Das Kind der GesellschaftS


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Mopedfahrerin bei Chemnitz vom Zug überrollt

Eine Mopedfahrerin übersieht am Montagnachmittag an einem nur mit Blinklicht gesicherten Bahnübergang einen sich nähernden Zug. Die Frau stirbt noch an der Unfallstelle.

Tragischer Unfall an einem Bahnübergang in Kemtau (Gemeinde Burkhardtsdorf, Erzgebirgskreis) am Montagnachmittag. Eine Mopedfahrerin übersieht gegen 14.30 Uhr an dem nur mit Blinklicht gesicherten Bahnübergang den sich nähernden Zug. Der Triebwagen der Erzgebirgsbahn erfasst das Moped, die Fahrerin gerät unter die Bahn und stirbt noch an der Unfallstelle. Im Zug werden nach ersten Informationen keine Menschen verletzt. Der Bahnverkehr auf der Strecke Chemnitz - Aue ist zeitweise unterbrochen.

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Finanzkrise hat 13 Millionen Jobs vernichtet

In den Industrieländern sind nach Angaben der OECD seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 mehr als 13 Mio. Arbeitsplätze vernichtet worden. "OECD-weit waren damit im Juni dieses Jahres mehr als 44 Mio. Menschen arbeitslos, viele von ihnen bereits seit mehr als zwölf Monaten", teilte die 34 Mitgliedstaaten zählende Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Montag mit. Nur in Deutschland und Chile gebe es heute eine niedrigere Arbeitslosenquote als vor Krisenbeginn. "Hatte sich die Situation im Jahr 2010 in vielen Regionen etwas entspannt, so macht das jüngst wieder gedrosselte Wirtschaftswachstum die kurzzeitigen Gewinne zunichte", hieß es.

Auch faire und hochwertige Jobs seien insbesondere für junge Arbeitnehmer seltener geworden. "Mehr und mehr Menschen erhalten nur noch befristete Verträge, die - anders als früher üblich - in eine Sackgasse führen statt als Sprungbrett für eine dauerhafte Beschäftigung zu dienen", beklagte die OECD. Problematisch sei zudem die hohe Langzeitarbeitslosigkeit. Sie habe sich seit 2007 in einigen Ländern verdoppelt, in den USA sogar verdreifacht. "Deutschland ist zwar auch hier eines der wenigen Länder mit einem positiven Trend", erklärte die OECD. "Dafür liegt der Anteil der Menschen, die ein Jahr oder länger keine Arbeit gefunden haben, mit 47 Prozent aller Arbeitslosen sehr hoch. "Eine erfreuliche Ausnahme stelle Deutschland dagegen bei der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit dar, die um zwei Punkte auf 9,7 Prozent gesunken sei. Im OECD-Schnitt habe die Gruppe der junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren dagegen mit am stärksten unter dem Einbruch auf dem Arbeitsmarkt gelitten. Ihre Beschäftigungszahl sei um zehn Prozent geschrumpft. "Ähnlich schwerwiegend waren die Auswirkungen für gering qualifizierte", hieß es. Ende 2010 seien mehr als 22 Millionen junge Leute innerhalb der OECD weder in Ausbildung, noch in einem Job gewesen. Die Organisation fordert deshalb eine bessere frühkindliche Bildung, "und das speziell für Kinder aus sozial benachteiligten Familien".

Heart - Black

Studie: Nordrhein-Westfalen ist Hochburg des Menschenhandels

Essen. Traurige Bilanz: In keinem Bundesland florieren Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung so sehr wie in Nordrhein-Westfalen. 2010 ermittelte die Polizei hier in 130 Verfahren von bundesweit 470.
Prostituierte
© Unbekannt

Die Vorgänge um die Prostitution in der Dortmunder Nordstadt sind kein Einzelfall. Nordrhein-Westfalen und das Ruhrgebiet werden zum beherrschenden Schwerpunkt von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung in Deutschland.

2010 ermittelte die Polizei hier in 130 Verfahren von bundesweit 470. 2009 waren es in NRW erst 115, im Jahr davor weniger als 70. Die Opfer - meist junge Frauen unter 20 - kommen vor allem aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Auch die Menschenhändler und Zuhälter stammen aus Südosteuropa.

14 Prozent der Opfer minderjährig

Das Bundeskriminalamt (BKA) spricht in einem neuen Lagebild eindeutig von „Ausbeutungsstrukturen“, obwohl sich nach dem EU-Beitritt der drei südosteuropäischen Länder deren Staatsangehörige hier legal aufhalten und „der Prostitution als selbstständiger Dienstleistung nachgehen können“, wie das BKA erklärt. Von den insgesamt 608 europäischen Tatverdächtigen in diesem Kriminalitätsbereich hatten 149 einen bulgarischen Pass und 96 einen rumänischen.

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Humanitäre Katastrophe im Sudan

Angriffe mit konventionellen und mutmaßlich auch chemischen Waffen, kaum medizinische Versorgung und Lebensmittel. Der Krieg im Sudan trifft die Nuba mit voller Härte.
sudan,wasser
© Ilona EveleensEin provisorisch mit Zweigen abgeschirmter Bombenkrater in der Nähe von Kurmiti. Ursache für die Färbung des Wassers könnte der Einsatz chemischer Waffen sein.

Nuba-Berge/Sudan - Die alten Menschen schweigen plötzlich. Kinder verstummen. Atemlos hört jeder auf das monotone Brummen einer Antonow-Maschine, unsichtbar über den aufziehenden Regenwolken. Endlich verschwindet das Geräusch. Erleichtert sagt Kubros Marad: "Der lässt seine Bomben irgendwo anders fallen."

Die alten russischen Flieger der sudanesischen Armee bringen mit ihrer Bombenfracht Not und Tod in die Nuba-Berge. Aus der Luft schlägt das Regime in Khartum in der Provinz Süd-Kordofan einen Aufstand des Nuba-Volkes nieder. Augenzeugen berichten von verbrannten Dörfern, Massengräbern und Hunderttausenden Vertriebenen. Hier tobt Sudans geheimer Krieg, mit dem Khartum verhindern will, dass nach der Abspaltung Südsudans ein weiterer Landstrich der Republik Sudan verlorengeht.

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Jugendliche sind schlecht über Verhütung informiert

Die Zahl der Jugendlichen, die ungeschützten Sex haben, ist einer Studie zufolge sowohl in Europa als auch in Entwicklungsländern alarmierend hoch. In Europa hätten 42 Prozent der befragten Jugendlichen angegeben, ungeschützten Sex zu haben.
Kondome
© dpa (Symbolbild)Laut einer Studie haben in Europa 42 Prozent der Jugendlichen ungeschützten Sex.

Hannover. Die Zahl der Jugendlichen, die ungeschützten Sex haben, ist einer Studie zufolge sowohl in Europa als auch in Entwicklungsländern alarmierend hoch. Insgesamt seien in 25 Ländern 5253 Jugendliche im Auftrag der Stiftung Weltbevölkerung und zehn anderer Organisationen weltweit von der GfK Healthcare befragt worden, teilte ein Sprecher der Stiftung mit. In Europa hätten 42 Prozent der befragten Jugendlichen angegeben, ungeschützten Sex zu haben. Am höchsten war die Zahl demnach in Thailand: Dort sagten 62 Prozent der Jugendlichen, dass sie keine Verhütungsmittel benutzen.

Viele junge Menschen wüssten nicht genug über effektive Verhütungsmethoden, so die Stiftung. Nur etwas weniger als die Hälfte der befragten europäischen Jugendlichen hielt sich bei den verschiedenen Verhütungsmöglichkeiten für sehr gut informiert. In Kenia und Uganda seien es sogar weniger als ein Viertel.

Crusader

Tausende demonstrieren friedlich gegen Papst

Während Papst Benedikt XVI. auf dem Weg zum Olympiastadion ist, sammeln sich am Potsdamer Platz diejenigen, die ihn ablehnen. Die Sonne steht tief über dem Platz, mehr als 9000 Menschen kommen nach Polizeiangaben zu dem Protest zusammen.

Die Sonne schillert in den Fenstern der umstehenden Bürotürme, sie glitzert auch in dem perlmuttfarbenem Kondom-Kostüm, das Heike Müller angezogen hat. "Ich arbeite für das Gesundheitsamt in der HIV-Prävention", sagt sie. "Da kann ich keinen Papst gut finden, der Kondome verbietet." Sie steht mit zwei Kolleginnen, ebenfalls als Kondom verkleidet, vor dem S-Bahnhof und wartet darauf, dass die Kundgebung beginnt und der Demonstrationszug in Richtung Bebelplatz loszieht, wo später die Abschlusskundgebung vor der St. Hedwigskathedrale stattfindet. "Ich bin katholisch erzogen worden und gläubig", sagt Stefanie Klee. "Aber die Kondompolitik und die Homophobie der Kirche sind menschenverachtend."

Es sind Gläubige und Atheisten, die einem Aufruf des Bündnisses "Der Papst kommt" gefolgt sind, dem etwa 65 Vereinigungen, darunter Frauen- und Homosexuellen-Organisationen, die Deutsche Aids-Hilfe und der Humanistische Verband angehören. Sie sind am Potsdamer Platz zusammengekommen, um gegen die ihrer Meinung nach frauenfeindliche, gesundheitsschädliche und sexualfeindliche Politik des Vatikans zu protestieren. Sie kritisieren das Kondomverbot, die Rolle der Frau in der katholischen Kirche und auch die Rede im Bundestag.

Blackbox

Österreich: Zug zerfetzte Traktor in zwei Teile

ALKOVEN. Auf dem Heimweg von einer Großübung wurden die Feuerwehren Alkoven und Polsing zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen: Ein Traktorfahrer hatte bei einem Bahnübergang der Linzer Lokalbahn einen Zug übersehen. Der Traktor wurde vom Zug in zwei Teile gerissen.
zugunglück,traktor
© Hermann Kollinger

Auf dem nicht öffentlichen und nur für Berechtigte zugelassenen, kleinen Bahnübergang zwischen Alkoven und dem Kreisverkehr dürfte der 23-jährige Traktorfahrer am Samstag gegen 17 Uhr einen aus Richtung Linz kommenden Zug der Linzer Lokalbahn übersehen haben. Bei der Kollision wurde der Traktor in zwei Teile zerrissen und der Motorblock weggeschleudert. Der Lenker des Traktors, ein Erntehelfer aus Rumänien, wurde in eine Wiese geschleudert und blieb dort schwer verletzt liegen.

Die Einsatzkräfte der beiden Feuerwehren unterstützten den Samariterbund Alkoven und den Notarzt aus Eferding bei der Versorgung des Verletzten. Der ÖAMTC Rettungshubschrauber aus Hörsching brachte den Verletzten nach Linz ins Krankenhaus.

Bomb

Bombe ängstigt Meitingen: 800 Menschen evakuiert

Fünf Zentner schwere Munition aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am gestrigen Samstag gefunden und entschärft.
bombe,räumdienst
© ProkopKampfmittelräumer Josef Beier (links) und sein Kollege Martin Tietjen brauchten nur 20 Minuten, um die Fünf-Zentner-Bombe in Meitingen zu entschärfen.

Bei Aushubarbeiten wurde am gestrigen Samstag gegen 9.30 Uhr in der Meitinger Römerstraße eine amerikanische Fünf-Zentner-Fliegerbombe mit intaktem Zünder aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sie war gegen 17.25 Uhr entschärft. Es kam zu keinerlei Komplikationen.

Bereits im Januar 2007 war auf dem Areal an der Römerstraße eine Bombe geborgen worden. Damals hatten Hunderte Menschen in einer kalten Winternacht ihre Häuser verlassen müssen. 2007 wie heute handelte es sich um einen Sprengkörper der Sorte „500 LBS“. Die Bomben stammen wahrscheinlich vom einzigen Luftangriff auf Meiningen. zwei Wochen vor Ende des Zweiten Weltkriegs warf eine einzelne Maschine Augenzeugen zufolge etwa ein halbes Dutzend Bomben ab. Dabei wurde ein Haus getroffen. Zwei Frauen starben an jenem 16. April 1945.

Bomb

Mannheim: Bombe gefunden

Mannheim. Bauarbeiter sind gestern Vormittag bei Baggerarbeiten auf einer Baustelle in Mannheim-Neuhermsheim auf eine Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Wie die Polizei mitteilte, brannte die Bombe teilweise ab. Bis zur Abholung durch den Kampfmittelräumdienst noch am gleichen Tag wurde der Fund mit Erde abgedeckt.

Handcuffs

Rentnerin zerstückelt: Bauer für brutalen Mord verurteilt

Justitia
© picture alliance / dpa

Zu lebenslanger Jahre Haft hat ein Gericht im Südwesten Frankreichs einen 58-jährigen Bauern verurteilt, der vor zwei Jahren eine deutsche Rentnerin brutal getötet hatte. Das Schwurgericht in der Dordogne sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die Frau bei lebendigem Leib zerstückelt hat. Der Landwirt bestreitet die Tat und kündigte über seine Anwälte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Die aus dem Raum Köln stammende Rentnerin hatte mit ihrem Mann in einem Nachbardorf des Angeklagten gelebt. Ihre zerstückelte Leiche wurde am 12. September 2009 in Säcken verpackt in einem Maisfeld in der Nähe von Bergerac entdeckt. Zwei Tage zuvor war sie als vermisst gemeldet worden, nachdem sie von einem Spaziergang nicht zurückgekommen war. Sie war damals mit ihrem Mann in einem Restaurant verabredet, tauchte dort aber nie auf.