereich Barnstein, Nähe Gemeinde Wald, misshandelt.
Kuh
© Ralf Lienert
Allgäuer Kühe in Diepolz
Die Kuh verhielt sich laut Aussagen des Landwirts „komisch“ und hatte eine starke Schwellung über dem linken Auge, so die Polizei. Laut Tierarzt wurde die Verletzung mittels eines Schlages zugefügt. Ein Unfall kann ausgeschlossen werden. Eventuell muss die Kuh eingeschläfert werden, so die Polizei.

Bisher gibt es keine Hinweise auf den oder die Täter.

Im Allgäu sind in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von Tierquälerei bei Pferden aufgetreten. Im Allgäu misshandelte ein Unbekannter drei Pferde.

AZ

Arrow Down

Wissenschaftler macht Fleisch aus Kot

Sch..., ist das lecker?

Ob das ein großes Geschäft wird? In Japan hat ein Wissenschaftler ein Verfahren entwickelt, um aus menschlichen Exkrementen eine Art Fleischersatz herzustellen. Die daraus produzierten Burger sollen köstlich schmecken, berichten mutige Tester.


Die Idee für den „Shit-Burger“ hatte der japanische Forscher Mitsuyuki Ikeda, als er von den Behörden der Stadt Tokyo den Auftrag bekam, eine Lösung für die sinnvolle Nutzung von Abwässern zu finden. An Lebensmittel hat dabei wohl keiner gedacht.

Attention

USA: Pipeline geborsten - Öl verseucht Yellowstone River

Ein kilometerlanger Ölteppich treibt stromabwärts, das Ufer ist von einer schwarzen Schicht bedeckt: Nach dem Bruch einer Pipeline in Montana fließen bis zu 160.000 Liter Öl in den Yellowstone River nahe des ältesten US-Nationalparks. Zahlreiche Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden.
Geborstene Pipeline Yellowstone River
© AP
Kilometerlanger Ölteppich: Unter dem Yellowstone River ist eine Pipeline geborsten.
Bis zu 160.000 Liter Öl aus einer geborstenen Pipeline haben den Yellowstone River im US-Staat Montana nahe des gleichnamigen Nationalparks verschmutzt. Mehr als 250 Kilometer des Stroms seien betroffen, berichtete die Zeitung The Billings Gazette. Teile des Ufers seien mit einer schwarzen Ölschicht bedeckt.

Ein Sprecher des Pipeline-Betreibers ExxonMobil teilte mit, es seien etwa 750 bis 1000 Barrel Öl aus der geborstenen Pipeline ausgetreten, bis sie nach etwa einer halben Stunde abgedichtet werden konnte. Ein Barrel entspricht 159 Litern. Spuren des Rohstoffs seien bis zu 16 Kilometer weit stromabwärts entdeckt worden. Die Ursache des Unfalls sei noch unklar, die Pipeline stillgelegt worden. "Uns ist die Ernsthaftigkeit des Vorfalls bewusst, und wir arbeiten hart daran, ihm zu begegnen", teilte ExxonMobile mit.

Eye 1

Neue Konzentrationlager? CIA-Chef Petraeus will in „Ausnahmefällen" foltern

David Petraeus
© unbekannt
General David Petraeus: Neuer Chef des CIA
Der US-Senat hat General David Petraeus am Donnerstag ohne Gegenstimme als neuen Chef des Geheimdienstes CIA bestätigt. Bei seiner Anhörung machte er deutlich, dass er für die Anwendung von besonderen Verhörmethoden sei, die über die normalen Standards hinausgingen. Auch ein Gefangenenlager für Terror-Verdächtige wäre chic.

Der US-Senat hat General David Petraeus am Donnerstag ohne Gegenstimme als neuen Chef des Geheimdienstes CIA bestätigt. Der bisherige Oberkommandierende der Koalitionstruppen in Afghanistan wird Nachfolger von Leon Panetta, der am Freitag das Amt des Verteidigungsministers antritt. Petraeus hatte zunächst den Militäreinsatz im Irak geleitet und im Juni 2010 das Kommando über die Truppen in Afghanistan übernommen.

Pistol

Uranmunition - Das schlimmste Kriegsverbrechen unserer Zeit

Bild
Uranmunition (depleted uranium, kurz DU) ist stark panzerbrechend. Sie besteht zum Teil aus abgereichertem Uran, welches als Abfallprodukt beim Anreichern von natürlichem Uran für die Energieerzeugung anfällt. Bei der Herstellung von einem Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von fünf Prozent fallen knapp elf Kilogramm abgereichertes Uran an, dessen Radioaktivität circa die Hälfte von Natururan beträgt. Die vielen (bisher weltweit über eine Million) Tonnen dieses Nebenproduktes müssen aufwändig entsorgt werden, da es als Schwermetall hochgiftig ist und mit einer Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren schwach radioaktiv strahlt. Statt dieses Abfallprodukt ordnungsgemäß zu entsorgen, wird ein Teil jedoch für militärische Zwecke weiterverwendet.

Question

Zehntausende Menschen verschwunden

Menschenrechtsorganisationen beklagen Verschleppung und Morde. UNO-Vertreter weist auf Verpflichtungen der Regierung hin.

Fortaleza, Brasilien. Im Rahmen einer internationalen Aktionswoche gegen das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen in Kolumbien haben Menschenrechtsorganisationen und Angehörige von Opfern über das schwerwiegende Problem debattiert. Die Zahl der vermissten Personen in Kolumbien übersteige bereits jene aus den Diktaturzeiten in Chile und Argentinien. Allein in den letzten drei Jahren seien in Kolumbien mehr als 38.200 Menschen spurlos verschwunden, hieß es auf den Treffen.

Die Aktivisten waren sich einig, dass das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen als Staatsverbrechen anzusehen ist. Schließlich sei es untrennbar von Bedrohung, Verfolgung und außergerichtlichen Hinrichtungen. Zivilgesellschaftliche Organisationen beklagen zudem die staatlich gewährte Straflosigkeit für Täter.

Wall Street

Sexuelle Gewalt gegen Gefangene in einer Diktatur

Fast drei Jahr­zehnte nach dem Ende der argen­ti­ni­schen Mili­tär­dik­tatur beginnt all­mäh­lich die Auf­ar­bei­tung der Ver­bre­chen, die bei den Men­schen­rechts­pro­zessen der letzten Jahre weit­ge­hend ins Hin­ter­treffen geraten sind: die sexu­elle Gewalt gegen poli­ti­sche Häft­linge. »Es ist nicht so, dass über solche Straf­taten nicht geredet wurde. Sie wurden ein­fach nicht gehört«, sagte die Sozio­login Lorena Balar­dini vom Zen­trum für recht­liche und soziale Stu­dien (CELS), einer bekannten argen­ti­ni­schen Menschenrechtsorganisation.

Balar­dini ist Ko-​Autorin der Studie ‘Geschlechts­be­zo­gene Gewalt und sexu­elle Überg­riffe in den geheimen Haft­zen­tren’, an der auch die Anwältin Ana Oberlin und die Psych­ia­terin Laura Sob­redo mit­ge­wirkt haben, um die Ver­bre­chen ans Licht und die Täter vor Gericht zu bringen.

Die drei Exper­tinnen ver­an­stalten Semi­nare mit pro­mi­nenten Refe­renten, um Juristen des süd­ame­ri­ka­ni­schen Landes für das Thema zu sen­si­bi­li­sieren. So konnten der ehe­ma­lige spa­ni­sche Richter Bal­tasar Garzón, der den chi­le­ni­schen Ex-​Diktator Augusto Pino­chet (1973−1990) in London fest­setzen ließ, und Mit­glieder inter­na­tio­naler Straf­ge­richte als Redner gewonnen werden.

Eye 1

„Unvorstellbare Grausamkeiten“: US-Justiz untersucht Todesfälle durch CIA-Folter

Das US-Justizministerium untersucht die Rolle des Geheimdienstes CIA beim Tod von zwei Gefangenen, die unter dem Verdacht standen, einer terroristischen Vereinigung anzugehören. Die Untersuchungen seien vom Staatsanwalt John Durham empfohlen worden, der die sogenannten harten Verhörmethoden der CIA, sprich: Folter, unter dem ehemaligen Präsidenten George W. Bush begutachtete. Dazu gehört auch das berüchtigte, als Waterboarding bekannte simulierte Ertränken von Gefangenen.