Das Kind der GesellschaftS


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Luftverschmutzung in Tschechien - Pekinger Verhältnisse in Prag

Trübe Aussichten: Der Smog, der derzeit über der tschechischen Hauptstadt hängt, erinnert an die dichten Dunstglocken über asiatischen Metropolen. Was auf dem Foto malerisch wirkt, bedeutet in der Realität eine echte Gesundheitsgefahr.

In Tschechien naht der Winter, doch der Husten, der schon allerorten zu hören ist, kommt nicht von Erkältungen - die Bewohner leiden unter Smog. Die Luftverschmutzung ist dieser Tage so stark, dass Kindern und alten Menschen empfohlen wurde, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch das öffentliche Leben ist behindert, so mussten auf dem Prager Flughafen etliche Flüge abgesagt und zahlreiche andere umgeleitet werden.
Luftverschmutzung Prag
© dpaFast unsichtbar: Prag verliert sich dieser Tage im Smog.
Nach Auskunft von Meteorologen ist die Situation durch die seit mehr als einer Woche anhaltende Inversionswetterlage bedingt, die Jahr für Jahr in der kalten Jahreszeit auftritt. Dabei verhindert der beständige Hochdruck, dass die bodennahen Luftschichten sich mit höher gelegenen Sphären austauschen und die belastenden Partikel abtransportieren.

Heart - Black

Mann schaut auf Flug Kinderpornografie an

Die US-Polizei hat am Samstag einen Flugpassagier wegen des Besitzes von Kinderpornografie festgenommen. Das Bordpersonal sei von einem Mitreisenden darauf aufmerksam gemacht worden, dass sich der 47-Jährige auf einem Flug von Salt Lake City nach Boston entsprechende Bilder auf seinem Laptop angeschaut habe.

Boston. - Nach der Landung in Boston wurde der Verdächtige von den Sicherheitskräften verhört und festgenommen, teilten die Behörden mit. Eine Anklageerhebung wurde für Montag erwartet.

Mr. Potato

Sechs-Kilo-Baby geboren - ohne Kaiserschnitt

Ein normales Baby wiegt bei der Geburt etwa 3,5 Kilogramm - in der Berliner Charité kam jetzt ein fast doppelt so schwerer Junge zur Welt. Doch nicht nur das Gewicht des Babys sorgt für Schlagzeilen: Die ebenfalls stark übergewichtige Mutter bestand auf einer natürlichen Geburt.
baby, gewicht
© dpaMit einem Gewicht von sechs Kilogramm ist Jihad (links) in der Berliner Charité zur Welt gekommen. Zum Vergleich daneben: Antonio mit einem Normalgewicht von etwa drei Kilogramm.

Rekordverdächtige Geburt: In der Berliner Charité ist am Freitag ein sechs Kilogramm schweres Baby ohne Kaiserschnitt zur Welt gekommen. "Nach unseren Recherchen ist in Deutschland niemals zuvor ein so schweres Kind ohne Operation geboren worden", sagte Wolfgang Henrich, Chefarzt der Klinik für Geburtsmedizin. Normal ist ein Geburtsgewicht von etwa 3,5 Kilo.

Die 40-jährige Mutter, die nach Charité-Angaben 240 Kilogramm wiegt, hatte Schwangerschaftsdiabetes. Die Zuckerkrankheit führt ohne Disziplin bei der Ernährung häufig zu einem sehr hohen Geburtsgewicht. Das Baby, ein kleiner Junge, ist bereits das 14. Kind der Familie.

Extinguisher

Brandanschlag auf Bahnstrecke Berlin-Hamburg

Auf die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg ist ein Brandanschlag verübt worden - gut 60 Kilometer vom niedersächsischen Gorleben entfernt.

Ein Zusammenhang mit dem Castortransport sei nicht auszuschließen, hieß es am Samstag aus dem Lagezentrum des Polizeipräsidiums in Potsdam. Der Verkehr auf der ICE-Strecke war gestört, aber nicht eingestellt.

Gegen 4.30 Uhr hatten Unbekannte bei Karstädt (Brandenburg) Benzin in einen Kabelkanal neben der Bahnstrecke gegossen und angezündet, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Feuer wurden Kabel teilweise zerstört. Bislang gibt es laut Polizei noch keine Hinweise, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Ein Bekennerschreiben habe bis zum Nachmittag nicht vorgelegen. „Es kann durchaus auch ein Einzeltäter sein“, hieß es aus dem Lagezentrum.

Karstädt liegt gut 60 Kilometer von Gorleben entfernt. Weil ein politischer Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden könne, übernehme der Staatsschutz die Ermittlungen, hieß es bei der Polizei. Experten untersuchten am Samstag den Tatort.

Bad Guys

Hungersnot in Ostafrika - 320.000 Kinder noch immer akut bedroht

Zum Auftakt ihres vorweihnachtlichen Spendenaufrufs erinnert die Kinderhilfsorganisation Unicef an die dramatische Lage in Ostafrika. Hunderttausende Kinder sind von der Hungersnot dort noch immer akut bedroht. Bis Jahresende würden 30 Millionen Euro gebraucht, um das Schlimmste zu verhindern.

Auch wenn das anfänglich große Interesse inzwischen verebbt ist: Die Lage in den Hungergebieten von Ostafrika ist unverändert dramatisch. 320.000 Kinder in Kenia, Somalia, Äthiopien und Dschibuti sind nach Angaben von Unicef noch immer so stark ausgezehrt, dass sie die kommenden Monate ohne Hilfe von außen nicht überstehen können. "Es ist nicht vorbei", sagte der Leiter der Unicef-Nothilfe in Ostafrika, Elhadj As Sy.
Kinder im kenianischen Flüchtlingslager
© AFPSomalische Kinder im kenianischen Flüchtlingslager Dadaab: Noch immer sind Hunderttausende Kinder akut von der Hungersnot im Osten Afrikas bedroht.

Megaphone

Kindesmissbrauch: Schluss mit dem Täterschutz!

Missbrauchsopfer wollen endlich die Verjährungsfristen kippen. Sie planen jetzt, die Bundesrepublik zu verklagen. Ein Gespräch mit Norbert Denef vom Netzwerk Betroffener.
Norbert Denef - Netzwerk Betroffener, Kindesmissbrauch
© Gianni OcchipintiNorbert Denef ist Sprecher des deutschlandweiten Netzwerks Betroffener.

DIE ZEIT: Herr Denef, wieso wollen Sie die Bundesrepublik Deutschland verklagen?

Norbert Denefl: Weil unsere Regierung nicht bereit ist, ihre politische Fürsorgepflicht gegenüber den Opfern sexualisierter Gewalt zu erfüllen.

ZEIT: Wie das? Sie hat doch letztes Jahr einen Runden Tisch zum sexuellen Missbrauch gegründet.

Denef: Ja, aber jetzt ist klar, dass dieser Runde Tisch das entscheidende Aufarbeitungsproblem nicht angepackt hat: die dringend notwendige Aufhebung der Verjährungsfristen. Deshalb halte ich ihn für gescheitert, und so geht es vielen Opfern. Am 30. November tagt das Gremium zum letzten Mal, die abschließenden Vorschläge aller Parteien liegen auf dem Tisch, aber keine unterstützt uns Betroffene bei unserem wichtigsten Anliegen. Deshalb werden wir beim Europäischen Gerichtshof gegen die Bundesrepublik klagen. Wohin sollen wir uns wenden, wenn wir uns von der Politik verraten fühlen?

Heart - Black

Besuch in Fukushima: "Es war wie in einem Horrorfilm"

Landkreis - Erschüttert kehren Antje Wagner aus Grünwald und Markus Büchler aus Oberschleißheim aus Fukushima zurück. Acht Monate nach der Atom-Katastrophe sind die beiden Sprecher der Landkreis-Grünen auf Einladung der in Gründung befindenden japanischen Grünen an den Ort des Schreckens gereist.
Besuch in Fukushima
© UnbekanntNach einem durch ein Erdbeben ausgelösten Tsunami und dem anschließenden Super-Gau sind sich die Menschen noch immer weitgehend allein überlassen.
Herr Büchler, Fukushima ist mittlerweile keine Nachricht mehr. Wie ist Ihr Eindruck vom Ort der Katastrophe?

Es war wie in einem Horrorfilm. Lauter Geisterstädte. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Es ist offensichtlich, dass ganze Zonen über Generationen hinaus verstrahlt sind. Schockierend ist, dass es noch keine realistische Einschätzung gibt, wie es in der betroffenen Region weitergehen soll. Die Leute sind so verzweifelt, dass sie uns gefragt haben, wann sie wieder heim können. Wir hatten gerade Messungen durchgeführt, Bodenproben für das Umweltinstitut München entnommen, als eine alte Frau uns bat, bei ihr daheim zu messen. In dem Ort ging hochgiftiges Strontium nieder. Haus und Gemüsegarten sind total verstrahlt. Und dann steht diese alte Frau vor ihnen mit Tränen in den Augen, hat Angst und fragt, wann sie wieder heim kann. Wir haben uns vor der Antwort gedrückt. Hätten wir ihr sagen sollen, dass sie in ihrem Leben nicht mehr nach Hause kann?

Newspaper

Hunderte gefälschte eMails aus der SPÖ-Zentrale

In der SPÖ-Zentrale unter Laura Rudas werden Briefe gefälscht. Auch der KURIER hat Leserbriefe von Fantasie-Menschen bekommen.

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"Peter Dörner ist angeblich Pensionist und findet Werner Faymanns Auftritte bei ORF-Pressestunden "rhetorisch als auch inhaltlich 1A"; "Bert Ilsmann" wohnt angeblich in Baden und ist heilfroh, "dass Faymann es geschafft hat, trotz heftiger Budgetsanierungspläne neue Massensteuern abzuwenden"; und für "Christine Steinkellner" aus Wien ist Faymann der beste Kanzler, weil er sich "mit all seiner Kraft für die Ärmsten der Armen einsetzt".

Die Figuren Dörner, Ilsmann und Steinkellner haben vieles gemein: Sie sind uneingeschränkte Fans der SPÖ-Politik, man findet sie weder im Telefonbuch, noch hebt jemand bei den von ihnen in eMails erwähnten Telefonnummern ab. Und vor allem: Sie schicken ihre eMails allesamt über einen Server, der zur Bundesparteizentrale der SPÖ in der Wiener Löwelstraße 18 gehört.

Video: "Kanzler"-Lied erregt Aufsehen


Star of David

Vorsicht! Kriegslügen wie vor dem Irakkrieg

Israel
© unknown
Wie sich die Behauptungen gleichen: mit teilweise denselben Worten wie bei den Kriegslügen, die Vorwand für den Irakkrieg waren, versuchen Israel und seine Diener in verschiedenen Ländern, die Welt zu einem Krieg gegen den Iran aufzuhetzen. Erinnern wir uns: auch vor dem Irakkrieg wurde frech behauptet, der Irak habe Massenvernichtungswaffen.

Es wurden sogar mit unglaublicher Dreistigkeit Bilder gezeigt, die das angeblich bewiesen. Wie wir heute wissen, war das alles Schwindel. Deshalb ist größte Vorsicht geboten, wenn Israel und seine Propaganda in verschiedenen Medien den Leuten einreden wollen, der Iran stehe kurz davor, Atomwaffen zu haben. Zunächst einmal ist es dummdreist, dass Israel solche Vorwürfe erhebt, obwohl es bis heute sich keiner Kontrolle unterzogen hat, wie es denn mit seinen eigenen Atomwaffen steht. Es ist typisch für die israelische Überheblichkeit, für sich das zu beanspruchen, was man anderen mit großem propagandistischem Aufwand verwehrt. Nimmt man die bisherigen Äußerungen der Internationalen Atomernergiebehörde, dann ist das alles sehr unbestimmt und meilenweit davon entfernt, irgendetwas zu beweisen. Bloße Vermutungen und Spekulationen genügen nicht. Gerade nachdem die Kriegspropaganda vor dem Irakkrieg sich als riesiger Schwindel erwiesen hat, ist jetzt größte Vorsicht geboten.

Attention

Aids bleibt unheilbar - Gefahr unterschätzt

MAGDEBURG/DPA. Die Gefährlichkeit der Immunschwäche Aids wird nach Ansicht von Experten erheblich unterschätzt. «Wir stellen immer wieder fest, dass es seit einigen Jahren eine Wahrnehmung gibt, die das HI-Virus verharmlost», sagte der Geschäftsführer der Aids-Hilfe Sachsen-Anhalt, Sven Warminsky, der Nachrichtenagentur dpa zum bevorstehenden Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Ein Grund dafür sei, dass das Elend der Erkrankung und die Todesfälle aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden seien. «Auch die Berichterstattung über medizinische Fortschritte hat der Krankheit den Schrecken genommen.»
Kondom
© Archiv/dpaKondome schützen - auch vor Aids.

Das führe unter anderem dazu, dass die Menschen Aids mittlerweile eher auf die leichte Schulter nähmen. «Wenn wir HIV-Testungen durchführen, treffen wir immer wieder auf Leute, die sagen: Ach, dann nehme ich eben eine Pille und alles wird gut. Das ist aber ein fataler Irrtum.» Neue Therapien könnten das Leben eines Erkrankten zwar enorm verlängern. «Die Erkrankung ist aber weiterhin unheilbar.» Zudem hätten die Medikamente erhebliche Nebenwirkungen. «Das fängt bei Alpträumen an, führt über eine Fettleber und hört beim erhöhten Risiko für Schlaganfälle auf.»